23.07.2021 Rennes – 7.2 km💪

Wer sich jetzt fragt wie ich zu diesen 7.2 km komme, soviel bin ich heute Morgen in Rennes rumgelaufen als ich die Kathedrale besichtigt habe😂.

Kathedrale Saint-Pierre

Heute Abend habe ich mich dann daran erinnert, dass Rennes ja eine Metro hat😉. 3 Stationen und schon sitze ich in der Innenstadt, an der Place Saint Anne und trinke ein belgisches Bier bevor ich dann essen gehe.

Place Saint-Anne
Place Saint-Anne

Hier gab es gerade ein Spektakel, vier Männer haben nur mit klatschen auf ihren Körper Musik gemacht. Gegen Schluss haben sie dann noch die Kleider vom Leibe gerissen und weiter auf die nackte Haut geklatscht. Also die Unterhose haben sie doch angelassen🤣. Ihre Körper waren ganz rot von den vielen Ohrfeigen. Ja es ist ganz unterhaltsam hier.

Außer die Kathedrale zu besichtigen, die wirklich sehr schön ist, und durch die Innerstadt zu flanieren, habe ich es wirklich sehr ruhig genommen heute. Ich habe auf ARTE sogar ein Film über Patagonien angesehen, schön bequem vom Bett aus mit einem Kaffee in der einen und einem Pain aux Chocolat et Amandes in der anderen Hand. Die größte Anstrengung war das Bett nicht zu versauen😜.

So dies ist nun das Ende meiner Dokumentation dieser Wanderung. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig mitnehmen und vielleicht bekommt ihr ja Lust auch in die Bretagne zu reisen. Es lohnt sich wirklich. Es gibt ja auch weniger anstrengende Möglichkeiten wie meine😉. A toute à l’heure😘.

22.07.2021 Paimpol – 7 km

Ich habe mich entschieden, nur noch bis Paimpol zu laufen und dann nach Hause zu fahren. Der Weg war zuletzt sehr anstrengend und ich möchte meine letzte Ferienwoche etwas ruhiger angehen.

In Paimpol werde ich um 16.15 den Zug nach Rennes nehmen und dort einen Ruhetag einlegen. Möchte unbedingt die Kathedrale besuchen, die vor allem von innen sehr schön sein soll.

Da ich wusste, dass es nur 7 km sind bis Paimpol und der Zug erst um 16.15 fährt, habe ich es sehr gemütlich genommen am Morgen. Bin erst gegen 10.30 los.

An der ersten schönen Stelle, wo es eine Bank gab, habe ich mein Zelt getrocknet. Es war mal wieder ziemlich nass. Bei Regen ist es außen nass und ansonsten von innen, da ich meistens auf Rasen campiere. Nur ein einziges Mal konnte ich das Zelt trocken verräumen. Ich glaube das war in Binic. Ansonsten habe ich es immer nass in die hintere Netztasche gestopft. Ist aber kein Problem, im Laufe des Tages kann man es irgendwann trocknen.

Ich liebe dieses Ritual das Zelt zu trocknen. Heute hatte es ja wieder Wind und dann fühlt es sich an wie einen Drachen steigen zu lassen. Nur dass ich das Zelt nicht loslassen darf, sonst muss ich ihm hinterher rennen🤣. Einmal habe ich das Zelt in der Nähe einer Klippe getrocknet, wenn ich es da losgelassen hätte, hätte auch hinterherrennen nichts mehr genutzt…

Der Weg war sehr leicht heute. Fast schon ein Spaziergang der Küste entlang. Es fühlte sich an wie ein Naherholungsgebiet der Bretonen. Mit Kinderspielplatz, Fitnessgeräten und einem Pool aus Meerwasser. Das Wasser des Swimmingpools wird garantiert 2x täglich erneuert durch Ebbe und Flut😉. Ich habe heute nochmals die zwei Französinnen getroffen und konnte mich gleich noch verabschieden.

Fitness a la Bretagne

Einmal musste ich eine Zwangspause einlegen weil eine Migräne im Anmarsch war. Merke das immer wenn ich eine Aura kriege und Zackenbilder sehe. Habe schnell 2 Schmerztabletten eingeworfen und gewartet bis die Aura vorbei war. Ich sehe dann nämlich nicht besonders gut und ich wollte an meinem letzten Wandertag keinen Stolpersturz verursachen.

Zwangspause

Um 13.30 war ich bereits in Paimpol, ein hübsches bretonisches Städtchen direkt am Meer. Ich hatte Zeit um Mittag zu essen und genehmigte mir deshalb nochmals Moule marinière aber dieses Mal mit Salat nicht mit Pommes Frites.

Das öffentliche Schwimmbad

Der Bahnhof von Paimpol ist wirklich erbärmlich, man kann sich nirgends in den Schatten setzen. Die einzigen 2 Bänke stehen in der prallen Sonne. Ich habe mich dann hinter einem Haus auf meinen Rucksack gesetzt und in der Wartezeit an meinem Blog weiter geschrieben. Die Reise dauert etwas mehr als 2 Stunden. Das Gute ist, dass ich dann am Samstag weniger lang im Zug sitze.

Auf dem Weg zur Pointe de Guilben

Ich habe ein Hotel direkt am Bahnhof genommen, das praktische ist, die Innerstadt ist auch nicht weit weg und zum Bahnhof muss ich nur über den Platz👍. So ich werde jetzt was essen gehen. Nach all den Muscheln brauche ich mal ein Stück Fleisch💪.