19.05.2022 Bandeira – 22 km

Heute Morgen haben wir verschlafen. Wir wollten um 7.30 beim Frühstück sein und Grace weckte mich um 7.10. Völlig verschlafen packte ich meinen Rucksack und war dabei überhaupt nicht schnell. Als wir losgingen war es bereits 8.30h. Wir machten uns aber nichts draus, es waren ja nur 22 km bis Bandeira.

Blick zurück auf das AVE-Viadukt

Es ging auf der Strasse raus aus dem Ort vorbei an der imposanten Eisenbahnbrücke des AVE Hochgeschwindigkeitszuges. Eigentlich ist es ein Viadukt keine Brücke.

Via da Prata. Am Anfang dachte ich noch es sei ein Schreibfehler…

Es ging mal wieder ständig hoch und runter. Wir waren auch viel im Wald, der wunderschöne galizische Wald mit seinen vermoosten Mauern und Farnen. Es hat auch immer wieder Eukalyptusbäume. Oft riecht man sie erst bevor man sie sieht. Riecht wunderbar und ist für mich das eindeutige Zeichen, dass ich in Galizien bin.

Eigentlich wollte ich das Spinnennetz fotografieren

Wir kamen an einer uralten Römerbrücke vorbei und überquerten den Fluss darauf. Nach der Brücke hatte es wieder ein altes verfallenes Dorf. Die verfallenen Häuser werden einfach sich selber überlassen und die Natur fängt an sie zu überwuchern. Habe noch nie so viele verfallenen Häuser und Dörfer gesehen wie auf diesem Weg. Ich versuche mir immer vorzustellen wer und wie sie hier gelebt haben.

Kirche am Weg

Wir gingen in jede Bar die wir fanden, tönt nach viel aber es waren nur zwei. Auf diesem Weg hat es nicht viele Möglichkeiten einzukehren deshalb ist es Weise jede zu nutzen die man findet.

Ich bin momentan im Geniessermodus, habe auch absolut kein Bedürfnis schnell unterwegs zu sein. Eigentlich haben wir keine Lust anzukommen, dieser Lebensstil gefällt mir schon sehr gut. Meine Füsse sind da zwar anderer Ansicht, sie schmerzen und freuen sich darauf endlich ausruhen zu können.

In Galizien heißt alles anders

Morgen laufen wir die letzte ganze Etappe von 23 km. Übermorgen sind es nur noch 11 km bis Santiago. Es ist schwer sich vorzustellen, dass es sobald schon vorbei sein wird.

Alte Eisenbahnbrücke
Die alte Römerbrücke
Grace am Telefon
Verfallenes Haus
Alles voller Kuhfladen
Hier gibt es sogar Bänke extra für Pilger
Pause in Silleda
Silleda
Pilgerbrunnen
In Bandeira

18.05.2022 Botos – 23 km

Die Herberge beim Kloster war ganz neu, erst vor ca. einem Monat wurde sie eröffnet. Sie ist wirklich sehr schön mit großer Küche und Wohnbereich mit Sofas. Der Schlafsaal ist jeweils mit Holzwänden abgetrennt für etwas mehr Privatsphäre.

Das Klister von oben

Das einzig irritierende war, dass man das große Licht im Schlafsaal nicht ausschalten konnte. Um 23.00h brannte es immer noch. Wahrscheinlich hatte es einen Timer aber auf wann der gestellt war, keine Ahnung! Ich hatte mein Stirnband über den Augen und die Ohropax drin, so kümmerte mich das kaum.

Blick zurück auf das riesige Kloster

Wir sind heute erst nach 7.00h aufgestanden und nahmen es gemütlich. Im Klosterladen konnte man Frühstück kaufen für 2.50€. Außerdem kaufte ich eine neue Jakobsmuschel weil meine zerbrochenen ist als ich mich auf den Rucksack gesetzt habe.

Unser Begleiter auf Zeit

In dem Päckchen hatte es Nescafé, Milch, Fruchtsaft, Kakao und 2 Madeleine. Genug um gut in den Tag zu starten.

Holprige Pfade

Dann ging es aus dem Kloster raus und steil den Berg hinauf. Von dort hatte man eine grandiose Aussicht auf das Kloster und man sah wie groß es ist.

Schöne Morgenstimmung

Es ging auf einem steinigen, holprigen Pfad weiter den Berg hinauf. Plötzlich saß da ein großer schwarzer Hund mitten auf dem Weg. Er schien auf uns gewartet zu haben. Er ist mir schon auf dem Klosterhof aufgefallen gestern Abend. Am Anfang lief er vor uns und zeigte uns den Weg oder es kam mir zumindest so vor. Manchmal verschwand er im Gebüsch und tauchte weiter vorne wieder auf. Einmal jagte er irgend ein Tier war aber erfolglos. Er begleitete uns sicher eine Stunde bis wir ins nächste Dorf kamen. Dort kehrte er um und machte sich wohl auf den Rückweg zum Kloster. Das war eine sehr schöne Begegnung.

Es geht runter ins Tal

Uns kam die Lehrerin einer Studentengruppe aus Amerika entgegen und fragte uns ob wir zwei ihrer Studenten gesehen hätten. Scheinbar hatten sie sich verlaufen. Wir verneinten, wünschten ihr viel Glück und Geduld und machten uns wieder auf den Weg.

Noch 68.839 km

Der Weg von Oseira zurück auf den Camino war ganz schön bergig und wir brauchten länger als wir dachten. Nach mehr als drei Stunden waren wir endlich in Castro Dozon. Dort gönnten wir uns erstmal ein Bocadillo mit Tortilla und zwei Kaffees.

Der Wald ist einfach schön

In der Zwischenzeit war eine der Studentinnen wieder aufgetaucht und der vermisste Student war mit der Lehrerin auf der Nationalstraße unterwegs. Also alle Schäfchen wieder beisammen.

Ein Wegkreuz

Es ging in stetigem Auf und Ab weiter. Mir taten wieder die Füsse weh weil auch heute wieder viel Asphalt zu bewältigen war. Ich nahm Vitamin I (Ibuprofen) und dann ging es bald besser.

Es sieht immer wieder anders aus

Im 15.30 kamen wir in Botos an und begaben uns ins Restaurant zum Mittagessen. Ist schon praktisch, dass man in Spanien so lange Mittagessen kann👍. Dann kann man nämlich mit vollem Bauch wunderbar eine Siesta abhalten😂.

Immer schön aufpassen

17.05.2022 Oseira – 18.4 km

Unser Plan war das Taxi bis Tallamanco zu nehmen, dort zu frühstücken und dann zum Kloster Oseira zu laufen. Leider läuft nicht immer alles nach Plan wir hätten besser in Ourense frühstücken sollen. Karsten und Esther hatten nämlich bereits eine Bar ausfindig gemacht die früh aufmacht.

Merkwürdige Gestalten in einem Garten

Das Taxi bestellen klappte mit meinen begrenzten Spanischkenntnissen eigentlich ganz gut. 5 Min. später war es bereits da. Es brachte uns nach Tallamanco, so ersparten wir uns das ewig lange herauslaufen aus der Stadt und auch einen Teil vom Aufstieg.

Schöne alte Römerbrücke

Das mit dem Frühstück klappte leider nicht weil heute ein Feiertag war. Bar leider geschlossen. Arrrgghh!!! Wir setzen uns auf eine Bank und aßen aus unseren Rucksäcken. Es sollte noch bis 11.30 dauern bis wie endlich eine offene Bar fanden.

Auf der Brücke

Es war wieder typisch galizisches Wetter und den ganzen Tag stark bewölkt. Es nieselte auch immer wieder aber um die Regen Ausrüstung anzuziehen war es eindeutig zu wenig.

Nicht lesbare Inschrift

Wir kamen nur schleppend voran. Es fühlte sich an wie im 2. Gang zu fahren und ich hatte keine Energie um hoch zu schalten. Der Kaffee fehlte und ich bekam bereits langsam Kopfschmerzen. Sieht man mal wie kaffeesüchtig ich bin.

Verfallenes Dorf

Kurz vor Cea hatte endlich eine Bar offen. Wir klagten der Senora unser Leid, dass wir wegen der Fiesta bisher kein Frühstück und keinen Kaffee gehabt haben. Sie gab uns dann zum Kaffee ein kleines Croissant und weil es so gut schmeckte bestellten wir gleich noch ein Bocadillo con Queso.

Falls der Weg überschwemmt ist läuft man über die Steine

Dermaßen gestärkt hätten wir eigentlich die Abzweigung nach Oseira nicht verpassen dürfen aber genau das machten wir. Das Kloster Oseira liegt nicht auf dem offiziellen Weg nach Santiago, es ist eine Variante die aber praktisch alle nehmen. Anstatt nach rechts abzubiegen liefen wir einfach weiter den gelben Pfeilen nach. Als wir es merkten waren wir bestimmt schon seit 4 km auf dem falschen Weg. Wir suchten uns dann mit dem GPS auf kleinen Straßen selber einen Weg. Meine Füsse fanden das gar nicht lustig.

Schöner Turm in Cea

Der Weg war zwar auf der Strasse aber trotzdem sehr schön. Um 15.30h kamen wir endlich in Oseira an und begaben uns natürlich, wie immer gleich in die Bar. Ich aß schwarzen Reis mit Tintenfisch. Sehr lecker😋! Anschließend gingen wir mit gut gefülltem Bauch in die neu gebaute Herberge von Oseira auf dem Klosterareal.

Aussicht von unserem Umweg

Das Kloster ist riesig und sehr beeindruckend. Wir machten eine einstündige Führung mit. Leider leben hier nur noch eine Handvoll Zisterzienser Mönche. Eigentlich schade für diesen schönen Ort. Vielleicht sollten sie einen Teil für ein Parador freigeben?

Wieder im Wald
Endlich am Ziel. Eingang zum Kloster
Wie immer zuerst in die Bar
Endlich mal blauer Himmel
Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert
Ein Seitengang
Säule im Palmensaal
Der Palmensaal
Einer der drei (!) Kreuzgänge
Da wurde früher gespiesen

16.05.2022 Ourense – 22.5 km

Heute war ein schwieriger Tag für mich und ich glaube für uns alle. Wir sind praktisch alles auf der Strasse gelaufen, meine Motivation war absolut im Keller.

Grace ist startklar für Ourense

Am Anfang verliefen wir uns und wurden dafür mit einem wunderschönen Fluss und einer eindrücklichen Brücke belohnt. Wir machten ein richtiges Fotoshooting wie wir über die Brücke gingen. Als wir alle auf der anderen Seite waren merkten wir, dass der Weg gar nicht da weitergeht. Wir mussten also Umkehren und zur Straße zurück laufen. Dieser schöne Fluss und die Brücke waren aber das Highlight des heutigen Tages.

Da meinen wir noch auf dem richtigen Weg zu sein

Ansonsten ging es auf der Strasse von Weiler zu Weiler. Nach 8 km machten wir eine erste Pause in einer Bar. Es gab frisch gepressten Orangensaft, einfach lecker.

Wieder retour. Fotoshooting auf der Brücke

Esther und Karsten liefen vorne weg und Grace und ich nahmen es gemütlicher. Wir hatten abgemacht in ca. 8 km die nächste Pause in Reboredo zu machen aber ein dringendes Bedürfnis brachte uns schon früher in eine Bar. 2 km später fanden wir Ester und Karsten auf einem Kinderspielplatz wo sie auf 2 Bänken ein Mittagsschläfchen abhielten. Natürlich mussten wir sie fotografieren😂. Wir setzten uns in die Bar und tranken einen Kaffee. Als die anderen beiden aufwachten taten wir so, als seien wir schon ewig da.

Zurück zur Straße, leider, denn hier ist es sehr schön

Wir machten uns daran, die letzten 6.5 km nach Ourense in Angriff zu nehmen. Ich konnte eigentlich nicht mehr aber ich fand keinen Bus, der mich hätte mitnehmen können. Wir fanden einen Stand der frische Kirschen verkaufte aber leider nur ganze Kisten🙁. Nichts für Pilger mit kleinem Rucksack.

Es grünt so grün.,..

Wir sangen ein Lied von Robert Miller, King of the road um die Zeit zu vertreiben. Um 15.00h kamen wir endlich in Ourense an und gingen direkt zur Plaza Mayor. Wir hatten Hunger und aßen einen sehr teuren Salat. Das war glaube ich das teuerste Essen auf dem ganzen Camino.

Esther und Karsten beim Mittagsschläfchen

Heute Abend werden wir eine Tapastour machen, das heißt man trinkt und isst etwas und begibt sich dann zur nächsten Bar. Wir müssen uns auch wieder einmal verabschieden, da wir andere Etappen geplant haben. Am 21. Mai werden wir auf sie warten, so dass wir die letzten Kilometer nach Santiago gemeinsam laufen können.

Ourense
Kathedrale von Ourense
Die Kuppel
Bon einer Tapasbar in die nächste, Ourense by Night

15.05.2022 Xunqueira de Ambia – 14 km

Seit wir mit Esther und Karsten unterwegs sind haben sich unsere Etappen ziemlich verkürzt aber wir haben auch viel Spaß. Morgen sind wir in Ourense und dann werden unsere Wege sich wieder trennen bis Santiago. Grace und ich werden ein Taxi nehmen für ca 5 km und dann bis zum Kloster in Oseiras laufen, ein Höhepunkt auf dem Camino Sanabres. Esther und Karsten laufen anders, vielleicht treffen wir sie aber auch schon vorher wieder. Auf jeden Fall wollen wir die letzten Kilometer nach Santiago zusammen laufen.

Wir verlassen Villar de Barros und die Casa rural

Heute sind wir spät los, erst um 8.50h. Wir haben in der Casa rural gefrühstückt. Grace musste nochmals zurück rennen weil sie ihre Uhr vergessen hatte. Esther und Karsten nahmen das Telefon nicht ab und so musste Grace dort sein bevor sie die Casa rural verließen. Sie hatten mit der Besitzerin abgemacht den Schlüssel in den Briefkasten zu werfen😬. Grace schaffte es knapp! Ich lief unterdessen extra langsam aus Villar de Barrio hinaus damit sie mich einholen konnte.

Origineller Briefkasten

Nach 3.5 km gingen wir bereits in die Bar und warteten auf Esther und Karsten. Es war in den 14 km die einzige Bar deshalb hielten wir so früh bereits an.

Ein Lavador, hier hat man früher Wäsche gewaschen

Ein Teil des Weges ging mal wieder der Strasse entlang aber es gab auch sehr schöne Wege durch typisch galizische Wälder mit vielen Edelkastanien und Farnen. Entlang des Weges hat es oft diese alten Mauern voller Moos. Typisch galizisch eben.

Es ist ziemlich düster und wir laufen direkt darauf zu

Das Wetter war teilweise richtig düster und es hätte jeden Moment anfangen können zu regnen. Plötzlich kam aber ein starker Wind auf und blies die dunklen Wolken von uns weg. Mehr als ein paar Tropfen bekamen wir nicht ab.

Typisch galizischer Wald

Es ging nochmals hoch über einen kleinen Berg mit wunderschöner Aussicht und auf der anderen Seite runter nach Ambia.

Die alten vermoosten Mauern

Grace und ich sind in einer sehr schönen Casa rural untergekommen mit einer Wahnsinns Aussicht. Wir haben das schönste Zimmer bekommen. Da die anderen Gäste noch nicht hier waren konnten wir alle Zimmer anschauen😉.

Blick zurück nach dem Aufstieg

Wir hatten vorher noch zu Mittag gegessen und deshalb war jetzt Zeit für die Siesta. Ich duschte erst später und mein Rucksack war auch noch nicht ausgepackt. Alles zu seiner Zeit.

Ich bin mal wieder das Schlusslicht
Schönes Wegzeichen

Hier in den Bars läuft viel alte Musik und wir sangen alle kräftig mit. In Spanien fällt man auch nicht sehr auf denn hier sind alle irgendwie laut😂. Auch auf dem Camino sind wir ständig am Singen. Also ich summe meistens weil ich die Songtexte nicht auswendig kann. Ach es kommt schon bald Wehmut auf weil bald schon alles vorbei ist😢.

Pilgerbrunnen
Ankunft in der Casa rural
Aussicht aus unserem Zimmer

14.05.2022 Villar de Barrio – 20 km

Wir bekamen ein Super Frühstück heute Morgen und niemand musste dafür früh aufstehen. Es stand alles bereit und wir konnten Kaffee und Toasts selber machen. So waren wir unabhängig zu starten wann wir wollten.

Als wir das Dorf verlassen ist es noch freundlich…

Grace und ich liefen alleine los. Da Esther und Karsten schneller als wir laufen würden sie uns bald einholen.

…aber ein Gewitter nähert sich plötzlich von hinten

Der Himmel verdunkelte sich immer mehr und plötzlich hörten wir Donner. Das Gewitter schien anfangs links an uns vorbeizuziehen. Wir machten schnell eine Klopause und zogen schon mal die Regenjacke an. Wir zählten die Sekunden vom Blitz bis zum Donnerschlag und das Gewitter kam immer näher.

Wir albern rum in unserem Unterstand

Gerade als die ersten Tropfen fielen erreichten wir einen überdachten Brunnen. Wir hielten an und wollten mal abwarten wie sich das Ganze entwickelt, denn von hier an würde der Weg in die Berge ansteigen und bei einem Gewitter will man nicht oben sein. Wir sahen Esther und Karsten mit schnellen Schritten auf uns zukommen und auch sie schafften es noch rechtzeitig zum Unterstand.

Grace schreibt ihren Namen in die Muschel

Wir saßen auf der Kante des Brunnens und alberten rum. Grace schaffte es sogar einen Blitz zu fotografieren. Perfektes Timing👍. Als das Gewitter sich langsam entfernte liefen wir weiter und begannen unseren Aufstieg. Bis Albergueria regnete es ununterbrochen. Meine Regenjacke war überhaupt nicht dicht und als wir endlich in der Bar ankamen war mein Oberkörper komplett durchnässt. Jak! Soviel zu Goretex und wasserdicht. Meine dünne Hose von ZPacks ist dafür komplett dicht und ich schwitze nicht mal darin.

In der Muschelbar

Vor der Bar in Albergueria empfing uns Karsten tanzend zur Musik von Johnny Cash und meinte wir sollen schnell reinkommen, sie hätten bereits Kaffee für uns bestellt. Ich zog die Regenjacke aus und zog mir was trockenes und warmes an.

Grace läuft in Crogs wegen dem Regen

Die Bar war einfach der Hammer! Über und über mit Hunderten Muscheln dekoriert. Es ist Brauch hier, dass jeder Pilger der hier vorbeikommt, eine Muschel mit Datum, Namen und Herkunft beschreibt und dann wird sie von dem sehr symphatischen jungen Barbetreiber an die Wand genagelt. Unsere hängen jetzt auch dort🤗. Die Bar gibt es seit 18 Jahren, würde gerne wissen wieviele Muscheln da hängen.

Wir müssen weiter

Wir hatten soviel Spaß, lachten und tanzten und wollten eigentlich gar nicht weitergehen. Ich aß eine köstliche Empanada und stärkte mich für was immer noch folgen sollte. Der Barkeeper war so nett uns verrückten Pilger nicht einfach rauszuwerfen aber ich glaube er ist es sich gewohnt, dass die Pilger kurz vor Santiago durchdrehen🤣. Der Regen hatte mittlerweile fast aufgehört und ich musste diese ätzend nass kalte Regenjacke anziehen. Arrrrgggghh!!! Ich hatte heute 28 Grad erwartet und nicht einmal ein Unterhemd angezogen. Brrrrrrr🥶!

Wir passieren ein blaues und

Uns war so kalt dass wir fast weiter rannten. So schnell waren wir noch nie unterwegs. Meine Jacke trocknete langsam und mir wurde wärmer. Die Umgebung war sehr schön aber leider konnte ich heute wetterbedingt nicht viele Fotos machen. Der Aufwand ist einfach zu groß das Handy heraus zu holen.

rotes Tor

Es folgte noch ein saftiger Abstieg nach Villar de Barrio. Der ging ganz schön in die Beine und als ich unten war fühlten sich meine Beine an wie Gummi. Grace und ich benutzen beide die gleiche Technik, nämlich dass wir in kleinen Schritten runterrennen wenn es steil ist. So schont man die Knie und kriegt schön starke Oberschenkel😉. Man muss einfach darauf achten, dass Gewicht vorne zu haben sonst kann leicht nach hinten ausrutschen und auf den Rücken fallen. Alte Sherpa Technik übrigens.

Schön bemalter Stein

Wir gingen sofort in die Bar für eine Clara und anschließend in ein etwas eigentümliches Restaurant. Es fühlte sich an, als hätten wir eine Zeitreise ins vorletzte Jahrhundert unternommen. Wir aßen eine galizische Kohlsuppe und Salat. Esther flüchtete nach draußen weil sie den Geruch nach verbranntem Fett nicht aushielt. Der Raum war voller Rauch. Die Küche wollten wir uns gar nicht ansehen. Da war die alte Frau die die Bestellung aufnahm, kochte und eigentlich alles machte und ihr Mann sowie ein junges Mädchen standen einfach nur um sie rum. War alles etwas eigenartig aber das Essen war ok.

Das etwas eigenartige Restaurant mit der alten Dame

Anschließend machten wir uns auf in die Casa rural unserer durchgeknallten Gastgeberin. Sie hatte Esther schon die ganze Zeit mit ihren WhatsApp Nachrichten zum Wahnsinn getrieben. Im ganzen ca. 20! Nachrichten.

13.05.2022 Laza – 15 km

Heute gab es eine unerwartet kurze Etappe. Eigentlich planten wir bis Albergueria zu laufen, dies wären 26 km gewesen. In As Eiras trafen wir ganz unerwartet Esther und Karsten. Sie waren immer noch in der Casa rural. Wir freuten uns alle riesig, denn ehrlich gesagt haben wir sie total vermisst. Wir beschlossen spontan unsere Pläne anzupassen und auch nur bis Laza zu gehen. Irgendwann müssen wir dann die verlorenen Kilometer aufholen um am 21. Mai in Santiago zu sein.

Feuer Schneise

Wir sind bereits um 6.30 aufgestanden da man bereits ab 7.00 frühstücken konnte, nur dauerte es leider sehr lange bis wir endlich unser Frühstück bekamen. Die Senora hatte es überhaupt nicht im Griff, vor allem nicht wer als nächstes an der Reihe war.

Schöner Weg am Hang

Um 7.45 konnten wir endlich starten. Zuerst ging es ca. 5 km der Strasse entlang bei schönster Aussicht. Dann zweigte der Weg von der Straße ab und es ging am Berghang entlang durch Kastanienwälder. Vier der Pilger hatten ein Taxi bis zum Abzweig genommen weil sie nicht auf der Strasse laufen wollten.

Pause bei der Donativo Bar

Ich hatte Muskelkater vom steilen Abwärtsgehen von gestern aber ansonsten waren wir ganz flott unterwegs. Wir überholten die holländischen Touristinnen, die heute ihren letzten Tag haben am Nachmittag nach Porto fahren werden.

So viele verschiedene Dinge

Bald schon waren wir in As Eires wo wir einen Stopp einlegten weil es Kaffee, Kekse, Früchte und kalte Getränke gab. Dies wurde alles vor einem Haus bereitgestellt und man konnte Geld in eine Dose werfen. Der Halt war uns natürlich sehr willkommen. Da wir hier nicht aufs Klo konnten wollten wir gleich anschließend eine Toilettenpause einlegen.

Die Casa rural wo wir Karsten und Esther wieder getroffen haben

Nur ein paar Schritte weiter war die Casa rural wo Esther und Karsten abgestiegen sind. Scheinbar konnte man dort Kaffee trinken, denn die Holländerinnen saßen auch dort. Grace fragte mich, ob ich meine, dass Esther und Karsten noch dort seien. Ich verneinte und im gleichen Moment sah ich eine Bewegung im Fenster. Winkende Hände! Ich drehte mich zu Grace um und meinte ja sie sind noch da!!!

Bei der Donativo Bar

Wir begrüßten uns herzlich und bekamen von Nathalia einen Kaffee serviert. Die Wiedersehensfreude war so groß, dass wir beschlossen nicht nach Albergueria zu laufen. Wir mussten unsere Reservationen etwas anpassen und so können wir alle zusammen nach Santiago laufen.

Sommersprosse unterwegs
Karnevalsmaske an einer Hauswand
Kurz vor Laza
Wir sind gerade beim Wäsche aufhängen als die Schafe reingetrieben werden

12.05.2022 Campobecerros – 29 km

Wir konnten heute bereits um 7.00h frühstücken und um 7.30 standen wir bereits auf der Strasse. Wir mussten die 750m zurück zum Trail laufen. Mir taten von der langen Wanderung auf Asphalt gestern immer noch die Füße weh. Nach dem Motto ein Indianer kennt keinen Schmerz nahm ich die nächste lange Etappe in Angriff. Da ich aber kein Indianer bin nahm ich vorsichtshalber ein Ibuprofen ein😂.

Dunkle Wolken in Galizien

Es ging stetig auf und ab und wir bewegten uns immer zw. 900 und 1000m. Die Landschaft hatte sich mal wieder komplett geändert. Die Sommereichen verschwinden langsam und mit ihnen die nervigen Fliegen. Wir liefen auf einem Plateau welches übersät war mit Erika sowie gelbem und weißem Ginster. Wusstet ihr, dass man die Blüten des gelben Ginsters essen kann? Wir haben es noch nicht probiert aber sie sollen lecker schmecken.

Dunkel, dunkel, dunkel

Es war ziemlich stark bewölkt und sah nach Regen aus. Irgendwann fing es auch wirklich an zu tröpfeln aber es regnete nie so stark, dass wir die Regenausrüstung gebraucht hätten.

Süsser pelziger Esel mit seinem Besitzer

Es ging durch viele Weiler und bei einem tat einem schon fast das Herz weh. Der Weiler war voller verfallener Häuser und doch lebten hier noch Menschen. Wahrscheinlich alte Menschen weil die Jungen alle ausgeflogen sind.

Wunderschöner Stausee. Erinnert mich an Lake Tsomoriri in Ladakh

Eigentlich müsste man hier ein Haus renovieren und eine Albergue daraus machen mit integrierter kleiner Tienda (Einkaufsladen). Ja und den Pilgern Abendessen und Frühstück anbieten. Das würde wieder etwas Leben hinein bringen und wer weiß was dann entstehen könnte.

Grace saß als Erste darauf…

Auf dem Camino Frances wurde genau das in Foncebadon gemacht. Foncebadon war eine Geisterstadt mit streunenden wilden Hunden. Man hat eine Herberge auf Spendenbasis eröffnet und irgendwann kam eine private Herberge dazu, dann ein Restaurant. Mittlerweile kommen sogar Menschen zurück um dort zu leben.

…dann war ich dran

Hier in Galizien tun sie was für ihre Pilger. Immer wieder gab es ein Bänkchen zum Sitzen oder ein Brunnen in Muschelform. Das beste war aber die Schaukel oberhalb des Stausees. Wir ließen uns natürlich nicht zweimal bitten.

Blick zurück auf den Stausee

Der Weg war sehr schön heute außer, dass man wieder viel auf Asphalt laufen musste. Bei einer Abzweigung konnte man wählen, ob man über den Berg oder weiter der Strasse entlang laufen wollte. Wir waren bereits ziemlich müde und entschlossen uns für die Straße. Nach ca. 500m checkten wir die Karte und merkten, dass das wohl nicht so eine gute Idee war weil die Straße sich in unzähligen Kurven ins Tal hinunter wand. Wir kehrten um und nahmen nun doch die Bergvariante, den direkteren Weg, in Angriff. Der Anstieg war gar nicht so schlimm und es war auf jeden Fall schöner als auf der Strasse.

Blick auf Campobecerros

Von ganz oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf Campobecerros. Nun folgte aber noch der sehr steile Abstieg dorthin. Wir waren beide extrem müde und mir taten außerdem die Füße total weh. Dieser Abstieg gab mir noch den Rest. Wir waren so müde, dass wir wegen allem total lachen mussten. Im französische nennt man das: « Le fou rire». Wir mussten teilweise so lachen, dass ich fast in die Hosen pinkelte. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr was so lustig war🤔.

Die Kirche mit Santiago Statue

Wir nahmen jede Abkürzung die wir nehmen konnten. Am Schluss standen wir an einer steilen Stelle wo wir nicht genau wussten wie wir runterklettern sollen. Grace suchte sich bereits einen Weg und ich versuchte einen anderen. Ich habe meinen Rucksack runtergelassen und bin dann hinterher geklettert. Wir sind beide Gottseidank heil unten angekommen. Habe ich bereits erwähnt, dass Grace 75 ist?

Santiago Kreuz

Wir haben uns gegenseitig abgeklatscht und sind dann ziemlich fertig in der Albergue angekommen. Wir checkten ein, bezogen unser Bett und machten uns schnurstracks auf in die Bar für eine Clara🍻. Die Dusche kann warten.

Die Schafherde wird nach Hause getrieben

11.05.2022 O Pereiro – 23 km (inoffiziell ca. 30 km)

Heute Morgen habe ich verschlafen da ich vergessen habe den Wecker zu stellen. Um 7.10h bin ich aufgestanden und um 7.30h war ich bereits beim Frühstück. Soll mal jemand sagen, dass ich nicht schnell sein kann wenn ich muss😂.

Wir verlassen das Hotel

Zuerst ging es der Nationalstraße entlang, dann auf einer alten Landstraße. Endlich bog der Weg ab auf einen kleinen Pfad. Der Weg entwickelte sich immer mehr zu einem Bach. Bisher hatten wir es geschafft keine nassen Füße zu bekommen. Dann wurde es aber immer mehr zu einem Bach und der Weg ging mitten durch.

Laufen im Bach kurz vor der Umkehr

Ich schaute auf dem GPS nach und gemäß dem waren wir nicht mehr auf dem Weg. Grace versuchte oben rum zurück zu laufen und ich den gleichen Weg den wir gekommen sind. Mohammed und Peter wollten den Bach runterlaufen. Es wäre besser gewesen wir hätten das auch getan. Durch den AVE wurde der Weg immer wieder verlegt. Auf meinem GPS war natürlich noch der Alte drauf und der Weg durch den Bach war der aktuelle.

Wir kommen endlich in Lubian an

Ich fand einen Weg der uns zurück zum alten Weg gebracht hätte. Dann kam aber ein Auto und die Männer darin meinten, dass man wegen dem Zug da nicht mehr durchlaufen könne. Wir fragten sie nach dem Weg nach Lubian und sie meinten wir sollen einfach der Straße folgen und dann links abbiegen.

Wir laufen heute mit Maske um uns vor den Fliegen zu schützen

Was dann folgte war ein 7 km langer Umweg auf der Straße nach Lubian. Anstatt 7 km benötigen wir 14 km bis Lubian. Wir hätten bei Aeiberos nochmals links abbiegen sollen aber das taten wir nicht und das war ein Fehler. Ich hätte da nochmals auf die Karte schauen sollen aber wir dachten, dass die Straße einfach zu diesem Dorf führen würde.

Gemäß einem Anwohner eine giftige Viper.

Nach einem riesigen Umweg kamen wir um 11.00 endlich in Lubian an und begaben uns sofort in die Bar wo wir endlich Pause machten und ein Tostado aßen und Kaffee tranken. Mohammed und Peter waren aber auch nicht weiter scheinbar war ihr Weg auch nicht einfach gewesen.

Das Santuario de laTuiza

Nach der Pause ging es weiter vorbei am Santuario de la Tuiza, eine Kirche die der Schneejungfrau geweiht ist. Anschließend begann der anstrengende Aufstieg zum Pass Puerto de A Canda, der gleichzeitig die Grenze von Kastillien & Leon nach Galizien darstellt.

Es ist wunderschön wenn nur die Fliegen nicht wären

Es ging durch lichte Wälder von Sommereichen und damit einher kommen immer diese lästigen Fliegen. Dieses Mal hatten wir eine andere Taktik, wir legten unsere Hygienemasken an und schützten uns so vor den Fliegen. Das Dumme war nur, dass man hinter der Maske unglaublich schwitzte. Zudem ging einem die Luft aus wenn es steil wurde. Wie sagt man im englischen so schön: „Chose your poison“!

Matschiger Pfad

Endlich kamen wir zum Pass wo Mohammed und Peter gerade Pause machten. Wir waren so glücklich oben auf dem Pass und vor allem in Galizien zu sein. Wir hofften auch die lästigen Fliegen los zu sein aber leider begleiteten sie uns noch den ganzen Weg.

Endlich auf dem Pass in Galizien

Auf der anderen Seite ging es auf einem wunderschönen Pfad bis Vilavella wo es eine Bar gab, welche wir natürlich sofort aufsuchten. Es gab eine Clara, Oliven und zum Dessert Eiscreme. So gestärkt machten wir uns daran die letzten 4 km bis O Pereiro zu bewältigen. Die letzten 700 m bis zum Hotel waren nochmals so richtig anstrengend und schweißtreibend😰. Es ging die Straße hoch bis zur Nationalstraße. Dort angekommen gönnten wir uns gleich mal eine Clara. Heute muss ich mich sogar bis 21.00 mit dem Essen gedulden. Die spinnen die Spanier!

Verspätete Mittagspause auf dem Pass
Schöne Wegzeichen
Brücke mit neuem Geländer
Galizien ist einfach schön
Brunnen in Muschelform

10.05.2022 Padornelo – 22 km

Heute war ein schwieriger Tag für mich. Es fing schon mal damit an, dass wir ohne Frühstück raus mussten und dass wir beim Rausgehen aus der Stadt den Weg nicht gleich fanden.

Ein neuer Tag bricht an

Wir trafen Mohammed und Peter als sie versuchten einen Bach zu überqueren. Ich fragte nur ob es nicht eine andere Möglichkeit gebe und lief den Weg ca. 2 m hoch. Da konnte man bequem, ohne nasse Füße zu bekommen, runterlaufen. Grace und ich gingen lachend an ihnen vorbei😂.

Santiago Kreuz

Wir mussten 12.5 km laufen bis wir endlich einen Kaffee bekamen! Um 10.30h waren wir in Requejo. Leider gab es kein Frühstück und ich musste mich mit einem Süssgebäck zufrieden geben. Mohammed saß mit Peter aus Holland an einem Tisch und die aßen ein Bocadillo! Wie bitte? Uns hatte sie gesagt es gäbe kein Frühstück und nur in die Richtung des Süssgebäcks gezeigt🤬.

Eines der vielen hübschen Dörfer

Wir durchquerten das hübsche Dorf und so langsam sah es immer mehr aus wie in Galizien. Der Camino war viel schöner als ich erwartet habe. Gemäß unserem Führer ging es für 3.5 km der Nationalstraße entlang. Der Reiseführer war aber bereits 2 Jahre alt und inzwischen wurde der Weg wieder auf den alten Camino verlegt. Sie bauen hier seit 5 Jahren die AVE Strecke für den Schnellzug von und nach Madrid.

Grace posiert vor den Blumen

Na auf jeden Fall mussten wir wieder einmal den Weg suchen. Wir gingen vor und zurück bis wir endlich den gleichen Weg gingen den wir am Anfang eingeschlagen hatten. Gemäß meinem GPS waren wir falsch aber wir folgten schlussendlich einfach dem gelben Pfeil und das war goldrichtig. AVE sei Dank für all die Wegverlegungen😬.

Das sind richtig große Schuhe

Danach ging es hoch zum Pass und da fing meine Misere erst richtig an. Eigentlich war es ein wunderschöner Pfad, welcher teilweise eher einem Bach glich. Wir mussten auch einen Fluss überqueren aber das meisterten wir wie alte Camino Hasen.

Was man nicht sieht sind die Fliegen

Der Weg war das zu Hause von tausenden kleinen schwarzen Fliegen und die waren einfach nur nervtötend. Sie wollten in die Nase, in die Augen, in den Mund. Es war einfach nur ätzend! Zudem hatte ich nichts gefrühstückt außer einem kleinen Kuchen, das Mittagessen mussten wir auch auslassen weil man nicht wirklich anhalten konnte. Ich konnte nicht einmal mit meinen Stöcken laufen weil ich in der einen Hand ein Nikkituch hatte mit dem ich vor dem Gesicht rumwedelte.

Ich bin ziemlich genervt von den Fliegen

Irgendwann sank ich erschöpft ins Gras und aß eine Packung Chips. Komischerweise ließen die Fliegen mich da mehr oder weniger in Ruhe. Grace war weit voraus und wartete nachdem sich die Fliegen gelichtet hatten wieder auf mich. Mohammed und Peter gesellten sich zu mir auch sie sichtlich erschöpft vom Kampf gegen die kleinen schwarzen Fliegen.

Mohammed beim River crossing

Endlich waren wir oben auf dem Pass und die nervigen Fliegen los. Wir mussten noch etwas die Nationalstraße runterlaufen bis zu unserem Hotel. Vorher machten wir noch Halt in der Bar und tranken eine Clara. Ich bestellte einen Teller Chorizo weil ich am verhungern war. Dann ging es weiter bis zum Hotel. Ich war fix und fertig und wollte mich nur noch hinlegen. Essen gab es sowieso erst um 20.30h.

Peter kommt auch trocken rüber
Endlich auf dem Pass