10.07.2021 Saint-Malo – 18 km

Heute Morgen hat es, nun ratet mal was, geregnet. Nur ganz wenig aber ich musste das Zelt trotzdem nass einpacken. Ich habe heute im Zelt gefrühstückt. Habe zu Hause 4x Müesli mit selber getrockneten Früchten vorbereitet und jetzt war die 2. Portion fällig. Dazu gab es noch ein 2 Tage altes Croissant 🥐 aber wenn man unterwegs ist nimmt man es nicht so genau. Habe heute Mittag auch noch den Rest meiner gestrigen Pizza verdrückt, kalt aber trotzdem lecker. Habe es mir gestern noch einpacken lassen. Der Monsieur meinte zwar ich solle doch den Karton mitnehmen aber wenn man zu Fuß unterwegs ist darf es ruhig etwas kleiner sein😉.

Der wunderschöne Rastplatz wo ich mein Zelt trocknen konnte

Ich bin dann Guten Mutes in voller Montur losmarschiert und dachte wird wohl bald aufhören. Dem war aber nicht so, es hat sogar noch einen Zahn zugelegt. Zudem war es recht kalt und unter meiner dünnen Regenjacke hatte ich nur ein Kurzarm-T-Shirt an. Kurz vor Rotheneuf bin ich dann auch noch falsch abgebogen. Nach 5 oder 10 Min. Auf einem matschigen Feldweg, hatte ich das dringende Gefühl in die falsche Richtung zu laufen. Ich hätte natürlich bereits früher nachschauen sollen aber bei Regen ist das so eine Sache. Meine ganze Navigation ist auf dem Handy und das lässt man lieber im Trocknen. Na ja ich bin dann halt wieder zur Straße zurück gelaufen und habe dann die richtige Abzweigung genommen.

Heute hatte ich immer wieder Mühe den Weg zu finden. Es ist aber auch alles so verwinkelt in der Bretagne und man weiß oft nicht in welche Richtung man laufen muss. Nachdem ich 4 km gelaufen war sah ich kurz vor Rotheneuf immer noch den Strand mit dem Campingplatz wo ich heute Morgen gestartet bin. Einfach von der anderen Seite.

Blick zurück

Nachdem ich ca. 2 Std. im strömenden Regen gelaufen bin, kam ein dichter Nadelwald. Dort war es an gewissen Stellen immer noch trocken. Da konnte ich Pause machen und in Ruhe etwas essen. Ich habe dann das Wetter gecheckt und es hat nicht so ausgesehen als würde es besser werden. Da ich nicht ein nasses Zelt aufstellen wollte und auch vom Regen demoralisiert war, habe ich mir kurzerhand in Saint Malo über Booking.com ein Zimmer reserviert. Meine Moral hat sich sogleich gebessert. Was es doch ausmacht, wenn man weiß, dass man die Nacht im Trockenen verbringen darf.

Nach Rotheneuf hat der Regen auch langsam aufgehört und irgendwann hat es nicht mal mehr genieselt. Auf einem besonders schönen Stück, ein Naturreservat, hatte es eine Holzbank und da habe ich mich hingelegt und mich ausgeruht. Das Wetter wurde immer besser und ich habe es sogar geschafft mein Zelt und meine Regenausrüstung zu trocknen. Da ich wusste, dass ich in Saint Mal anhalte, konnte ich es so richtig gemütlich nehmen.

Die Bretagne nimmt mich immer mehr gefangen. Ich liebe diese raue Klima und das nordische Wetter.

Das hinten ist Saint Malo – im Vordergrund Miesmuscheln

Das letzte Stück ging alles dem Strand entlang bis Saint-Malo. Es war gerade mal wieder Ebbe und am Strand hatte es haufenweise Miesmuscheln. Richtig schwarze kleine Hügel voller Miesmuscheln. Da weiß ich doch bereits was ich heute Abend essen werde🤗.

Auf der Festungsmauer in Saint Malo

Ich habe ein total schönes Zimmer mitten in der Altstadt. Die Altstadt von Saint Malo ist von einer Festungsmauer umgeben, die man begehen kann. Da oben kriegt man einen guten Eindruck von dieser wunderschönen Stadt am Meer. Die Moules Marinières waren übrigens köstlich😋.

So schön kann es im Norden am Strand sein