09.07.2021 La Guimorais – 23 km

Blick zurück auf die Jugendherberge

Seit heute geht es immer schön hoch und wieder runter. Von wegen in der Bretagne ist alles flach. Ganz schön anstrengend aber es läuft alles gut.

Ich gewöhne mich auch langsam an meinen neuen Rucksack. Man muss ihn einfach sehr gut packen weil er nicht wirklich einen Rahmen hat wie andere Rucksäcke. Deshalb ist er ja auch so leicht. Für eine längere Tour müsste ich aber einen engeren Hüftgurt haben, ich bin nämlich schon bald wieder am Anschlag. Aber für diese Reise wird es wohl reichen. Normalerweise fange ich erst nach ca. 3 Wochen an abzunehmen.

Heute Morgen gab es bereits um 7.30h Frühstück. Normalerweise kriegt man überall erst ab 8.30h weil das Brot erst dann kommt. Deshalb konnte ich auch bereits um 8.10 los. Dies entspricht eher meinem Rhythmus.

Wer wohl auf dem Haus auf der Insel wohnt?

Es ging immer der Küste entlang auf einem schmalen Pfad. Ich glaube wild zelten kann ich hier vergessen. Es gibt ganz selten Stellen wo man ein Zelt aufstellen könnte. Dafür ist der Pfad einfach zu schmal und wie das am Strand gehen soll weiß ich auch nicht. Ich glaube da braucht es spezielle Heringe oder man muss sie mit Steinen beschweren sofern man welche findet. In Saint Brieux werde ich Kimby fragen wie sie das so macht. Mit ihr bin ich auf dem PCT die letzte Woche in Washington gelaufen. Wir sind also zusammen in Canada angekommen. Ich freue mich sie zu sehen, hoffe es klappt.

Im Moment gibt es nur Pausen mit schöner Aussicht nämlich aufs Meer. Die erste Pause saß ich an einem kleinen einsamen Strand. Irgendwann kam dann ein Pärchen mit Hund. Sie ging nackt baden und der Freund stand einfach so rum. Ich glaube der hat wirklich darauf gewartet, dass ich gehe. Kaum habe ich meine Sachen gepackt und bin losmarschiert, hat er sich die Kleider vom Leibe gerissen und ging auch schwimmen. Ich musste schmunzeln, war ja auch mal jung😉.

Hier in Frankreich sind sie viel extremer mit Covid als bei uns. Da muss man auch auf der Terrasse noch eine Maske tragen. Manchmal ist es schon fast etwas absurd. Ich kam musste ein Maske anziehen. Am Tisch durfte ich sie abnehmen. Als sie mir den Kaffee brachte musste ich sie wieder aufsetzen. Dann ging ich aufs Klo und ein Mann wollte anschließend auch auf die Toilette. Der musste warten bis sie desinfiziert hatte. Bei uns fühlt sich das Ganze doch etwas entspannter an. Die Franzosen sind auch ziemlich sauer auf die Regierung wegen der langen Ausgangssperren. Nur arbeiten und schlafen durften sie hat mir eine Französin erzählt. Da hatten wir es fast schon gut mit unserem schweizerischen Sonderweg. Es ist wird aber auch nicht überall gleich streng gehandhabt. Hier auf dem Campingplatz hat auf der Terrasse draußen niemand eine Maske an.

Traumhaft schöne Strände hat es im Norden

Heute habe ich den Mont Saint Michel whs. zum letzten Mal gesehen. Die bretonische Küste ist so verwinkelt, dass ich den Mont jeden Tag gesehen habe. So ein bisschen wie eine Fatamorgana am Horizont. Ja und ich bleibe dabei, von weitem ist er am schönsten. Da hat er etwas mystisches. Wenn man dort ist, ist es leider nur noch touristisch.

Seetang und Algen bei Ebbe

Es hat heute nie wirklich geregnet aber den ganzen Tag etwas genieselt. Es war aber nie so stark, dass man das Gefühl hatte nass zu werden oder dass ich meine Regenausrüstung hätte anziehen müssen. In der Bretagne ist das whs. ein richtig schöner Tag😂. Ein Franzose meinte gestern, dass der Juli dieses Jahr so schlecht sei wie schon lange nicht mehr. Ich habe ihn damit getröstet, dass es bei uns auch nicht besser sei. Vielleicht erlebe ich ja noch einen schönen Tag in der Bretagne, wer weiß. Aber das Wetter ist nicht einfach schlecht, es ändert sich ja ständig und ab und zu sehe ich ja auch die Sonne. Irgendwie mag ich dieses nordische Wetter auch. Die Stimmungen sind teilweise sensationell.

Heute zahle ich 6 Euro für das Internet, so schlecht war es aber noch nie. Ich schaffe es kaum die Bilder hochzuladen.