32. Tag, Tentsite, Meile 407.4, Höhe 1620m

Irgendwie haben wir es heute geschafft 18 Meilen zu laufen. Trotz meiner schlaflosen Nacht. Ich hatte die Rain Fly nicht auf dem Zelt und plötzlich hörte ich nur noch komische Geräusche. Man fühlt sich schon verletzlich in so einem Zelt und ich hatte Angst, dass plötzlich ein Bär oder ein Puma reinschaut. Ja und wenn man nicht schlafen kann, dann stellt man sich allerlei Dinge vor, die einem auch wieder nicht schlafen lassen. Ich war dann jedenfalls froh als es endlich 6.00 war und ich aufstehen konnte. Ich war nicht sehr gut gelaunt nach dieser Nacht. 

Wir sind um Punkt 7.00 los und irgendwie tat uns noch alles weh vom Vortag. Es dauert dann eine Weile bis die Muskeln wieder warm gelaufen sind und man sich wieder normal bewegen kann. Wir mussten heute diese 2.7 Meilen auf dem Highway laufen. Wir haben die ganze Zeit geredet und die Zeit ging so schnell vorbei, dass wir fast die Abzweigung zur Buckhorn Campsite verpasst haben. Gut haben wir noch schnell nachgeschaut. 

Auf dem Campingplatz konnten wir Wasser auffüllen und auch Unterhose und Socken auswaschen (ohne Seife). Dann ging es auf dem Burkhart Trail, einem schönen Fluss entlang, zurück zum PCT. Da haben wir schon wieder fast die Abzweigung verpasst aber eine von uns beiden ist immer wachsam. 

Wir machen uns momentan viele Gedanken über die Sierra weil die ja noch total eingeschneit ist. In 3 Wochen sind wir bereits in Kennedy Meadows, dem Tor zur Sierra Nevada. 

Wir haben heute die Campsite mit Wasser nicht gefunden deshalb mussten wir trocken campen. Morgen gibt es aber schon wieder Wasser im ca. 4 Meilen. Habe heute die Rain Fly auf mein Zelt gemacht damit ich mich heute Nacht gut beschützt fühle und schlafen kann. 

2 Antworten auf „32. Tag, Tentsite, Meile 407.4, Höhe 1620m

  1. Liebe Françoise , es ist wieder einmal so spannend über all deine Erlebnisse auf dem Trail zu lesen und die Bilder dazu anzuschauen.Schon speziell ,dass ihr jetzt noch in dieser Hitze unterwegs seid, sehr bald jedoch schon im Schnee.Wie geht es Christine nach dieser Fliegen-ins-Ohr-Attacke ? Man rechnet immer mit Schlangen und Pumas, jedoch nicht mit so kleinen Biestern die ausgerechnet ins Ohr fliegen ! Da habt ihr gute „erste Hilfe“ improvisiert .Ich hoffe sehr, du wirst auch die nächsten Berge trotz Höhenmeter gut überschreiten können, mach einfach alles in deinem Tempo und im Einklang mit deinem Körper, dann wird’s schon gehen.Drücke dich.

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    1. Christine geht es gut sie heißt jetzt D-Hiker. Die Fliege ist wahrscheinlich immer noch im Ohr stört sie aber nicht. Bei Gelegenheit wird sie wohl zu einem Arzt gehen Dass der ins Ohr schaut. Mich wollen sie Dr. Françoise nennen, Sperre mich aber noch gegen den Namen.

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