7. Tag, Scissors Crossing, Km 124.1, Höhe 678m

Jetzt habe ich gerade den gesamten Blogeintrag verloren und muss noch mal vorne beginnen😖.

Bin heute Morgen bereits um 7.00h gestartet. Dank David musste ich nicht noch einmal die 2 Meilen zur Quelle runterlaufen. Als ich gerade loswollte sah ich wie er Wasser aus dem Tank abfüllte und ich habe dann auch noch 1.5lt rausbekommen aber der Tank ist sozusagen leer. Dies ist ein Wassertank den sie zum Löschen von Waldbränden benötigen also sollte es jetzt besser kein 🔥 geben.

Um 7.00 bin ich dann beschwingt los, trotz meinen 3.5lt Wasser auf dem Buckel. Die 15km bis Scissors Crossing gingen bei der wunderschönen Landschaft ganz schnell vorbei. Sobald ich in Warner Springs bin werde ich eine Ladung Fotos auf Instagram hochladen, versprochen😉.

Beim Scissors Crossing, wo über 100 Gallonen Wasser für die Hiker, also auch für mich😉, gelagert werden, wurde ich mit lautem Hallo empfangen. Ich habe mich zuerst umgeschaut ob die wirklich mich meinen und habe dann einfach zurück gewunken. Mir wurde gleich ein Gatorade und eine Banane in die Hand gedrückt. Da gab es Hot Dogs, Pasta, Kuchen, Früchte, Chips und vor allem Tonnen von Bier😍. Alles was das Hikerherz begehrt und noch mehr. Ich musste noch Food kaufen und wurde zusammen mit David in die Stadt nach Julian gefahren. In Julian haben wir schnell unsere Einkäufe erledigt und sind dann zu Moms Pie wo PCT Hiker Gratiskuchen mit Schlagrahm oder Eiscreme und ein Getränk erhalten. Man muss einfach sein PCT Longdistance Permit zeigen. Anschließend wurden wir von Trail Angeln wieder zurück zum Scissors Crossing gefahren. Und ich hatte mir zuvor Sorgen gemacht wegen meinem ersten Hitchhike.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich hier hängengeblieben bin. Ich hatte drei Bier, meine ersten überhaupt auf dem Trail. Die Leute, die diese Party hier organisiert haben, sind Teil der PCT Class von 2016. Es ist ihre Art zurück zu geben was sie auf dem Weg erhalten haben. Sie wollen auch kein Geld, wir sollen einfach unseren Mithikern helfen wenn sie Hilfe benötigen. Das ist der Spirit vom PCT und die Trail Comunity. Ich bin jetzt schon völlig Fan von diesem Weg, nicht nur von der Wahnsinns Landschaft sondern auch von den Menschen hier. They are just AWESOME!

Tag 6, Rodriguez Spring Road, Km 109.4, Höhe 1113m

Ich war in meinem Leben noch nie so schmutzig. Ich sehe einem Vagabund oder jemandem der auf der Straße lebt immer ähnlicher. Das beste am Ganzen ist aber, dass interessiert hier draußen kein Schwein. Es sind alle gleich versifft. Habe heute Morgen ganz erstaunt festgestellt, dass ich zwei Tage vergessen habe meine Zähne zu putzen. Ja Sauberkeit und Hygiene verlieren ihre Wichtigkeit hier auf dem Trail, es ist auch gar nicht möglich, ihr solltet mal meine Hände und Füße sehen😁😁😁. Morgen geht es nach Julian und dann hat dieses Lotterleben vorübergehend sein Ende. Muss Proviant kaufen für die nächsten drei Tage und dann gibt es auch noch Gratiskuchen für jeden PCT Hiker!

Es war ein total schöner Tag heute und es gab für ca. 17 km kein Wasser. Deshalb musste ich 3.5lt (!) Wasser schleppen. Puuuhhhh! Ich bin aber schon stärker geworden und der Rucksack wird dann ja während des Tages immer leichter. Eigentlich wollte ich noch weiter heute Abend aber der Wassertank hier war leer und so musste ich noch 1.5 km hin und zurück laufen bis zur nächsten Quelle. Deshalb bin ich dann gleich hier geblieben.

Zum Nachtessen gibt es Suppe (Ramen) oder Kartoffelstock. Kann mich gar nicht entscheiden bei soviel Auswahl😉.

Tag 5, Tentsite Oriflamme Canon, Km 90.3, Höhe 1585m

Ei, ei,ei. Das war vielleicht eine Nacht und dazu eine schlaflose. Mein neues Zelt wurde vom Wind umtost und ich habe einfach gehofft, dass es nicht gerade in der ersten Nacht in Stücke gerissen wird. Als ich mein Zelt aufgebaut hatte, habe ich eigentlich das Zelt in den Wind gestellt, so wie man es tun sollte,  nur hat der Wind dann leider gedreht und kam von der Seite. Es hat immer die linke Zeltwand eingedrückt. Ich habe mich beim Blogschreiben konstant verschrieben weil ich immer wieder einen Windstoss von links abbekam. Grosse Angst hatte ich nicht, aber was unangenehm war, war der Lärm des Windes. Ich habe dann irgendwann meine Ohropax reingestopft und gedacht, falls das Zelt zusammenklappt kann ich sowieso nichts daran ändern und merken tue ich das dann früh genug. An Schlaf war aber leider trotzdem nicht zu denken. Um 5.30 habe ich deshalb bereits meine Sachen gepackt und bin Richtung nächste Wasserquelle losmarschiert.  Denn das ist das einzige was wichtig ist: WASSER! Gegen Mittag haben sich dann alle auf einem schönen schattigen Picknickplatz getroffen und sind zusammen ausgehangen. Man trifft schon tolle Leute hier auf dem Trail. „Jerks“ sind mir noch keine begegnet. Eine Amerikanerin hat mich gefragt, ob ich die grosse Klapperschlange gesehen hätte? Nein hatte ich nicht, bis jetzt habe ich nur zwei Baby Klapperschlangen gesehen. Die kleinen seien aber auch gefährlich weil sie erstens noch nicht klappern können und zweitens ihr Gift nicht kontrollieren können. Das heisst sie lassen gleich das ganze Gift raus. Bin gar nicht unglücklich, dass ich noch von keiner ausgewachsenen Klapperschlange erschreckt wurde.

Ich wollte mir am frühen Nachmittag bereits eine Tentsite suchen, sodass ich Zeit gehabt hätte zum gemütlichen Kaffee trinken und vor allem Stretching. Aber es kam mal wieder alles ganz anders. Um15.30 war ich an der perfekten Stelle zum campen. Wahnsinns Aussicht! Es hatte nur einen kleinen Haken, als mein Zelt bereits stand fing es wieder tierisch an zu winden. Ich habe es dann noch an einer anderen Stelle probiert aber da konnte ich nicht mal das Zelt aufstellen. Ich war völlig entnervt 😒! Nichts mit gemütlich und so… Es kamen einige Hiker vorbei die hofften, dass es mich nicht davon blasen würde. Um 17.30 hatte ich genug und habe mein Zelt wieder zusammengepackt. Ich bin nur ein paar Meter weitergelaufen und da waren Helen und Trump Solo. Sie haben mich eingeladen mit Ihnen zu campen und ich verbrachte noch einen sehr angenehmen Abend mit ihnen. Und das ohne Sturmböen😆.

Tag 4, Tentsite after Mount Laguna, Km 72.7, Höhe 1778m

Heute Nacht habe ich zum ersten Mal gefroren. Es war bitterkalt und ich hatte alles an was ich dabei hatte. Muss wohl nicht erwähnen, dass ich kaum ein Auge zu getan habe😖. Hätte wohl doch den wärmeren Schlafsack kaufen sollen. Ich bin dann am Morgen mit verquollenen Augen aufgewacht und als ich aus dem Zelt kam war da Valeska die genau so ein verquollenes Gesicht hatte. Wir haben dann nur lakonisch gemeint Gottseidank haben wir keinen Spiegel dabei.

Um 7.00 sind bereits ganze Scharen von Hikern an uns vorbeigerauscht und wir haben noch ganz verschlafen unsere Sachen zusammengepackt. Wir gehören eher zur Schildkrötenliga als zu den Ferraris auf dem Trail. Aber warum sollen wir uns auch beeilen? Es nützt uns nichts wenn wir bereits Ende Mai in Kennedy Meadows (High Sierra) sind, die Berge sind frühestens Mitte Juni passierbar.

Ich habe es heute gemütlich genommen und bin 6km bis Mount Laguna gelaufen. Dort habe ich dann auch Romana getroffen, die hatte mich am frühen Morgen bereits überholt als ich noch im Zelt war. Sie macht viel grössere Etappen wie ich, 32km sind für sie kein Problem. Wir haben dann zusammen gefrühstückt, endlich mal wieder richtiges Essen! Ich hatte eine Tortilla, die war super lecker. Romana ist dann bald schon weiter gezogen und ich bin zum Outdoorladen und habe mir ein neues Zelt gekauft. Der Weg ist einfach zu lang um mich mit einem Zelt rumzuschlagen mit dem ich nicht zurechtkomme. Ich musste dann noch Essen für 4 Tage bis Warner Springs besorgen.

Ja und am Schluss kam das Beste: Die erste Dusche nach bald 4 Tagen! Einfach göttlich😁. Zuerst musst ich aber noch Seife besorgen. Ein anderer Hiker, David, hatte das gleiche Problem und so sind wir zusammen runter gelaufen bis zum Outdoorstore wo wir Seife kaufen konnten. Dann ging es zurück zum Campground und direkt zur Dusche. Endlich mal wieder frische Unterwäsche! In der Dusche musste man Münzen einwerfen und für einen Dollar konnte man ganze 4 Min. (!) duschen. Ich hatte 2 Dollar und wollte gleich noch einen Teil meiner Kleider waschen. Da muss man richtig erfinderisch sein und vor allem bereit, denn sobald man das Geld einwirft fliesst das Wasser. Zuerst habe ich den Plastikmülleimer umfunktioniert und meine schmutzigen Kleider darin eingeweicht. Dann habe ich mich geduscht und eingeseift. Der erste Dollar war bereis weg. Dann habe ich die Kleider gewaschen, das Seifenwasser ausgeschüttet und den zweiten Dollar eingeworfen. Schnell abduschen und dann den Eimer wieder mit Wasser füllen. Puuuhhhh, war das stressig aber ich habe es irgendwie hinbekommen. Draussen habe ich dann meine frisch gewaschenen Kleider ausgebreitet und antrocknen lassen denn ich wollte noch 4km bis zur nächsten Campsite laufen. Um 16.30 bin ich dann losmarschiert. Es war so ein tolles Gefühl sauber zu sein. Habe das Gefühl auf dem Trail angekommen zu sein und fühle mich so frei. Als ich bei der Campsite ankam waren schon zwei Jungs da, die Namen habe ich schon wieder vergessen (Jan und Manu). Ratet mal woher die kamen? Aus Zürich!

Jetzt liege ich in meinem neuen Zelt und draussen stürmt es. Hoffe das es hält, fühle mich aber sehr wohl darin. Die Jungs haben mir geholfen es aufzubauen, da sie das gleiche haben! Bin an einem irre schönen Ort wo man einen Wahnsinnsausblick auf die Wüste hat. So werde jetzt meine Ohropax reinstecken und hoffen dass mein Zelt nicht kaputt geht bei diesem Wind. Wäre irgendwie bescheuert wenn es die erste Nacht nicht überleben würde… Falls es zusammen krachen sollte werde ich das ja früh genug merken, trotz den Ohropax!

Tag 3, Tentsite among the dead trees, Km 60.57, Höhe 1657m

Heute ging es vor allem in eine Richtung nämlich hinauf. Es war teilweise wieder atemberaubend schön. Manchmal kam es mir vor wie im wilden Westen und es hätte mich nicht gewundert, wenn ein paar Indianer hinter einem Felsen hervorgeschaut hätten. 

Ansonsten geht es bei mir eher langsam vorwärts denn ich habe eine Infektion am Zeh. Sieht aus wie ein Umlauf. Gar nicht gut auf dem Trail wo man immer dem Dreck ausgesetzt ist. Muss in Mount Laguna Antibiotika Salbe kaufen und kann nur hoffen das es besser wird sonst werde ich aussetzen müssen bis die Infektion abgeheilt ist. Sonst habe ich körperlich keine großen Probleme. 

Gegen Abend kam ich zur oben erwähnten Campsite.  Da saßen schon zwei junge Männer. Ich habe sie begrüßt und gefragt ob dies die Campsite bei den toten Bäumen sei. Woraufhin sie gemeint haben, dass sie weiterziehen und nicht mit mir hier campieren würden. War irgendwie komisch vielleicht hatten sie Angst, dass ich mich an Sie anhängen wollte. Ich habe dann nur gemeint, dass es ja Platz für alle hätte und dass ich auf jeden Fall hier bleiben würde. Tia, es hat halt auch komische Käuze auf dem Trail. 

Ich hatte mich schon darauf eingestellt meine erste Nacht alleine zu campieren und war darüber auch nicht sonderlich beunruhigt. Dann haben sich bald aber noch 2 Paare dazugesellt und schließlich kamen auch noch Valeska und Hinrich, die Deutschen mit denen ich bisher jeden Abend zusammen war. Die beiden sind total nett und wir hatten es richtig lustig. Um 20.00 haben wir uns dann in die div. Zelte zurück gezogen denn es war richtig kalt. Bis ich im Zelt alles organisiert habe und bereit bin für ins Bett vergeht meistens noch eine Stunde. Um Hikermidnight, dies ist um 21.00 h ist dann aber endgültig Schluss. 

Tag 2, Bolder Oaks Campground, Km 41.9, Höhe 970m

Ich habe wunderbar geschlafen in meinem Zelt trotz schwierigem Aufbau. Mit Froschgequake eingeschlafen und mit Vogelgezwitscher aufgewacht. Zum Frühstück gabs Haferflocken und Kaffee. Das Abbauen des Zeltes und Packen des Rucksacks dauert noch ziemlich lange. Habe fast 2 Std. gebraucht. Dies wird bestimmt noch besser werden. Dann kam der steile Aufstieg Richtung Lake Morena und ich hatte überhaupt keine Energie. Wahrscheinlich war ich noch müde von Gestern. Aber an Schönheit ist dieser Trail kaum zu übertreffen. Es ist einfach grandios! Ich habe es mir viel karger vorgestellt, nicht so vielseitig und grün. In Lake Morena sind wir zum ersten Mal mit Trail Magic überrascht worden. Auf dem Campingtisch stand eine Kühlbox mit Cola, Bier und sogar etwas Gras lag gekühlt dabei😉. Daneben lag noch ein leckeres Mountain House Dinner was ich mir gleich fürs Abendessen mitgenommen habe. Man hatte sogar den Rand angeschnitten um es leichter zu machen. So dachte ich auf jeden Fall, denn als ich abends mein leckeres Essen vorbereiten wollte musste ich feststellen, dass sich in dem Beutel nur Abfall befand. Krass oder? Musste dann halt mein Menü auf Cous Cous umstellen😖.

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Wir mussten heute auch unsere ersten Flüsse überqueren. Das heißt Schuhe aus, Wasserschuhe an und möglichst ohne umzufallen den Fluss oder Bach durchqueren. Ein richtiger Thru Hiker zieht die Schuhe nicht aus sondern läuft in seinen Trailrunnern ohne mit der Wimper zu zucken einfach durch. Vielleicht werde ich ja auch noch so tough und cool😉.

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Wir sind jetzt auf einem Campground. Man wählt sich einfach eine Stelle aus und wirft dann am nächsten Tag einen Briefumschlag mit dem Geld in den Kasten. Was wir übrigens heute Morgen vergessen haben😬.

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Ich hatte übrigens wieder einen Kampf mit meinem Zelt. Zu meiner Entlastung muss ich aber sagen, dass es tierisch gewindet hat. Schon mal probiert ein Zelt bei starkem Wind aufzustellen? Eben. Zudem war der Boden an der einen Stelle zu weich und an der anderen zu hart. Ich habe 3 Anläufe genommen und immer wieder die Stelle gewechselt. Es war zum verzweifeln! Ich muss aufpassen, dass mein PCT Name nicht „die mit dem Zelt kämpft heißt“. Es ist so ein Brauch auf diesem Trail, dass man einen Trailnamen erhält…

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So ich werde jetzt ins Zelt gehen, es steht noch, und ein Spongebad nehmen. Das heißt den Schweiß mit einem feuchten Bandana abwischen, so gut es geht, damit man dann in seine Schlafkleider steigen kann.

 

Tag 1, Hauser Creek, km 24.7

Was für ein erster Tag! Heute morgen um 6.00 war Abfahrt Richtung Mexikanische Grenze. Wir hatten mit dem Auto eine Stunde und mir war ziemlich schlecht, vor Aufregung aber auch weil ich nicht viel geschlafen hatte. Mein Blutdruck war komplett in Keller und ich konnte mir in diesem Moment nicht vorstellen wie ich in meinem Zustand auch nur einen Schritt Richtung Kanada machen könnte. Wir sind dann Richtung PCT Monument gelaufen und haben die obligaten Fotos geschossen. Ja und dann war es endlich soweit, wir haben unseren Rucksack geschultert und haben uns auf den Weg gemacht. Zuerst wusste ich nicht in welche Richtung und Scout fragte mich ob ich den nicht zugehört hätte. Ich sagte, Nein, ich wäre viel zu aufgeregt. Er lachte und meinte, gehe einfach nach Norden. In dem Moment als ich losgelaufen bin war plötzlich alles gut. Wie wenn ich das schon immer gemacht hätte. Die Nervosität war weg, ich hatte keine Angst mehr und  schlecht war mir auch nicht mehr. Ich habe die ersten Schritte auf dem PCT zusammen mit Estefania gemacht. Sie kommt aus Südamerika lebt aber in Madrid. Sie hat einen ganz kleinen Rucksack, ein Basisgewicht von ca. 6kg!

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Ich musste bald zum ersten Mal in die Büsche, weil die Blase drückte. Dabei ist mir meine Sonnenbrille runtergefallen ohne dass ich es gemerkt hätte. Als ich Estefania schon wieder eingeholt hatte bemerkte ich Gottseidank, dass sie fehlte. Ich lief zurück und da lag sie auf dem Boden und wartete auf mich. Geht ja wohl nicht, dass ich in der ersten Stunde auf dem PCT bereits etwas verliere!

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Estefania lief schneller als ich und so trennten sich unsere Wege immer wieder aber spätestens wenn ich Wasser benötigte holte ich sie wieder ein. Da es ein schneereicher Winter war hatten wir immer genügend Wasser. Jeder kleine Bach oder Fluss war am fliessen dieses Jahr. In den letzten 6 Jahren der Trockenheit, mussten die Hiker viel mehr Wasser schleppen als wir heute. Ich wurde dann auch etwas nachlässig und habe meinen Wasservorrat nicht ganz aufgefüllt bei der letzten Möglichkeit, sodass ich dann gezwungen war bis Hauser Creek durchzulaufen. Estefania beschloss, bereits früher zu campen. Vielleicht auch wegen dem attraktiven jungen Hiker, der gerade auf der Campsite erschienen war? Na ja, ich hatte auf jeden Fall keine Wahl und zog alleine weiter. Sehr bald kam dann wieder ein Bach wo ich mein Wasser auffüllen konnte.

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Am Hauser Creek waren schon einige Hiker und ich suchte ein Plätzchen für mein Zelt. Ich hatte dieses Zelt noch nie aufgebaut deshalb war ich etwas nervös. Als es endlich stand wollte ich es noch etwas spannen und dann brach die ultraleichte Zeltstange! Kann doch wohl nicht wahr sein und dies am ersten Tag! Ich musste dann das Zelt mit meinen Trekkingstöcken aufbauen. Als ich fertig war holte ich meinen Foodsack aus dem Zelt und setzte mich zu den deutschen Hikern. Ich gönnte mir am ersten Abend eine Lasagne von Montain House, mmhhhh lecker! Nach dem Abendessen wollte ich mich in mein Zelt zurückziehen. Ich kam mit meinem Fuss an den Trekkingstock und mein ganzes Zelt brach wieder zusammen! Mann war ich genervt! Ich beschloss, dass ich mich kein halbes Jahr mit diesem Zelt rumschlagen würde, sondern ein neues kaufe! Schlussendlich stand es aber wieder und ich konnte endlich mein müdes Haupt hinlegen.