28.Tag, Guffy Spring Campsite, Meile 364.4, Höhe 2500m

Mann oh Mann, das war hardcore heute. Ja und trotzdem haben wir 17 Meilen geschafft, aber nur weil Christine und Agnes mich gezogen haben gegen Schluss (ist natürlich nur bildlich gemeint, laufen musste ich schon selber😉). Wie ihr bereits vermutet habt ging es den ganzen Tag nur in eine Richtung nämlich hoch. Wir sind von ca. 1000m auf 2350m aufgestiegen. Auch wenn der PCT meistens in Serpentinen aufsteigt war es sehr anstrengend. So ab 2000m spüre ich dann auch die Höhe und das Atmen wird schwieriger. Frage mich gerade wie das dann bei 3000 oder 4000m wird🤔, aber das sehen wir dann wenn es soweit ist. 

Wir machen jeweils ca. 1 Std. nach dem Aufbruch unsere Frühstückspause, dann 2 Std. später eine Snackpause und gegen Mittag eine längere Lunchpause. Unser Ziel ist es im Moment, bis 12.00 10 Meilen gelaufen zu sein (16km). Das haben wir auch heute geschafft, mussten aber eine Std. früher aufbrechen. 

Während der Mittagspause wurde Christine plötzlich schmerzhaft aufgeschreckt weil sie eine Fliege oder sonst ein Tier in ihrem Ohr hatte. Habe versucht es mit Wasser auszuschwemmen oder zu ersäufen. Dies hat aber nur kurzzeitig funktioniert und dann fing die Fliege wieder an rumzukrabbeln, was Christine wieder starke Schmerzen verursachte. Wir mussten eine andere Substanz finden um die Fliege zu töten. Gottseidank hatten wir Internet und die Lösung war rasch gefunden: Öl! Murphy hatte Kokosöl dabei und ich eine 2ml Spritze und somit war das Ende der Fliege besiegelt. Arme Fliege aber warum musste sie auch in Christines Oh fliegen… Christine ging es sogleich besser. Habe ihr noch empfehlen, dass in Wrightwood ein Arzt ins Ohr schaut und wenn es keinen hat versuchen wir nochmal zu spülen. 

So um 14.00 ging es dann weiter nachdem wir von dem Vorfall unsanft aus unserem Mittagsschläfchen geweckt worden waren. Es war langsam heiss und ich habe seit längerem wieder mal den Sonnenschirm aufgespannt. Das letzte Stück zum Guffy Campground war dann nochmal echt hart. Es ging so steil den Berg hinauf, dass ich Angst hatte rückwärts den Berg runter zu rollen. 

Dies hier ist eine öffentliche Campsite mit Anschluss zur Straße, deshalb hatte es auch Weekender von Los Angeles da. Aber die waren eigentlich ganz anständig und auch nicht betrunken. Da war ein weißer Hund mit hellblauen Augen, welcher sich zu mir hingezogen fühlte, vielleicht war es ja mein überreifer Duft… Sein Herrchen hat ihn immer wieder zurück gepfiffen, er wollte wohl nicht, dass er sich mit stinkenden, schmutzigen Hikern abgibt😂. 

So ich hoffe gut schlafen zu können und auch dass wir keinen Besuch von Bären oder Mountain Lions bekommen. Vor 3 Tagen soll hier ein Puma rum geschlichen sein. 

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