25.04.2022 Fuenteroble de Salviaterra – 30 km

Heute habe ich alle eingeholt mit meinen 30 km. Jean-Pierre ist hier, the Last English Man Marc, die zwei Holländer, Ulrike und Jascha. Anna und Bill sind auch hier. Die einzigen die fehlen sind Gitte und Jan. Ehrlich gesagt habe ich noch nie so viele Pilger aufs Mal gesehen. Alle wollten nach Fuenteroble zu Don Blas.

Plötzlich hat es überall Laubbäume

Hier gibt es eine kirchliche Herberge und die ist ziemlich berühmt auf der Via de la Plata auch wegen dem Pfarrer Don Blas. Normalerweise kocht und isst man hier zusammen aber da es immer noch Covid gibt, findet das im Moment nicht statt. Wir bekamen aber trotzdem eine Suppe und Empanada. Anna machte noch ein riesigen Salat und wir aßen alle aus der selben Schüssel. Covidtechnisch nicht so ideal😬. Bill hatte noch eine Flasche Wein gekauft und so saßen wir alle draußen und froren uns den Hintern weg im Moment wo die Sonne unterging.

Vía Verde

Um 8.30 kam Don Blas vorbei und lud uns in die Kirche ein zum Pilgersegen. Wir schafften es kaum den Salat fertig zu essen. Ich zog mich noch schnell wärmer an, denn Fuenteroble liegt auf ca. 950m.

Pilgerbrunnen in La Calzada de Béjar

Dann gingen wir alle in die Kirche. Anna und Mohammed mussten übersetzen weil sie beide spanisch sprechen. Gemäß Don Blas haben wir bereits die Hälfte des Weges hinter uns und es soll jetzt auch einfacher werden. Es war sehr schön und am Schluss standen wir alle im Kreis und hielten uns an den Händen. Don Blas spritze uns Wasser ins Gesicht um uns zu segnen. Es fühlte sich gut an und dann liefen wir alle zurück zur Herberge.

Cordillera Blanca (?)

Bill ist sein Handy abhanden gekommen, das ist ziemlich blöd. Hoffentlich findet er es noch. Update: Er hat es Gottseidank wieder gefunden. Kurz vor der Kirche war er noch pinkeln ja und da lag es noch…

Hier gibt es eine Brücke über den Bach

Heute Morgen bin ich bereits um 7.20h losgelaufen. In der Herberge habe ich ein tolles Frühstück erhalten und einen riesengroßen Kaffee wie zu Hause. Ich war auch die Einzige die Kaffee trank😉.

Sieht aus als hätte sich die Kuh die oberen Haare gefärbt

Aus der Brasilianerin Angelina wurde ich nicht so richtig schlau. Sie mag es nicht einen Rucksack zu tragen, sie nimmt ständig den Bus oder ein Taxi und läuft nur kurze Etappen aber auch die nicht auf dem Pilgerweg. Tönte für mich alles etwas wirr. Mir war nicht ganz klar ob sie Touristin oder Pilgerin ist. Aber eben, jedem seinen eigenen Camino.

Die erste blaue Kachel

Es war sehr kalt am Morgen, gerade Mal 6 Grad gab meine App an. Ich bin zügig los und es ging zuerst auch eher runter.

Ich laufe mal wieder auf der Strasse, schön ist es trotzdem

Seit ich in Kastillien und Leon bin hat sich die Umgebung komplett verändert. Es hat plötzlich ganz viele Laubbäume. Auch ist hier die Vegetation viel weniger weit. Es fühlt sich vielmehr nach Frühling an als in der Extremedura. Die Wälder sind auch noch ziemlich kahl hier.

Schon wieder ein Brunnen für die Pilger

Der große Schneeberg, den ich Cordilliera Blanca nenne weil ich immer vergesse nachzuschauen wie er heißt, sah ich auch immer wieder. Ziemlich beeindruckend.

In Fuenteroble schläft man vor der Haustür

Ich sah heute nur zwei andere Pilger ansonsten war ich alleine unterwegs. Ich ertappte mich heute dabei wie ich vorwärts preschen wollte. Ich hörte nur meinen Atem und das Klacken der Stöcke. Ich habe angehalten und dann hörte ich Vogelgezwitscher. Das war einfach schön. Manchmal ist man so gefangen in den Kilometern die man zurück legen möchte und kriegt die Umgebung und die Geräusche gar nicht mit.

Die Kultherberge in Fuenteroble

Ich kam an einer Kuhherde vorbei die gerade Siesta machte und schloss mich ihnen an. Da war ein Weiher und man hörte das Quaken der Frösche. Ich habe mich in die Wiese gelegt und es einfach genossen. Danke an die Kühe, dass sie mich daran erinnert haben den Weg zu genießen und nicht einfach Kilometer runter zu Spulen.

Bill, Anna, Mohammed, Jascha, Ich, Rob und Rick

In Fuenteroble angekommen traf ich viele bekannte Gesichter und setzte mich gleich für eine Clara zu Jean-Pierre.

Rob und Rick aus Holland. Die Helden die halfen Die Kuh und das Kalb zu retten

Heute hat Marjke aus Dänemark einem Kalb geholfen. Irgendwie war es außerhalb des Geheges gelandet und die Mama war auf der anderen Seite. Sie hat es kurzerhand aufgehoben und auf die andere Seite gehievt.

Die Kirche von Fuenteroble
Santiago Apóstol und Don Blas. Leider nur von hinten.

Eine Antwort auf „25.04.2022 Fuenteroble de Salviaterra – 30 km

  1. einfach toll, dir zu folgen
    so Vieles direkt vom Camino erfreut mein Herz, und bringt Erinnerungen von eigenen Wegen.
    Gut der Natur und den Tieren zu folgen um die eigene Hektik zu vergessen.
    Du bist angekommen auf einem sehr interessanten Weg.
    lieben Gruss

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