20.04.2022 Cañaveral – 33.4 km

Ich habe es wirklich geschafft, ich bin um 16.00 in der Albergue von Cañaveral angekommen💪. Total müde und mit schmerzenden Füßen aber trotzdem sehr glücklich und zufrieden, dass ich es geschafft habe.

So langsam wird es heller

Heute Morgen bin ich um 6.45h los. Ich bin im Dunklen gestartet. Das war vorerst kein Problem weil ich durch das Städtchen laufen musste. Als ich aber rauskam war es schon recht dunkel. Hätte meine Taschenlampe bereit halten sollen.

Es ist schön so früh unterwegs zu sein

Vor der Albergue zog ich gleich mal meine Regenausrüstung an, denn es war schweinekalt und es blies ein starker kalter Wind. Ja und er kam natürlich von vorne, wie soll es auch anders sein🤬. Zusätzlich zog ich Mütze, Handschuhe und Halstuch an. Also praktisch alles was ich dabei habe.

Einfach schön hier

So langsam fing es an heller zu werden und die Weite der Landschaft hatte durchaus seinen Reiz. Ich habe anfangs sehr wenig fotografiert weil es einfach zu kalt und mit Handschuhen zu umständlich war das iPhone herauszuholen.

Traumhaft

Die Kälte half auch um schneller vorwärts zu kommen man hatte nicht wirklich Lust anzuhalten. Ich hatte mir vorgenommen nur alle 2 Stunden eine Pause einzulegen.

Der Stausee ist noch ganz weit weg

Bald schon sah ich von Weitem den Stausee mit seinem blauen Wasser. Im Frühling hat er wohl mehr Wasser. Ein richtiger Blickfang!

Erinnerung an die Endlichkeit

Ich musste heute 5 km entlang der Nationalstraße auf dem Pannenstreifen laufen, da ging mir so langsam die Energie aus. Ich brauchte dringend einen Platz wo ich mich hinsetzen und was essen konnte. Nicht so einfach entlang der Nationalstraße. Ich fand dann aber eine Stelle wo ich durchs Gebüsch konnte und da war ein kleiner Platz wo ich mich hinsetzen konnte. Ein bisschen später wäre ein super Platz mit Aussicht auf den Stausee gekommen aber das war mir dann egal. Wenn ich was essen muss, muss das möglichst schnell sein.

Auf der Brücke mit Sturmwind

Zwei andere Pilger erfreuten sich dann an der schönen Aussicht. Sie hatten mich vorher aus dem Gebüsch kommen sehen und mich kurz komisch angeschaut. Sie glaubten wohl ich musste mal😂.

Embalse de Alcántara

Auf der ersten Brücke, die ich überquerte windete es derart stark, dass ich meinen Hut festhalten musste und es war saukalt. Aber ich habe es trotzdem geschafft ein Foto zu schiessen ohne dass mir das iPhone aus der Hand flog💪.

Nach der Tajo-Brücke konnte man einen alternativen Weg gehen, wo man den Abschnitt auf der Strasse um 1 km abkürzen konnte. Dafür war ich natürlich sofort zu haben auch wenn es zuerst einmal steil bergauf ging. Es war ein richtig schöner Weg und nach 4 km Nationalstraße eine Wohltat.

Vom Der Schutzhütte aus

Oberhalb des Stausees gab es einen kleinen Unterstand wo ich mich kurz auf die Bank legte. Die Aussicht war einfach umwerfend. Hier traf ich auch wieder auf die Via de la Plata.

Von da an wurde es langsam eine Willenssache denn ich war total müde. Ich musste auch noch einen Hund abwehren, der sich daran störte, dass ich da durchlief. Aber eigentlich war er bereits ziemlich altersschwach und dennoch bewachte er immer noch die Schafherde.

Von weitem schon sehe ich Cañaveral aber es will einfach nicht näher kommen

Ich konnte Cañaveral bereits von Weitem sehen aber es dauerte immer noch fast 2 Stunden bis ich dort ankam. Es sah so aus als würde ich das Dorf umrunden anstatt darauf zu zugehen.

Hier musste ich über den Zaun klettern

Das letzte Gatter vor Cañaveral bekam ich einfach nicht auf. Ich habe dann meinen Rucksack und die Stöcke rübergeworfen und bin rüber geklettert. Nur zwei Pferde haben es gesehen😂.

Am Schluss noch über eine römische Brücke

In der Albergue gönnte ich mir dann erst einmal ein Bier bevor ich mich ans duschen und waschen machte. Ich war fix und fertig aber sehr zufrieden es geschafft zu haben.

Die schöne Albergue von Cañaveral