29.04.2022 Calzada de Valdunciel – 16.5 km

Heute Morgen habe ich es gemütlich genommen. Ich habe ziemlich schlecht geschlafen. Draußen auf der Strasse war so ein Lärm, dass ich um 2.30h das Fenster schließen musste. Unter mir war wohl eine Bar in der Nähe und die Studenten feierten ihren Schulabschluss. Gegen 7.00 wurde es endlich leiser und um 8.15h stand ich auf😩. Ich hatte mich um 8.30h für das Frühstück eingetragen.

Sehr eintönige Etappe

Das Frühstücksbuffet hier war echt lecker. Das beste Frühstück bisher und ich habe richtig zugeschlagen. Kaffee, frisch gepresster Orangensaft, Tortilla, sehr leckerer Rohschinken, Chorizo, Käse und Brot.

Kleiner Weiher mit quakenden Fröschen. Lichtblick des heutigen Tages.

Um 9.45h bin ich dann endlich los. Es ging quer durch die Stadt, alles geradeaus und ich passierte einen Kreisel nach dem anderen. Unter der Autobahn durch und dann wieder einmal entlang der Nationalstraße, die N630. Der Weg hinein nach Salamanca war um einiges angenehmer.

Wann kommen endlich die Berge?

Nach ca. 5 km ging es endlich weg von der Straße auf einen Feldweg. Endlich kamen mal meine Stöcke zum Einsatz. Hier zog ich mich sogleich um denn es begann warm zu werden. Heute schien nämlich mal wieder die Sonne. Sie sagen hier, dass dieser April der kälteste seit Jahren sei. Wir sind schon oft am frieren hier aber es scheint auch immer wieder die Sonne. Lieber kühl als Hitze, denn Schatten gibt es auf der Via de la Plata nur selten.

In Aldeaseca de Armuña machte ich eine Pause und trank einen Caffee con Leche. Beim Ortsausgang traf ich auf Tierry aus der Bretagne und wir liefen zusammen bis zum nächsten Ort. Es war sehr kurzweilig aber ich lief schneller als normal. Man passt sich automatisch dem Schritt des anderen etwas an. Die Füße begannen zu schmerzen auch weil wir viel auf Asphalt liefen heute.

Etwas in die Jahre gekommenes Schild aber interessantestes Foto heute😂

In Castellano de Villiquera stieß ich auf Ulrike und Jascha und setzte mich kurz zu ihnen. Tierry ging weiter, da er sich vorgenommen hatte die 36 km bis Cubo del Vino zu laufen. Für mich waren es nur noch 3.9 km bis zur Albergue. Cubo del Vino steht bei mir erst morgen auf dem Programm. Keine Lust auf 36 km und schon gar nicht nach einem Ruhetag.

Für nur 16 km taten mir nämlich ganz schön die Füße weh. Der Einstieg nach einem Ruhetag ist aber immer schwer. Mal sehen wie es morgen ist, denn übermorgen habe ich vor 32 km bis Zamorra zu laufen. Die nächste sehr schöne Stadt auf diesem Weg. Da gibt es auch einen Parador, zwar nur 4 Sterne aber mal schauen ob sie Pilgerrabatt geben.

Die Albergue von Valdunciel

Die Albergue hier ist sehr schön und für einmal gibt es keine Stockbetten. Ich war mit dem deutschen Pärchen Mittagessen und jetzt ist Siesta angesagt. Es hat durchaus Vorteile früh anzukommen😉. Habe heute nur Katzenwäsche gemacht da die Dusche kalt war. Fühle mich aber auch nicht sehr schmutzig nach der kurzen Etappe.