18.04.2022 Cáceres – 12 km

Ich habe super gut geschlafen in der Albergue trotz dem scheinbaren Geschnarche von Jean-Pierre. Ich habe nämlich nichts gehört😜. Die anderen dafür umso mehr.

Das Wappen von Valdesalor

Um 6.00 haben die ersten angefangen zusammen zu packen aber ich blieb noch bis 6.30 liegen. Dann holte mich meine volle Blase aus dem Bett. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen im oberen Bett schlafen zu müssen, da ich erst spät angekommen bin. Hoch kommt man ja ganz gut aber runter ist nicht ganz so einfach. Und die dünnen Streben der Leiter tun einem dann auch noch so schön an den Füßen weh. Irgendwie schaffte ich es runter aber nicht ohne zu fluchen🤬. Ich bin einfach zu alt für diese doofen Betten, vor 20 Jahren konnte ich es aber auch nicht besser wenn ich mich richtig erinnere😂.

Morgenstimmung 1

Um 7.30 war ich schon draußen und begab mich zum Frühstück. Heute gab es sogar Croissants🥐 😋. Ich nahm es gemütlich da ich mich heute Morgen entschlossen hatte nur bis Cáceres zu laufen.

Morgenstimmung 2

Das französische Pärchen, Monique und Christian waren kurz nach mir gestartet. Ich hörte sie bereits von weitem kommen, da sie ihre Stöcke sehr stark einsetzen. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren und werde dann schneller.

Die große Weite

Die Etappe war schnell gelaufen und um 11.30 war ich bereits in Cáceres. Es gibt zur Etappe nicht viel zu sagen, der Weg war einfach zu laufen und unspektakulär. Habe nur am Morgen Fotos gemacht aber dafür noch ein paar in Cáceres😉.

Kathedrale oder doch nicht?

Bei der Kirche setzte ich mich hin im Glauben, bei der Kathedrale zu sein. Ich wollte gemäß der Wegbeschreibung in meinem Reiseführer die touristische Albergue finden. Dummerweise fand ich die Strassennamen nicht weil ich ja gar nicht bei der Kathedrale war. Als ich meinen Fehler bemerkte funktionierte es plötzlich ganz wunderbar.

Kathedrale gleich um die Ecke

Ich kam bei der Plaza Mayor vorbei. Da gibt es ganz viele Restaurants und plötzlich sah ich ganz in meiner Nähe Jürgen und Maria auf ein Restaurant zusteuern. Als sie ihre Rucksäcke abstellten begrüßte ich sie und wir beschlossen zusammen Mittag zu essen.

Plaza Mayor

Als Tapa bekamen wir Brotkrumen mit Speck und Tomaten. Muss eine Spezialität von hier sein aber unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Ja und wenn Pilger etwas stehen lassen kann es nicht besonders gut sein, denn wir haben immer Hunger.

In den Gassen von Cáceres

Jürgen und Maria werden zwei Nächte hier bleiben. Sie haben Knie- und Fussprobleme. Schade aber vielleicht treffen wir uns später wieder. Sie sind auch am Überlegen, wie man die Etappe von 33 km kürzen könnte. Die einfachste Möglichkeit ist wohl das Taxi für ein paar Kilometer zu nehmen. Ich werde mich entscheiden wenn ich in Casar de Cacéres bin.

Garten der Dona Cristina

Mit gut gefülltem Magen und zwei Claras intus, machte ich mich auf den Weg zur Herberge. Zuerst lief ich mal wieder in die falsche Richtung. Dann nahm ich das GPS zur Hilfe und siehe da, es funktionierte wunderbar.

In einem Hinterhof

Duschen, Kleider waschen und ausruhen, das erste was der Pilger macht bevor er sich wieder ins Getümmel stürzt. Anschließend machte ich einen Altstadt-Spaziergang. Ich hätte besser die Wanderschuhe anbehalten sollen, auf dem Kopfsteinpflaster taten mir bald schon die Füße weh. Es ging auch immer wieder steil nach oben oder unten und es gab viele Treppen zu bewältigen.

Sommersprosse unterwegs

Ich habe mich dann im Garten der Dona Cristina ausgeruht. Auch hier hat es überall Zitronen- und Orangenbäume. Der Blütenduft erinnert mich irgendwie an meinen Earl Grey Tee😉.

Die Zeitungsverkäuferin

Um 18.00 bin ich dann zurück zur Albergue um mich auszuruhen. Hier isst man ja sowieso später, erst um 20.30.

Auch Tauben haben Hunger

Das Abendessen war dann sehr speziell und hatte Riesenpotential um mich schlecht oder falsch behandelt zu fühlen. Zuerst setzte ich mich an einen Tisch und dann kam der Kellner und meinte ich könne nicht hier sitzen weil ich alleine bin. Dann setzte ich mich an einen kleineren Tisch weiter hinten. Da kam der Kellner dann gar nicht mehr. Ich musste ihn rufen worauf er mich fragte wo denn mein Sohn sei. Er habe nur darauf gewartet, dass dieser zurück komme. Ich habe ihn etwas konsterniert angeschaut und gemeint ich hätte keinen Sohn. Ich sei Pilgerin und alleine hier, ob ich jetzt bestellen könnte? Er hat dann gnädiger Weise meine Bestellung aufgenommen. Das mit dem Essen dauerte und ich fragte ob ich noch ein Glas Weißwein haben könnte. Das Essen kam der Weißwein nicht. Ich beschloss nicht mehr nachzufragen damit ich gehen kann. Auf der Rechnung waren 2 Weißweine, da habe ich natürlich reklamiert und gemeint, dass ich zwar ein zweites Glas bestellt aber nie erhalten habe. Er entschuldigte sich zumindest und meinte, dass er das wohl vergessen habe. Trinkgeld habe ich keines dagelassen!

Plaza Mayor by night
La Concathedral

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