04.04.2022 Sevilla

Kathedrale von Sevilla

Habe nicht sehr gut geschlafen. Um 2.00 war ich bereits wach weil ich starke Nackenschmerzen hatte. Ein altes Problem. Zudem hat mich ein Moskito 🩟 genervt. Einer reicht um einen die Nacht zu vermiesen. Dann war es auch noch einer dieser kleinen agilen Kerle, die man kaum erwischt. Ich habe es dann irgendwann aufgegeben ihn erwischen zu wollen und hab mich meinem Schicksal ergeben. Er war aber nett und hat mich nur noch einmal in die Wange gestochen. Der wartet bestimmt schon darauf, dass ich ins Bett gehe und er seine Ration Tapas erhĂ€lt. Grrrrr😖.

Real Alcazar, einer der vielen Innenhöfe mit Wasseranlagen

So gegen 8.00 bin ich dann raus um zu frĂŒhstĂŒcken, hier im Hotel gab es leider nichts. Anschließend bin ich wieder ins Hotel weil ich mich ehrlich gesagt etwas krank und schlapp fĂŒhlte. Habe ein Pretuval genommen und mich hingelegt. Um 11.00 hatte ich meine Tour im Real Alcazar gebucht und bis dann ging es mir schon viel besser.

Das ist die Decke eines Lichthofes

Das Real Alcazar ist eine gigantische Anlage mit einer ĂŒber tausendjĂ€hrigen Geschichte. Es ist vor allem im maurischen Stil erbaut worden aber nach der RĂŒckeroberung der Christen kamen auch gotische Baustile dazu. Da sind einerseits die beeindruckenden PalĂ€ste und anderseits die riesigen GĂ€rten mit Pavillons, Labyrinth und Springbrunnen. Es ist ehrlich gesagt einfach ĂŒberwĂ€ltigend und ich war froh, dass ich mich in den verschiedenen GĂ€rten immer wieder erholen konnte.

Dies ist auch eine Decke. Unglaublich oder?

Was nicht so toll war, ist der Massentourismus wobei ich sicher bin, dass Corona bedingt weniger Leute hier sind als gewöhnlich. Mir hat es auf jeden Fall irgendwann gereicht. Ich bin froh, in einer Zeit aufgewachsen zu sein wo der Tourismus noch nicht so ausgeprÀgt war. Als ich mit Willi 2005 hier war, war es auch noch viel beschaulicher. Es ist anstrengend wenn es so viele Leute hat und jeder will das beste Selfie schiessen und das schönste Foto machen.

Nein keine Kuppel sondern nochmals eine Decke

Betreffend schönstes Foto, da gab es einen lustigen Vorfall. Eine junge spanische Frau wollte mit dem Handy in der Hand als erste beim Balkon sein um ein Foto zu machen. Sie ĂŒbersah, dass im Boden eingelegt ein Wasserbecken war und stolperte mit einem Fuß in den Brunnen. Ich war nicht die einzige die schmunzeln musste. Wenn man halt immer aufs Handy starrt
😉.

Ausschnitt einer gekachelten Wand

Anschließend ging ich in die Tapasbar Casa Morales, direkt neben meinem Hotel. Lustigerweise ist mir diese Bar indirekt empfohlen worden von Unicorn einer Hikerin, die gleichzeitig mit mir auf dem PCT war 2017. Sie macht eine Europatour und war vor kurzem in Sevilla. Ich folge ihrem Blog deshalb habe ich hier Mittag gegessen. Es hat ja teilweise sehr viel Knoblauch an dem Essen hier aber das ist gut, Knoblauch enthĂ€lt nĂ€mlich natĂŒrliches AntibiotikumđŸ’Ș.

Hier habe ich die Menschenmenge rausgeschnitten. Touristen wo?

Anschließend gab es Siesta im Hotel und dann musste ich noch fĂŒr morgen Proviant einkaufen. Dann hatte ich schon wieder Hunger und habe der Portiguillo Bar einen zweiten Besuch abgestattet. Die Kellnerin hat mich zuerst nicht wiedererkannt aber als ich 2 verschiedene Tapas bestellt habe konnte sie sich wieder erinnern. Ich konnte ihr ansehen, dass sie meinte dies sei zu viel aber es war goldrichtig😂.

Fenster eines Palastes

Dann gab es noch einen Spaziergang im Altstadtviertel Barrio de Santa Cruz. Richtig schön war das trotz der SouvenierlĂ€den und Folklorekitsch. Es gibt coole Bars und Restaurants, lauschige GĂ€rten und viele enge Gassen. Hier habe ich auch den grĂ¶ĂŸten Gummibaum gesehen. GIGANTISCH!!! Man kann nicht mal ein Foto machen, der Baum ist schlichtweg zu groß. Leider habe ich hier kaum Fotos gemacht weil es genieselt hat.

Viele, viele Orangen im Palastgarten

Heute war es vor allem am Morgen richtig kalt und bewölkt. Als ich aus der Portiguillo Bar rauskam hat es sogar genieselt. Ich konnte aber trotzdem meinen Spaziergang machen mit Regenjacke und Kapuze.

Mosaik auf dem Boden

Morgen soll es ja den ganzen Tag regnen. Tönt wie ein normaler erster Tag. Mein Motto ist ja die ersten 3 Tage muss man ĂŒberstehen und erste Tage sind eigentlich nie einfach. Ich habe mir in Guillena schon mal ein Zimmer reserviert. Es gibt dort zwar eine tolle private Herberge aber mit meiner ErkĂ€ltung will ich nicht in einen Schlafsaal.

Hier lÀsst sich königlich Lustwandeln

Auch will ich es langsam angehen. Den Weg durch die Stadt erspare ich mir und nehme den Bus bis Italica. In Italica werde ich die römischen Ruinen einer ehemaligen Siedlung besichtigen, d.h. wenn es nicht in Strömen regnet ansonsten werde ich einfach daran vorbeilaufen. Oder in eine Tapasbar und darauf hoffen, dass es aufhört🙏.

Königlicher Pfau. Wollte leider nicht das Rad schlagen.
Dinosaurierfuss???
Im Hintergrund sieht man die Giralda, der Glockenturm der Kathedrale. Der oberste Teil ist noch das ehemalige Minarett.
Der Swimmingpool der königlichen Familie
Der Eingang zum Real Alcazar
Der Patio meines Hotels

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