11.04.2022 Zafra – 24.2 km

Ahhh, ich bin in Zafra. Wunderschönes mittelalterliches Städtchen. Leider zeigt sich das Wetter von seiner garstigen Seite, es regnet und ist windig, lädt nicht wirklich zu einer ausgedehnten Besichtigung ein. Habe mir heute ein sehr schönes Zimmer mitten in der Altstadt an der Plaza Grande geleistet. Nicht gerade billig aber ein wenig Luxus muss sein. Sitze gerade in einer wunderschönen Bar und trinke mein Clara con limon. Hier gibt es Gottseidank bereits ab 20.00 etwas zu essen😜. Bier hat ja auch Kalorien😂. Ui habe mir gerade die Karte angeschaut, ich glaube ich suche mir ein günstigeres Restaurant😬.

Der Weg schlängelt sich durch die Felder

Ich habe in der Casa Vincenta eigentlich ganz gut geschlafen. Kopf aufs Kopfkissen und los ging es mit der Husterei. Dann war aber Ende bis um 6.30. Ich glaube ich habe noch nie so lange am Stück geschlafen, trotz Draht in der Matratze😂. Ich bin dann gleich aufgestanden und habe meinen Rucksack gepackt. Proviant hatte ich keinen, da ich am Sonntag nirgends einkaufen konnte. Aber in 6 km kommt bereits die nächste Ortschaft und ich hoffe da eine Bar zu finden wo ich mir ein Bocadillo machen lassen kann. Falls nicht ist mein letztes Frühstücksmüesli aus der Schweiz fällig.

Sommersprosse unterwegs

In der Casa Vincenta gab es 2 Tostados mit Tomaten, Olivenöl und Salz zum Frühstück und dazu zwei Café con Leche. Noch ein großes Wasser, wer bitte benötigt denn einen Supermarkt😉. Habe doch alles was ich brauche. Leider habe ich vergessen meinen Pilgerpass stempeln zu lassen. Jetzt muss ich selber einen malen😬.

Dunkle Wolken nähern sich

Ich war noch nie so früh unterwegs nämlich um 7.55h. Schnell ging es aus dem Städtchen raus. Ich traf zwei holländische Pilger die ich noch nicht gesehen habe und einen Schweden namens Mons. Die Etappe war relativ leicht, die größte Herausforderung war eine Flussüberquerung. Füße nur minimal nass geworden, alter Profi💪. Es gab unendliche Felder mit Olivenbäumen, Reben und Weizen. Eine unglaubliche Weite. Mir gefällt das sehr auch wenn ich froh bin, dass es nicht heiß ist. Ansonsten wäre diese Etappe wohl eine Qual, denn es gibt fast keinen Schatten.

Bäume und zwar gleich 3!

Im Calzadillo de los Barros gab es tatsächlich eine Bar. Ich musste fragen und der nette Senor zeigte mir den Weg. Die Holländer hatten auch schon gesucht und folgten uns sogleich. Wir waren völlig ausgehungert weil das erste Frühstück hatte nicht weit gereicht. Hier gab es nun ein richtiges Bocadillo. Ich aß ein Drittel und packte den Rest für den Lunch ein. Britt und Jen waren natürlich auch hier😉. Wusstet ihr, dass die Nordländer sich gegenseitig verstehen auch wenn sie ihre eigene Sprache sprechen?

Ihr könnt die Eintönigkeit des Weges ruhig mit mir teilen

Dann ging es gestärkt weiter durch die unendlichen Felder. Auf das Klo zu müssen ist hier auch nicht ganz einfach. Normalerweise kommt niemand aber wenn man dringend muss, kannst du sicher sein es kommt ein Auto. Habe es gerade noch geschafft rechtzeitig die Unterhosen hochzuziehen und den Rock glatt zu streichen. Puh, dass war knapp! In dieser Beziehung beneide ich die Männer sehr. Das Wetter fing an sich zu verschlechtern und es war sehr windig. Aber erst in Zafra fing es wirklich an zu regen.

Olivenbäume bringen etwas Abwechslung

In Puebla de Sanchez Perrez gab es zwei Möglichkeiten. Entweder dem Originalweg folgen der scheinbar gefährlich sein soll oder der Strasse entlang. Da ich unheimlich sturr bin wenn es darum geht der Straße entlang zu laufen, nahm ich natürlich den Originalweg. Nur war der praktisch nicht mehr gekennzeichnet und ich glaube, dass ein Teil gesperrt war. Auf jeden Fall musste ich dann der Nationalstraße entlang laufen ziemlich ätzend. Aber ich war selber schuld, sturr wie ich bin. Sie könnten den alten Weg aber auch einfach sperren oder?

Grün und grau. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen

Ich kam kaum hier in Zafra an als es anfing richtig zu regnen. Das Hotel fand ich problemlos. Proviant habe ich auch schon, der Supermarkt war gleich nebenan. So es ist 19.55 und ich kriege hoffentlich bald etwas zu essen.

Kreatives Wegzeichen

Bin ehrlich gesagt nicht sehr weit gekommen. Es regnet in Strömen, also nächstes Restaurant wieder rein. Es gibt Lasagne! Ich brauche Kohlenhydrate💪.

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