10.06.2016 Glasgow Airport & London Heathrow

Sitze in einer Bar am Flughafen und trinke gerade mein letztes schottisches Bier. Das Bier hier ist einfach viel würziger als das Schweizer Bier, vor allem haben Sie eine Riesenauswahl. Ich habe in Schottland nur ein einziges Mal Wein getrunken und das war gestern. Hier sind wir schliesslich im Land des Bieres und des Whiskys. Keine Frage, dass ich mir hier im Duty Free noch einen Whisky gekauft habe. Konnte sogar degustieren😜. Wie angesäuselter ich bin für den Flug, wie weniger werde ich Angst haben nachher. Ich glaube es gibt keinen Ort wo ich mich so gerne zudröhne wie auf dem Flughafen. Ich werde wohl immer Flugangst haben, trotzdem dass ich schon so oft geflogen bin. Die terroristischen Anschläge und Selbstmord von Piloten sind ja auch nicht gerade hilfreich. Wenigstens habe ich wunderschöne Ferien im schottischen Hochland verbracht, sollte ich nicht in Basel ankommen… Man sieht sich hoffentlich..😘

Mein Flug von Glasgow hatte schon mal über eine Stunde Verspätung und so habe ich meinen Anschluss verpasst. Konnte aber Gott sei dank auf einen späteren Flug umbuchen. Jetzt bin ich halt noch später zu Hause😝. 
Der Flug hierher war kurz und easy, bin ja auch zugedopt😬. Habe die ganze Zeit die Highland Saga von J. Gabaldon gelesen. Toll wenn sie von Orten spricht, die ich jetzt kenne. Ist ein tolles Buch, wurde auch schon als Serie verfilmt und das beste ist, dass es im Ganzen etwa 8 Bücher gibt🤗. So mein Flug nach Basel wird jetzt dann gleich aufgerufen. London Heathrow ist riesig abermals  ist ein toller Flughafen. 

09.06.2016 Fort Augustus

Heute war ein würdiger Abschluss meiner Ferien im schottischen Hochland. Ich sitze in der Bar meines Hotels und trinke das wahrscheinlich letzte schottische Bier: St. Andrews Ale, schmeckt total lecker. Heute Abend werde ich mir zum Abschluss ein Glas Wein gönnen. Ich bin absolut zufrieden mit meinem Weg und es ist auch ok morgen nach Hause zu fahren auch wenn es ein sehr langer Tag werden wird. 

Ich habe heute noch mal eine sehr schöne Tour gemacht. Ich bin auf den Höhenweg, die nächste Etappe und habe es mochmal in vollen Zügen genossen. Wie ich den Märchenwald vermissen werde und die schönen Ausblicke. Sogar meine Nächte im Zelt werde ich vermissen. Obwohl ich mich auch auf mein Bett freue😉. 
Ich habe mich verliebt in das schottische Hochland und seine Menschen. Auch wenn das Wetter unberechenbar ist, Schottland ist einmalig! Ich liebe das Bier dem Whisky, die Wälder, die Hochenenen und vor allem die Menschen. Manchmal würde ich gerne die Zeit zurück drehen um zu erfahren wie es hier war als noch die Clans die Macht hatten. Die Mc Kenzies, Mc Donnels, Mc Campells usw. Ich glaube ich werde mich ein bisschen mit der Geschichte Schottlands beschäftigten. So hier kommen die  Bilder meines letzten Ausflugs in den Highlands von Schottland. 

Wie ich diesen Wald vermissen werde. 

Ohne Worte. 

Muss ich noch was sagen?

Ausblick auf Fort Augustus. 

Erster Halt. Die Aussicht hier oben ist einfach gigantisch. 

Loch Ness in all seiner Pracht. 

Gleich nochmal. 

Jedem Schotten seine eigene Telefonkabine. 

Die Schleusen von Fort Augustus, leider etwas dunkel. 

08.06.2016 Fort Augustus

Ahhhh, Schottland hat einfach gutes Bier. 

Nur schon diese Farbe..🤗

Habe mir für die letzten zwei Tage ein schönes Hotel gegönnt. Habe im Richmond Hotel das letzte Zimmer ergattert und morgen muss ich noch mal umziehen aber das ist mir ziemlich egal. 
Habe als erstes ein schönes warmes Bad genommen um meine Muskeln und alten Knochen zu entspannen. Das war einfach göttlich. Nach dem Bad habe ich mich genüsslich eingecremt und anschließend im Zimmer einen Kaffee getrunken. Die Buscuits hier sind einfach köstlich. Ich liebe dieses Land und wenn es nach mir geht war das sicher nicht mein letzter Besuch. 
Hatte heute wieder Glück mit dem Wetter   . Anfangs war es ziemlich neblig und windig aber im Laufe des Tages hat es immer mehr aufgetan und die Sonne kam raus. Fazit: Ein Regentag in zwölf Tagen, wer hätte das gedacht. Ich hatte mich eigentlich auf Dauerregen eingestellt aber der war in Deutschland und der Schweiz. Es ist eigentlich so wie immer es kommt anders als man denkt. 
Der Tag heute war sehr einfach, keine Höhenmeter zu bewältigen und es ging mal wieder dem Kanal entlang. Ich war um 13.00h bereits in Fort Augustus. 18km leicht und locker. Jetzt bin ich so richtig drin und ich würde den Great Glen gerne zu Ende laufen. Fort Augustus ist ca. die Hälfte und ein würdiger Abschluss. Es ist wirklich sehr schön hier, so wie ich es mag, ein kleiner Ort mit sehr viel Atmosphäre. 
Zum Abendessen gab es Lachs an Dillsauce und zur Vorspeise die Tagessuppe. Lecker!
Zum Abschluss werde ich mir wohl noch einen kleinen Whisky gönnen…

Mein geliebter Wald. Nirgendwo sonst kann man seine Batterien so gut aufladen. 

Kleines Moor

Die blühen hier überall am Weg. 

Das grüne vorne ist alles Farn. 

Muss mich immer wieder dazu bewegen weiter zu laufen. Meine Augen können sich nicht satt sehen. 

Mein Pausenbänkchen am See. 

Wo sind die Elfen, Trolle und Waldgeister?

Das letzte Stück geht es nur noch am Kanal entlang. 

Das Ende des Kanals, anschließend kommt Loch Ness. 

Loch Ness

Der See ist sehr aufgewühlt, ob Nessie sich wohl gleich blicken lässt? 

Es rauscht wie am Meer. 

Für diese uralte Brücke aus dem 17. Jahrhundert wird noch Geld gesammelt um sie wieder aufzubauen wie anno dazumal. 

Dieses wunderschöne Gebäude sehe ich mir dann morgen an. 

So, es ist Zeit für meinen Whisky..😜. Slainte Mhath! 

07.06.2016 South Laggan

Ich liege warm und trocken im Great Glen Hostel. Gute Entscheidung, dass ich mir hier ein Bett organisiert habe und noch viel besser, dass ich überhaupt eines bekommen habe. Ich wurde zum ersten Mal so richtig verregnet. Dem Gewitter konnte ich in einem kleinen Unterstand, der eigentlich für Holz gedacht war, entfliehen aber es hat mich anschließend doch noch erwischt mit schottischem Dauerregen. Ich war gerade an einer offiziellen Campsite für wild camping und  wollte gerade weiterlaufen als ein heftiger Wind aufkam und man kaum mehr weiter gehen konnte da er direkt von vorne kam . Ein junger Mann auf dem Fahrrad war auch unentschlossen ob er weiter soll oder nicht. Ich hatte bereits entschieden, dass ich zurück zum Unterstand gehe und habe dem jungen, vorerst noch sehr reservierten Mann, gesagt er solle doch mitkommen. Wir sassen dann beide in diesem einfachen Holzunterschlupf und merkten bald, dass er nicht ganz wasserdicht war. Es plätscherte überall fröhlich rein. Wenigstens konnten wir so in Ruhe unsere Regenkleidung anziehen. Es stellte sich dann heraus, dass der junge Mann aus Deutschland kommt und schon 2 Wochen mit dem Fahrrad durch Wales und Schottland unterwegs war. 
Nach 1.5 Std. Konnten wir dann endlich weiterziehen, da es aufgehört hatte zu regnen. Die Regenmontur liess ich aber an und es fing auch bald schon wieder an. Das letzte Stück war dann ziemlich mühsam, vor allem weil ich das Great Glen Hostel nicht fand und es in Srömen regnete. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und bin raus aus dem Wald auf die Straße gelaufen. Da waren 2 Häuser aber leider niemand zu Hause. Eine Klingel scheint es in Schottland auch nicht zu geben. Dann ging ich weiter der Schnellstraße entlang zum nächsten Haus und versuchte mein Glück dort. Ich sah einem älteren Mann gemütlich in seinem Sessel sitzen, winkte und rief schon ziemlich verzweifelt Hello. Der Mann kam dann aus dem Haus und war sehr nett. Er hat mir den Weg erklärt und dank ihm bin ich dann doch noch im Great Glen Hostel angekommen. Ich war nass und aufgeweicht wie eine Kanalratte, ein Hoch auf das ganz normale schottische Wetter, dass ich das doch noch erleben durfte.
Ansonsten war es den ganzen Tag über heiss und schwül und ich war irgendwie saft- und kraftlos. Habe Pausen gemacht ohne Ende und bin wahrscheinlich auch deshalb verregnet worden. 
Sehr alter Friedhof. Die Schrift auf den Grabsteinen ist nicht mal mehr zu lesen. 

Kleiner Frosch, der sich voller Angst vor mir versteckt. 

Diesem Zeichen folge ich jetzt, geändert hat sich eigentlich nur die Farbe. 

Loch (See) Lochy. Hier habe ich mein Zelt zum trocknen ausgelegt. 

Hier sieht man gut wie ganze Waldflächen einfach abgeholzt werden. Ich habe jetzt aber gelesen, dass sie hier in der Gegend wieder die heimischen Baumarten anpflanzen wollen und deshalb riesige Flächen von Tannenwäldern roden. Das sieht teilweise wirklich grauenhaft aus, es Bericht einem das Herz. 

Hier z. B. Würde ein ganzer Wald vernichtet. 

Sieht grauenhaft aus oder? Es hat mich echt tagelang beschäftigt warum die Schotten ganze Wälder roden. 

Zwei Enten watscheln vor mir her. Hier geht’s zum Trailblazer Rest, eine Campsite wo man wild campieren kann, d.h. keine sanitären Einrichtungen. Hier habe ich auch das Gewitter ausgesessen. 

Es braut sich was zusammen. 

Aber mit einem guten alten Whisky übersteht man auch das. 

06.06.2016 Gairlochy

Bin auf einem kleinen Campingplatz 1.5km entfernt vom Great Glen Way (GGW). Was für ein Kontrastprogramm zu den letzten beiden Tagen. Da waren so viele Menschen und jetzt ist nur noch ein anderer Hiker aus Holland hier. Es ist absolut friedlich und ich genieße das sehr. Vorher hat es geblitzt, gedonnert und ein paar Tropfen geregnet. Wir haben schnell die Wäsche rein geräumt, unser Essen verräumt und dann war es auch schon wieder vorbei. 

Heute war es den ganzen Tag über heiß und schwül, dass ein Gewitter kommt war klar, die Frage war nur wann. Habe einfach gehofft, das Zelt nicht im Regen aufstellen zu müssen. Dies musste ich vorgestern auf dem Glen Nevis Camping, war ganz schön stressig Warte ja immer noch auf den Test ob mein leichtes Zelt auch wirklich dicht ist. Vielleicht ja heute Nacht? 
Habe mir heute in der Apotheke eine Salbe geholt, die ich auf meine infizierten Stiche der Midges tun kann. Das sind echte Quälgeister. Ich glaube ich habe sicher 100 Stiche am ganzen Körper meine Waden sehen am schlimmsten aus. Habe aber auch viele Stiche im Gesicht, am liebsten gehen sie an die Schläfen, die Stirn oder entlang des Unterkiefers. Diese Viecher werden ganz sicher nicht meine Freunde. Von mir aus sollten sie nicht mal eine Existenzberechtigung haben. Was sich da der liebe Gott wohl dabei gedacht hat als er Plagegeister wie die Midges erschuf?
Es ging heute den ganzen Tag einem Kanal entlang, was eigentlich ganz schön war nur mit der Zeit wurde es langweilig. Keine Abwechslung, immer das Gleiche. Kein Vergleich mit dem West Highlandway, der war keinen einzigen Tag langweilig. Dazu war es heiß und schwül und es viel mir ganz schön schwer, den Tritt nach dem Ruhetag wieder zu finden. Auch fühlte sich der Rucksack schwer an, da ich Proviant für 2 – 3 Tage mitschleppen muss. Wasser gab es am WHW ohne Ende, man konnte das Wasser meist direkt aus dem Bach trinken ohne es behandeln zu müssen. Hier würde ich das Wasser aus dem Kanal nicht mal trinken wenn es gefiltert und chemisch behandelt wäre. Ich habe eigentlich immer nur einen Liter dabei, bei dieser Hitze und keiner Möglichkeit nachzufüllen viel zu wenig. Je nach Wetter morgen muss ich wohl zusätzlich zu meinen beiden Halbliterflaschen noch die Trinkblase halb füllen, damit ich 2lt habe.
So werde mich jetzt langsam in mein Zelt verkriechen und den morgigen Tag vorbereiten. 

Zwei einsame Zelte, links die Schweiz und rechts der Holland. Wir scheinen aber beide Grün zu mögen. 

So sieht mein rechtes Schienbein aus. 

Gespaltener Stein auf dem Weg nach Fort William. 

Der Anfang des GGW. 

Die Schilder sind immer auf englisch und gällisch angeschrieben. 

Gestrandetes Schiff am See. 

Neptuns Staircase. Hier gibt es etwa 10 Schleusen hintereinander und im gesamten werden 450 Höhenmeter überwunden. Ich hätte es von unten fotografieren sollen…

Hier beginnt der Kanal. 

So sahs die nächsten 4 Stunden etwa aus. 

Reinste, feinste Schafswolle. 

Immer noch das gleiche Bild. Gähn…

Immer wieder hat man Ausblicke auf den höchsten Berg Schottlands, den Ben Nevis. 

Der Ginster blüht hier in Massen entlang des Weges. Der Duft ist teilweise betörend. 

Kleine Abwechslung für das Auge. Alte Schwenkbrücke aus Stahl, welche die Farmer noch benutzen. 

Der linke Teil der Brücke ist jetzt ausgefahren. Sie mussten aber wieder abbrechen weil ein Segel- und Motorboot kamen. 

Schade das Bild ist zu dunkel. Nächstes Mal nehme ich wieder meine Kamera mit. 

Ein lila Blimenfeld beim Fluss, der parallel zum Kanal verläuft. 

Ben Nevis

Ich weiß nicht ob man es sieht, da ist ein Regenbogen. 

05.06.2016 Glen Nevis Campingplatz

So jetzt sitze ich alleine im Restaurant wo wir gestern bereits gegessen haben aber es ist ok. Wollte heute eigentlich gleich weiterlaufen aber dann beschloss ich einen Tag auszusetzen weil mein rechter Fuß mir ziemlich weh tat. Es ist die Stelle wo ich vor 1.5 Jahren den Fuß gebrochen habe. Es hatte gestern schon ziemlich weh getan und ich musste Ibuprofen nehmen. Bin heute Morgen mit Caroline und einem jungen Brasilianer, habe es leider verpasst nach seinem Namen zu fragen, nach Fort William gelaufen. In Fort William ist das offizielle Ende des West Highland Weges. Wir haben die offiziellen Fotos gemacht und haben uns dann um wichtigeres gekümmert, nämlich endlich Zu frühstücken. Für mich war es zwar bereits das zweite Frühstück, da ich früh aufgestanden bin während die anderen beiden noch im Bett rumhingen. Hier in Schottland fängt es um 3.30 bereits mit dem Vogelgezwitscher an. Würde ich nicht mit Augenbinde und Ohropax schlafen würden mich die Vögel bereits dann aus dem Bett jagen. Meistens fange ich so um 6.00h morgens an zusammenzupacken und gegen 7.45/8.00 laufe ich dann los. Um 21.00h bin ich meistens schon im Zelt um alles für den morgigen Tag vorzubereiten und um 22.00h fallen mir bereits die Augen zu. 

Ich bin dann mit Caroline bis ihr Bus um 13.00h fuhr im Städtchen rumgelaufen. Dann habe ich noch meine Rückreise organisiert und Proviant eingekauft. Dann bin ich an einer Bar vorbeigelaufen wo sie den Tennisfinal von Murray und Djokovic übertragen haben, da konnte ich natürlich nicht wiederstehen und musste leider zusehen wie Murray verloren hat. Anschließend musste ich zum Campingplatz wieder 3km zurücklaufen. Es war richtig heiß als ich der Straße entlang lief und ich habe mir prompt schon wieder einen Sonnenbrand geholt. 
Dann habe ich noch geduscht, Wäsche gewaschen und bin Essen gegangen und somit war der freie Tag schon wieder rum. 
Morgen geht es weiter und ich wollte mir ein BnB reservieren da das Wetter schlechter werden soll und ich auch gerne wieder mal in einem Bett schlafen möchte. Leider hatte ich keinen Erfolg, es hat nirgends jemand abgenommen. Jetzt werde ich mein Glück halt so probieren und einfach loslaufen. 

Caroline versucht gerade ihr Monster hoch zu heben. Das scheint nur im sitzen zu gehen. 

Hier war früher das offizielle Ende des WHW…

Und da ist es heute, beim Wanderer mit den schmerzenden Füßen. 

Unser letztes Selfie…👍, leider gegen die Sonne aber die Strahlen haben auch was oder?

Abendstimmung im Glen Nevis Camping, am Fuße des Ben Nevis. 

04.06.2016 Glen Navis Camping

Ich bin 2 oder 3km vor Fort William auf dem Campingplatz mit Caroline. Der WHW geht morgen in Fort William zu Ende und irgendwie ist das etwas traurig. Werde morgen den Weg mit Caroline abschliessen und dann werden wir uns über diverse Dinge informieren müssen. Caroline muss den Bus nach Edinburgh buchen und ich werde mich über den Great Glen Way informieren und schauen ob ich eine Karte kaufen kann. Dann brauche ich auch ein Bus- oder Zugticket zurück nach Fort William und nach Glasgow. 

Heute hat es zum ersten Mal geregnet und ich konnte endlich meine neue Regenausrüstung testen. Das war so lustig und Caroline hat sich köstlich amüsiert. Bis ich alles an hatte war der Regen schon fast wieder vorbei. Alles hat so gut gerochen nach dem Regen. Ansonsten war es ein sehr schöner letzter Tag auf dem WHW. 
Ich werde mich jetzt in mein kleines gemütliches Zelt zurück ziehen, worin ich mich mittlerweile richtig zu Hause fühle. 

Kinlochleven am frühen Morgen. Auf der anderen Seite sieht man die Terrasse wo Worcesters noch Bier getrunken haben. 

Wiese voller Ankeblüemli

Caroline im Anmarsch

Zeit für eine Pause nach dem Anstieg 

Verfallene Farm in den Highlands, die wohl einem der vielen Vlans hier gehörte 

Das Hochland

Letzter Anstieg

Wiese voller Kleeblätter 

Hier konnten wir endlich mal pinkeln. Nicht ganz einfach im offenen Hochland. 

Der Waldvist komplett vermoost 

Farm der sich noch nicht entrollt hat

Glen Nevis, der höchste Berg Schottlands

03.06.2016 Kinlochleven

Heute war der zweitletzte Tag auf dem WHW. Und da es mir wieder so schwer fällt aufzuhören werde ich noch ein paar Tage auf dem Great Glen Way bis zum Lich Ness laufen. Wer weiß vielleicht begegne ich ja Nessie. 

Schon wieder war es ein wundervoller Tag mit schönem Wetter. Hier in den Highlands reden sie bereits von einem Jahrhundertsommer. Ich habe noch keinen einzigen Regentropfen gespürt dafür habe ich einen Sonnenbrand. 
Von Kungshouse ging es auf den Devils Staircase zum Pass hinauf. Das war tierisch anstrengend und ich spürte noch die Müdigkeit von gestern in den Knochen. Ich habe mich mühsamst hochgequält und durfte oben angekommen die schöne Aussicht geniessen. Auf dem Pass sind wir lange sitzen geblieben und haben es genossen das schlimmste bereits hinter uns zu haben. Wir wussten auch, dass es heute nur 14km waren und nahmen es daher gemütlich. Dann ging es in stetigem Bergab Richtung Kinlochleven. Beim Abwärtsgehen bin ich dann ausgerutscht und so blöd auf meinen Wanderstock gefallen, dass er gebrochen ist. DasDummevdaran ist, dass ich die Wanderstöcke benötige um das Zelt aufzubauen. Ich habe mir dann aber nicht allzu große Gedanken gemacht und einfach gedacht „the trail provides“. Das bedeutet soviel wie der Trail schaut zu einem. Und so wars dann auch. Als wir auf dem Campingplatz angekommen sind habe ich den Campingwart beiläufig gefragt ob er nicht zufällig einen Wanderstock übrig habe? Woraufhin er schnell nach hinten gegangen ist, mit 2 Wanderstöcken in der Hand zurück kam und meinte die könne ich haben. Ich habe dann gesagt ichbwürde sie morgen früh wieder vor die Tür stellen, worauf er meinte ich könne sie behalten. Ist das nicht unglaublich? Mit dem Adapter für das Telefon war es das Gleiche. Ih konnte mein Telefon nie richtig aufladen weil der Adapter nichtvrichtug passte. Mir ging langsam der Saft aus und ohne Handy hätte ich auch keinecFotos mehr machen können. Ich habe dann einfach gedacht, dass sich eine Lösung finden würde. Am nächsten Tag traf ich Sascha und ihre Mütter und erzählte ihnen mein Problem. Sascha meinte dann sie hätte die Lösung für mein Problem. Und so war es dann auch. The Trail provides…. Ich wolltecihrvden Adapter abkaufen aber sie wollte nichts dafür, so habe ich sie heute Abend zu einem Whisky eingeladen. 
Morgen also letzter Tag. Je nach Wetter wollen Caroline und ich morgen wild campen. Übermorgen amMoegen werde ich dann in Fort William einkaufen. 
Das Kingshouse Hotel

The Devils Staiecase

Oben auf dem Psss, leider gegen die Sonne. 

Kann mich nicht satt sehen. 

Unser Mittagsrastplatz

Caroline beim Runter gehen

Das Wasserkraftwerk 

01.06.2016 Tyndrum

Jetzt bin ich so richtig angekommen auf dem West Highland Way. Wieder ein traumhaft schöner Tag und es war manchmal sogar richtig heiss. Die dominierende Farbe heute war grün und gesehen habe ich vor allem Schafe. Ich lerne jetzt auch die Leute langsam kennen und habe einen total lustigen Abend mit zwei Kalifornierinnen, Mutter und Tochter sowie Caroline aus Frankreich verbracht. Jetzt muss ich mich entscheiden ob ich morgen eine kurze oder sehr lange Etappe laufen will. 14 oder 30km. Es ist bereits 22.00 und ich habe noch nichts vorbereitet, deshalb fällt mein Bericht heute eher kurz aus. 

Farbe grün und Schafe

Die Hindernisse, die einem immer wieder in den Weg gelegt werden. Da muss man dann mit voller Montur rüber klettern. 

Idyllisches Plätzchen

Mein schöner Rastplatz

Schon wieder ein Hindernis 

Die „hohen“ Berge Schottlands. Die höchsten sind so um 1000m

Alter keltischer Friedhof

Das Hochland ist einmalig schön

Unglaublich oder?

Solche Hütten zum übernachten hintres viele am WHW 

31.05.2016 Inverarnan Beinglas Farm

Die Puuh, habe heute für 10km 4.5 Std. gebraucht. Das war echt anstrengend und Kräfte zerrend. Der Weg war ziemlich abenteuerlich und man musste viel rauf und runter klettern. Teilweise sogar ziemlich gefährlich, ein falscher Tritt und man hätte sich zumindest ein paar Knochen gebrochen. An einer Stelle habe ich fast kapituliert aber Aufgeben liegt nicht drin. Deshalb habe ich allen Mut zusammen genommen und bin irgendwie diese Felswand runter. Alles gut gegangen Gottseidank! Ich bin um 13.00h hier auf der Farm angekommen und habe dann beschlossen gleich hier zu bleiben. Eigentlich wollte ich ja noch bis Crianlarich weiterlaufen aber als ich dann gelesen habe, dass der Campingplatz 10km ausserhalb des Ortes liegt habe ich mir gleich ein Bier bestellt und somit war es entschieden dass ich hier bleibe. 

Es ist wunderschön hier und der Campingplatz ist umgeben von Bergen. 
Habe grosse Kleiderwäsche gemacht und die trocknet jetzt ganz schnell an der Wäscheleine an meinem Zelt. Hoffe dass es nicht alles weggeblasen hat wenn ich zurück komme. 
Heute Morgen bin ich schon besser mit den Midges klargekommen. Bevor ich überhaupt aus dem Zelt raus bin hatte ich bereits mein Moskitonetz auf dem Kopf und hatte mich mit Moskitorepellent eingespart. Es ist wirklich unglaublich wie sich diese Stechmücken auf einen stürzen sobald man das Zelt verlässt. Eine riesige Wolke hat mich begleitet bis ich im Haus war. Das Zusammenpacken war auch eine Herausforderung, da es diese Nacht sehr viel Kondenswasser hatte. Es war auch zum ersten Mal nicht neblig am Morgen früh sondern strahlender Sonnenschein. Habe dann alles zum trocknen aufgehängt und bin frühstücken gegangen. 
Roberto ist wahrscheinlich wieder um 5.00h morgens los da er bis Tyndrum laufen wollte. Habe absolut nichts gehört als er sein Zelt zusammengepackt hat aber ich hatte ja auch Ohropax drin. Bin richtig froh, dass ich genügend Zeit habe. Viele hier machen sich einen riesigen Stress und laufen riesige Etappen. Ich frage mich dann was es eigentlich bringt hier so durchzurennen, es ist eigentlich zu schön dafür. Heute Abend werde ich vor meinem Zelt essen habe keine Lust ins Restaurant zu gehen. Bin richtig happy mit meinem kleinen Campingkocher. 

Mein felsiger Pfad heute 

Dann aber auch wieder meine Lieblingsblumen

Da habe ich das Schlimmste bereis hinter mir

Immer wieder schöne Aussichten

Dosiert eine Schutzhütte von innen aus 

Die Schutzhütte steht an einem sehr idyllischen Ort

Immer noch Loch Lomond

Und dann plötzlich ändert sich die Umgebung