06.06.2016 Gairlochy

Bin auf einem kleinen Campingplatz 1.5km entfernt vom Great Glen Way (GGW). Was für ein Kontrastprogramm zu den letzten beiden Tagen. Da waren so viele Menschen und jetzt ist nur noch ein anderer Hiker aus Holland hier. Es ist absolut friedlich und ich genieße das sehr. Vorher hat es geblitzt, gedonnert und ein paar Tropfen geregnet. Wir haben schnell die Wäsche rein geräumt, unser Essen verräumt und dann war es auch schon wieder vorbei. 

Heute war es den ganzen Tag über heiß und schwül, dass ein Gewitter kommt war klar, die Frage war nur wann. Habe einfach gehofft, das Zelt nicht im Regen aufstellen zu müssen. Dies musste ich vorgestern auf dem Glen Nevis Camping, war ganz schön stressig Warte ja immer noch auf den Test ob mein leichtes Zelt auch wirklich dicht ist. Vielleicht ja heute Nacht? 
Habe mir heute in der Apotheke eine Salbe geholt, die ich auf meine infizierten Stiche der Midges tun kann. Das sind echte Quälgeister. Ich glaube ich habe sicher 100 Stiche am ganzen Körper meine Waden sehen am schlimmsten aus. Habe aber auch viele Stiche im Gesicht, am liebsten gehen sie an die Schläfen, die Stirn oder entlang des Unterkiefers. Diese Viecher werden ganz sicher nicht meine Freunde. Von mir aus sollten sie nicht mal eine Existenzberechtigung haben. Was sich da der liebe Gott wohl dabei gedacht hat als er Plagegeister wie die Midges erschuf?
Es ging heute den ganzen Tag einem Kanal entlang, was eigentlich ganz schön war nur mit der Zeit wurde es langweilig. Keine Abwechslung, immer das Gleiche. Kein Vergleich mit dem West Highlandway, der war keinen einzigen Tag langweilig. Dazu war es heiß und schwül und es viel mir ganz schön schwer, den Tritt nach dem Ruhetag wieder zu finden. Auch fühlte sich der Rucksack schwer an, da ich Proviant für 2 – 3 Tage mitschleppen muss. Wasser gab es am WHW ohne Ende, man konnte das Wasser meist direkt aus dem Bach trinken ohne es behandeln zu müssen. Hier würde ich das Wasser aus dem Kanal nicht mal trinken wenn es gefiltert und chemisch behandelt wäre. Ich habe eigentlich immer nur einen Liter dabei, bei dieser Hitze und keiner Möglichkeit nachzufüllen viel zu wenig. Je nach Wetter morgen muss ich wohl zusätzlich zu meinen beiden Halbliterflaschen noch die Trinkblase halb füllen, damit ich 2lt habe.
So werde mich jetzt langsam in mein Zelt verkriechen und den morgigen Tag vorbereiten. 

Zwei einsame Zelte, links die Schweiz und rechts der Holland. Wir scheinen aber beide Grün zu mögen. 

So sieht mein rechtes Schienbein aus. 

Gespaltener Stein auf dem Weg nach Fort William. 

Der Anfang des GGW. 

Die Schilder sind immer auf englisch und gällisch angeschrieben. 

Gestrandetes Schiff am See. 

Neptuns Staircase. Hier gibt es etwa 10 Schleusen hintereinander und im gesamten werden 450 Höhenmeter überwunden. Ich hätte es von unten fotografieren sollen…

Hier beginnt der Kanal. 

So sahs die nächsten 4 Stunden etwa aus. 

Reinste, feinste Schafswolle. 

Immer noch das gleiche Bild. Gähn…

Immer wieder hat man Ausblicke auf den höchsten Berg Schottlands, den Ben Nevis. 

Der Ginster blüht hier in Massen entlang des Weges. Der Duft ist teilweise betörend. 

Kleine Abwechslung für das Auge. Alte Schwenkbrücke aus Stahl, welche die Farmer noch benutzen. 

Der linke Teil der Brücke ist jetzt ausgefahren. Sie mussten aber wieder abbrechen weil ein Segel- und Motorboot kamen. 

Schade das Bild ist zu dunkel. Nächstes Mal nehme ich wieder meine Kamera mit. 

Ein lila Blimenfeld beim Fluss, der parallel zum Kanal verläuft. 

Ben Nevis

Ich weiß nicht ob man es sieht, da ist ein Regenbogen. 

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