14.07.2015 Berducedo, 25km

Ich habe sehr gut geschlafen heute Nacht trotz den widrigen Umständen. Gut, mit chemischer Keule, Ohropax und Augenbinde. Ich habe nicht mal den Wecker gehört. Habe durchgeschlafen bis die ersten Pilger so um 6.00 aufgestanden sind. Zuerst ging es gleich mal in die Bar zum Frühstück und dann bin ich mit etwas Versätung nach 8.00 losgelaufen. Ich hatte heute 3lt Wasser dabei und das hat nur knapp gereicht. 25km ohne Einkehrmöglichkeit oder Wasser. Am Nachmittag war es tierisch heiß und hatte fast keinen Schatten. Habe einen leichten Sonnenbrand an den Armen aber nicht schlimm. 
Die Strecke heute war sensationell schön aber auch sehr anstrengend. Zuerst ging es steil hoch und dann lief man ca. 7km auf einem Höhenweg mit grandioser Aussicht. Oben hatte es Bergkühe und Wilde Pferde. Auf dem Weg kam man an alten Pilgerhospizen vorbei wo leider nur noch ein paar Ruinen davon übrig sind. 
Es wäre schön, wenn man heute auch noch da übernachten könnte. Einen Schreckmoment gab es auch als mir beim Aufstieg auf einem engen Weg 3 Kühe entgegen kamen. Ich habe mich hinter den Stacheldraht geflüchtet und dann sind die blöden Kühe einfach davor
Stehen geblieben. Die eine Kuh hat noch an dem Stacheldraht rumgemacht, na ja vielleicht hat sie sich ja auch nur gekratzt. 
Sie sind dann die längste Zeit einfach  nicht weitergelaufen. Dann kam noch Andrea, eine Pulgerin aus Deutschland  und stand wie angewurzelt an der Seite des Weges. Mein Fluchtweg war natürlich abgeschnitten weil die Kühe davor standen. Habe dann geschrien, dass sie sich endlich weiter bewegen sollen uns siehe da sie hatten ein Einsehen und trotteten weiter. Die Kühe hier haben nicht einfach Stummel auf dem Kopf sondern richtige, spitze Hörner! Ganz schön Angst einflößend. Andrea und ich sind dann fast den ganzen Weg mehr oder weniger zusammen gelaufen und abends haben wir auch zusammen gegessen. War schön mal wieder Gesellschaft zu haben. 
So ich mache jetzt Feierabend bin todmüde und hoffe auf einen guten, regenerierenden Schlaf. 
Hier noch ein paar Fotos:

So kann es enden wenn man nicht genug Wasser mitnimmt. 

Erste Rast auf dem Pass. 

Dem Wegweiser ist es schlecht geworden. 

Wilde Pferde
Die Ruinen des ehemaligen Pilgerhospizes
Achtung Kuh im Weg! Andrea läuft vor

 

Das Bergdorf sieht verlassen aus, dem ist aber nicht so. 

Endlich mal ein bisschen Schatten. 

Schöner Weg…

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