17.07.2015 O Cadavo, 24.5km

Pilgern ist Schwerstarbeit. Habe mal wieder trotz Schlaftablette schlecht geschlafen. Um 1.00h nachts musste ich aufs Klo und konnte dann fast nicht mehr einschlafen. Habe mich kurz um 6.00h aus dem Schlafsaal geschlichen. Kein einfaches Unterfangen wenn man am Abend vorher nichts vorbereitet hat und man noch alle seine sieben Sachen zusammensuchen muss. Habe einfach alles in den Rucksack geschmissen und in der Küche dann meinen Rucksack gepackt. Meine Stummung war im Keller, vor allem auch weil ich ohne Frühstück starten musste. Aber siehe da es gab eine Bar an der Hauptstraße, die um 6.45h bereits offen hatte. Kaffee, frisch gepresster Orangensaft und eine Kuchenspezialität von Fonsagrada. Mein Tag war gerettet und zudem traumhaft schön. Andrea habe ich nicht gesehen, da sie heute 8km weiter laufen wollte und deshalb schon um 6.00h gestartet ist. Dafür bin ich immer wieder Stiene und Lisa begegnet und auch dem französischen Pärchen aus Nancy, welches zu Hause gestartet ist. Jean Luc macht sehr schöne Tuschzeichnungen und wenn sie zurück sind vom Camino will er ein Buch veröffentlichen. Habe ihm meine Adresse gegeben weil ich natürlich ein Exemplar haben möchte. 

Ansonsten ging es wieder viel hoch und runter und ich bin dementsprechend müde. Habe gerade noch das letzte Zimmer im Hotel ergattert da die Albergue „completo“ war. Die Masche sterbender Schwan funktioniert ganz gut. Wenn ich im Hotel kein Zimmer erhalten hätte, hätte ich noch zusätzlich 8km laufen müssen. Eher wahrscheinlich ist, dass ich ein Taxi genommen hätte denn es war bereits nach 17.00h.
So es ist 22.30 und ich muss noch den morgigen Tag vorbereiten. 30km bis Lugo, falls mich meine Füße wirklich dahin tragen sollten. 
Morgenstimmung nach Fonsagrada. 

Mit dieser schönen Ausicht gab es das erste Pausenbrot. 

Schöner Aussichtspunkt und Picknickplatz. Dummerweise hatte ich grad vorher gegessen. Stiene, Lissa und Muriel. 

Einfach schön. 

Stiene und Lissa in der Casa Meson. Hier sind wir über eine Stunde hängen geblieben und haben Tostados mit Tomaten und Olivenöl gegessen. Dazu gab es Sangria. Der nachfolgende Aufstieg war dementsprechend heftig. 

Traditionelles galicisches Haus oder Scheune. 

Jetzt kommen wieder die schönen galicischen Eichenwälder. 

Irgendein Weiler unterwegs. 

Wir sind vorher ca. 700 Höhenmeter runter gelaufen. 

Ein Wegzeichen.