12.07.2015 Bodenaya, 22km

Ich bin mal wieder im Paradies gelandet bei Davide und Cristina! Die beiden führen die schöne, liebevoll eingerichtete Pilgerherberge in Bodenaya. Zuerst war ich gar nicht sicher, dass dies die Herberge ist, die in meinem Führer erwähnt ist. Da stand nämlich sie sei gelb… aber dann sah ich Jack davor sitzen und wusste dies muss es sein. Jack ist von Holland und den ganzen Weg von zu Hause gelaufen. Er ist schon über 100 Tage unterwegs. Dies sind immer meine liebsten Pilger, es erinnert mich auch an meinen Camino 2008 und das sind immer schöne Erinnerungen. 

Sogar die Wäsche wird gewaschen außer duschen musste ich gar nichts tun heute. Um 20.00h gibt es Abendessen zusammen mit Davide, Cristina und Jack. Man fühlt sich willkommen und vom ersten Moment wie zu Hause. Will gar nicht mehr weg hier…
Heute war ein wunderschöner Tag und so langsam geht es in die Berge. Heute übernachte ich auf 650m. 
In der Gartenhütte habe ich auch ganz passabel geschlafen. Das lustige ist, dass ich es trotz Schlafmittel nicht schaffe einzuschlafen. Kann es gerade so gut weglassen, was ich heute auch tun werde. 
Heute ist der dritte Tag und jetzt fängt es so richtig an Spaß zu machen. Dazu entfaltet jetzt auch der Camino seine ganze Schönheit. Bin ein Tal hoch gewandert und es war einfach nur schön. Irgendwann habe ich mich in das Gras gelegt und es einfach genossen da zu sein. Der Zauber vom Unterwegs sein ist ja, dass man so im Moment ist und immer mehr darin loslassen kann. Man hört irgendwie auf zu Denken und schaltet den Denkapparat nur ein wenn es nötig ist. Man sieht und hört Dinge , die man normalerweise gar nicht wahrnehmen würde. 
Ich bin heute wieder viel durch Eukalyptuswälder gelaufen. Dies ist wie eine gratis Inhalationstherapie. Es erinnert mich immer an die Sauna. Es ist nicht heiß im Moment, da es seit Gestern bedeckt ist aber dafür ist es total schwül. 
Hier noch ein paar Fotos:

Das Monasterio wo ich nicht übernachtet habe weil ich 3km davor in Doriga hängen geblieben bin weil in der Bar gute Musik lief und ich nach der Cerveza con Limon entschied das mein Tageswerk zu Ende ist. 

Der Dorfplatz und Turm von Salas. 

Hier habe ich Pause gemacht und man sieht auch schon das schöne Tal wo ich später hoch gelaufen bin. 

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Über diese Nationalstraße bin ich doch schon auf dem Camino del Norte immer wieder gestolpert. 

Die tolle Albergue in Bodenaya. Das Highlight bisher. Kann mir nicht vorstellen, wie das noch getoppt werden könnte. 

Jack der Weitwanderer. Er sieht mich nur sympathisch aus sondern ist es auch! Im Moment zieht er gerade seine Runden die Straße rauf und runter, da er scheinbar zuviel Energie hat. So ist das wenn man schon so lange unterwegs ist. So I will call it a day, was soviel heißt wie genug für heute. 

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