06.04.2014 San Julian, 13.5 km

War heute morgen schon um 6.00h wach. Dies liegt wohl daran, dass ich um 10.00 bereits geschlafen habe. War doch ziemlich geschafft von der Anreise und dem Sightseeing. Nicht mal ins Restaurant habe ich es mehr geschafft…

Um 6.30 bin ich dann aufgestanden und habe mal meinen Rucksack gepackt. Ich hätte wohl besser gestern Abend schon meine Rechnung bezahlt, denn jetzt musste ich warten bis jemand an der Reception war. Ich habe rumgetrödelt und schon bemerkt, dass ich gar nicht so recht Lust habe mich ins Unbekannte zu stürzen. Der Anfang eines Caminos ist immer recht schwer und man muss irgendwie seinen inneren Schweinehund überwinden. Um 7.30 habe ich mich dann auf die Suche nach einer offenen Bäckerei gemacht und bin bei der Santiago Kathedrale fündig geworden. Bewaffnet mit einem Croissant bin ich zurück in meine Pension und habe meinen Rucksack geschultert. Dann ging es mit der Metro bis Portugalete. Tönt eigentlich ganz einfach, es ging aber ein 20 minütiger Brainstorm voraus wo ich aussteigen soll. In Portugalete habe ich mich beim Ausgang mal auf eine Bank gesetzt, denn ich hatte keine Ahnung wo es lang geht. Dann stach mir ein Stadtplan ins Auge wo ganz „zufällig“ der Jakobsweg eingezeichnet war. Und zufälligerweise hatte ich auch noch den richtigen Ausgang bei der Metro genommen und stand zufällig genau am richtigen Ort, wo der Camino zufällig durchging… Daraufhin musste ich gleich mal in eine Bar und meinen ersten Café con Leche trinken. Die Bars in Spanien sind ja schon speziell, es wird einfach aller Abfall auf den Boden geschmissen und wenn es dann zuviel wird, wird der Abfall weggewischt. Wenn man Glück hat passiert das mehrmals täglich…
Von da aus ging es dann auf einem wunderschönen Radweg bis La Arena wo ich zu ersten Mal das Meer sah. Heute ist Sonntag und deshalb war halb Spanien am Strand. Ich wusste bereits, dass die Pilgerherberge in Pobena geschlossen hat und wollte mein Glück in Muskiz probieren. Auf dem Weg dorthin sah ich ein schönes blaues Hotellogo, das mich magisch angezogen hat und weshalb ich in San Julian gelandet bin. Es ist ziemlich teuer aber am ersten Tag muss man lieb sein mit sich selber, denn alle 2 Minuten denkt man daran die Flinte ins Korn zu werfen und man fragt sich die ganze Zeit warum man sich das eigentlich antut. Jetzt bin ich schon bei meiner zweiten Cerveza, mit Blick auf die gigantisch große Ölraffinerie von Petronor und alle meine Zweifel sind wie weggeblasen…  
Leider gab es nichts gescheites zum Abendessen, nur etwas das wie Bündnerfleisch aussah aber leider nicht so schmeckte aber es war ganz ok. Dazu gab es Sardellen, die ich eigentlich gar nicht mag aber ich wusste leider nicht was Anchovis sind. Habe gedacht dies seien Artischocken… Für Sardellen waren sie eigentlich ganz gut nur unglaublich salzig. Konnte nicht alles runterbringen. Gerettet hat mich der Vino tinto und Unmengen von Wasser. Anschließend habe ich die Rechnung beglichen. Die Übernachtung mit „Halbpension“, ein anderes Restaurant war leider zu weit weg, hat mich schlappe 100€ gekostet. Allein die salzigen Sardellen waren 15€! Ich habe ohne mit der Wimper zu zucken meine Kreditkarte gezückt und die Nacht als Luxusetappe mit spezieller Aussicht abgebucht.

Unterwegs auf dem schönen Fahrradweg

Was gibt es schöneres als im Frühling unterwegs zu sein…

Meine Freunde sind auch schon wieder da…

Strand von La Arena kurz vor Pobena, schon richtig was los hier…

Meine spezielle Ausicht auf die Oelraffinerie von Petronol

Das unverschämt teure Hotel, man sieht es ihm eigentlich nicht an…

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