11.09.12 Hôpital St. Blaise – Mauléon-Licharre

Habe heute Nacht seit langem wieder einmal gut geschlafen. Vielleicht lag es an den Ohrstöpseln, die ich vorsichtshalber rein gemacht habe, da Gérard gemäß Ehefrau schnarchen soll oder lag es daran, dass ich nicht alleine im Zimmer war? Keine Ahnung. Um 7.20 stand ich schon wieder auf der Piste bereit zum Abmarsch. Keine Spur mehr von den dunkeln Wolken, die gestern meinen Geist umwölkt haben. Ich fühlte mich frisch, nichts schmerzte mehr und ich wusste, dass dies ein sehr guter Tag werden würde. Es war sehr frisch und die Sonne noch nicht aufgegangen. Bin dann zügig los, der Weg verlief steil hoch in den Wald. Im Wald früh morgens vor Sonnenaufgang ist es noch sehr dunkel. Ich habe aber die Wegmarkierungen gut gesehen und somit war es kein Problem. Da fragt sich bestimmt der eine oder andere von euch ob ich keine Angst hatte? Die Antwort ist Nein. Der Verstand meldet sich zwar, dass ich Angst haben sollte aber wenn ich den Wald einfach spüre und im Moment bin habe ich keine Angst. Der Wald hat absolut nichts beängstigendes. Ab und zu wenn man nicht zuviel Lärm macht und der Wind aus der richtigen Richtung kommt, sieht man sogar Rehe. Sie verharren dann und starren einem an und wenn man nur eine kleine Bewegung macht, z.B. weil man fotogafieren möchte, verschwinden sie ganz schnell. Ansonsten sieht man nicht viele Tiere, nur Vögel die davon fliegen.
Hier im Baskenland ist die Ernte des Futtermais in vollem Gange. Konnte zusehen wie sie mit der Maschine alles abschneiden und dann wird es gleich gehäckselt und in den leeren Lastwagen, der nebenher fährt eingefüllt. So ein Lastwagen ist nullkommanix gefüllt und dann kommt der nächste. Wusste z. B. nicht, dass für den Futtermais die ganze Staude benutzt wird. Dann kommt es in diese grünen oder schwarzen Plastiksäcke, die man immer wieder auf den Feldern sieht und vergärt darin. Im Winter wird es dann an das Vieh verfüttert.
Mauléon ist eine schöne kleine Stadt mit einer Burg, die hoch über der Stadt thront. Es ist gar nicht so einfach hierher zu kommen, denn dazu muss man zuerst längere Zeit steil runter laufen und wenn du das Gefühl hast angekommen zu sein, geht es wieder steil hoch, nur um auf der anderen Seite wieder steil runter zu gehen. Ganz schön anstrengend, am Ende hatte ich ganz weiche Knie. Bin total happy, dass ich keine Probleme mit den Knien habe, nur die Füße die Schmerzen eigentlich immer, mal mehr mal weniger. Kommt immer darauf an, wieviel ich auf Asphalt laufen muss. So ihr Lieben, werde jetzt noch einen kleinen Rundgang machen und dann geht es ab ins Bett. Bin wieder alleine im Gîte, die Familie die ich seit Arudy immer treffe ist scheinbar an einem anderen Ort abgestiegen aber sie sind auch hier in Mauléon. A toute…, d. h. bis bald.

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