08.09.12 Asson – Arudy: Ein heißer ruhiger Tag

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Sitze in Garten vom Presbytère und warte darauf, dass der Abbé Pierre von der Messe zurückkehrt. Wir werden zusammen Nachtessen zubereiten. Eine ganz neue Erfahrung, kochen mit dem Pfarrer… Er ist auf jeden Fall total nett, heißt wie mein Bruder und ist auch ehemaliger Pilger. Ich hüte jetzt gerade den Platz, denn eigentlich sollten noch Pilger ankommen. Keine richtigen zwar, denn sie kommen mit dem Auto… ja das gibt es auch. Es ist z. B. ein Hobby der Spanier, den Jakobsweg entlang zu fahren und überall wo sie können einen Stempel abzuholen. Habe das gestern in Asson erlebt. Das klappt wahrscheinlich in Frankreich noch ganz gut aber in Spanien habe ich da meine Zweifel. Denn da ist es dann definitiv ein Pilgerweg und Auto(Pilger)touristen nicht gerne gesehen. Na ja jedem das seine und für mich bitte zu Fuß…
Arudy ist übrigens sehr schön, habe hier bisher mein teuerstes Bier getrunken, 4.50 für ein Leffe, so teuer war es nicht einmal in Lourdes! Na ja aber geschmeckt hat es trotzdem, wie immer.
Heute habe ich nur eine kurze Etappe von 18 km gemacht. Habe mir heute richtig Zeit gelassen und die schöne Gegend genossen. Um 15.00 war ich dann bereits in Arudy.
Von wegen Sommer vorbei und so, seit 4 Tagen hat es wieder über 30 Grad und ich habe ganz schön geschwitzt heute. Vor allem wenn man auf Asphalt laufen muss fangen die Füsse langsam an zu kochen, sehr unangenehm. Es wird Zeit, dass der Abbé langsam zurückkommt, ich esse gerade all seine Erdnussreserven auf, da ich langsam verhungere. Normalerweise esse ich spätestens um 19.00, jetzt ist es schon 19.30 und wir haben noch nicht mal angefangen zu kochen…
Als ich angekommen bin habe ich zuerst einmal das Bad geputzt. Schließlich möchte ich mich auf das Klo setzen können ohne Angst haben zu müssen kleben zu bleiben…;-). Man bekommt auf diesem Weg soviel, dass dies auch eine Art ist wie man etwas zurückgeben kann. Schließlich hat der Pfarrer hier sehr viel zu tun. Als ich angekommen bin musste er gleich an eine Hochzeit, dann noch eine Messe halten im Nachbarsdorf und anschließend Abendessen kochen mit den Pilgern.
So der Bauch ist endlich voll und gibt Ruhe. Habe ein andalusisches Gericht gelernt zuzubereiten, total lecker!
Man nehme Tomaten, grüne Peperonis und zwar die länglichen, Knoblauch, Thon, altes in Wasser eingelegtes Weissbrot, Salz und Pfeffer. Dann kommt alles in den Mixer und man isst es zusammen mit frischem Brot. Schmeckt echt lecker, bitte nachmachen…:-).

Auf in den neuen Tag!
Ohne die geht es nicht…;-)
Herberge bei Abbé Pierre
Arudy

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