Borce, 13.06.2010 (22 km)

„Pilger! Nicht du sollst den Weg machen. Lass zu, dass der Weg dich macht“

Heute Morgen habe ich mein letztes Stück Brot gegessen und bin dann kurz vor 8.00 Richtung Borce gestartet. Bald kam mir schon Tine entgegen und sagte sie würde die Strasse nehmen da der Weg zu schwierig sei und man zu grosse Schritte machen müsse. Dazu muss man sagen, dass sie mit einem riesigen Rucksack von 14 kg rumläuft. Weiss nicht wie sie das schafft die gute Frau. Dachte mir, dass ich es trotzdem versuchen will. Es ging zügig voran auf einem ähnlichen Weg wie gestern aber dann war plötzlich auf ca. 2 – 3 m Länge der Weg eingebrochen und ein Durchkommen war unmöglich. Es wäre schlicht und einfach zu gefährlich gewesen und ich bin nicht ängstlich aber leichtsinnig bin ich auch nicht. Der Weg sah aus als könnte noch mehr einbrechen wenn man einen Fuss darauf setzt. Und darunter war auch wieder ein Abhang. Habe dann beschlossen umzukehren und der Nationalstrasse entlang zu laufen. Bald schon ist mir Bernard entgegengekommen und ich habe ihm gesagt, dass der Weg nicht passierbar sei. Wir sind dann den ganzen Tag zusammen weitergelaufen und es ging oft der Nationalstrasse entlang was nicht sehr lustig war, da man immer aufpassen muss wegen den schnell fahrenden Autos. Aber die Umgebung war mal wieder überwältigend und es gab auch schöne kleine Wege abseits der Strasse.

So um 15.00 sind wir in Borce angekommen und wieder in einem sehr schönen Dorf und tollem Gite. Werden jetzt dann gleich Pasta kochen und uns eine Flasche Rotwein genehmigen.

So ihr Lieben jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand und ich werde jetzt aufhören weil ich mir in diesem Steinhaus den Arsch abfriere. Es ist saukalt hier drin. Werde mich mal kurz in den Schlafsack legen um mich aufzuwärmen.

Weiss noch nicht ob ich Morgen den Bus bis zum Somport nehmen soll, da es anscheinend gefährlich sei weil der Weg vor allem der Nationalstrasse entlang gehe. Ja und Morgen ist Montag und dann kommen die ganzen Lastwagen. Bernard wird auf jeden Fall den Bus nehmen und Tine ist gleich bis Urdos weitergelaufen. Na ja werde noch mal darüber schlafen.

Übernachtung: In Borce gibt es den Accueil pèlerin Hospitalet Saint Jacques (Gîte communal) mit nur 6 Betten aber eigener Kapelle. Der Gîte ist ganz am Anfang des Dorfes. Unbedingt zu empfehlen! Ein absolutes Juwel!!!

Dann gibt es noch einen privaten Gîte mit Bar, Epicerie und Internetanschluss. Ist auch gut aber kein Vergleich mit dem anderen kleinen Juwel.













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