07.10.2021 Hinterzarten – 28 km

Ich liege im Hotelbett in Hinterzarten und zum ersten Mal tun mir meine Füße richtig weh. Sie wurden auch sehr beansprucht heute, viel zu lange. Aber nun der Reihe nach.

Am Morgen auf dem Wiedener Eck

Heute Morgen gab es leckeres Frühstück im Wiedener Eck. Alles was das Herz begehrt, einfach nur lecker. Ich nehme immer noch ein Brötchen und eine Butter mit für mein zweites Frühstück unterwegs. Nur leider ging das heute nicht, weil die Butter offen war. Aber ein Silserbrötchen habe ich doch mitgehen lassen. Finde das eigentlich ok, weil ich immer sehr wenig frühstücke da es mir einfach zu früh ist um zu essen.

Das Hotel

Es war richtig schön heute Morgen, etwas Nebel verhangen aber man konnte den blauen Himmel sehen. Um 8.15 stand ich bereits auf der Piste um Richtung Feldberg zu marschieren.

Auf dem Weideland

Es war wieder ziemlich kalt und ich war froh um den extra Pullover. Zuerst ging es durch einen dunklen, dunklen Wald wo es von den Bäumen tropfte. Dann über offenes Weideland. Offen ist zwar übertrieben denn der Westweg zog sich ca. einen halben Meter eingezäunt durch das Land. War mir aber ganz recht, denn so waren die Kühe immer schön hinter dem Zaun.

Meine Hose war total nass weil das Gras auf der Seite hoch war. Hätte meine Regenhose anziehen sollen aber im Verlauf des Tages würde das schon wieder trocknen.

Die Tiere die ich gerne hinter dem Haag weiß

Nach einer Stunde kam ich bei einer Hütte vorbei und traf zwei Mädels die darin übernachtet haben. Habe sie gefragt ob sie nicht kalt hatten aber sie meinten mit dem richtigen Schlafsack gehe es. Bin trotzdem froh habe ich mich entschieden das Zelt zu Hause zu lassen. Es fühlt sich sehr entspannt an wenn man bereits weiß wo man schlafen wird. Purer Luxus!

Leider ging es sehr viel über Forstwege und nicht wirklich durch den Wald. Vor Stübenwasen war ein ganzer Abschnitt einfach abgesperrt wegen Holzfällern. Wobei ich keine Sägen und gar nichts hörte. Der Weg war auch durch die Traktoren komplett zerstört und nicht begehbar. Ich sah einen kleinen Weg für Mountainbiker der parallel verlief und schaute auf der Karte nach wo der hinging. Ja und es passte! So eine Karte mit GPS auf dem Handy ist schon Gold wert. Musste zwar über schlammige Wege jonglieren aber darin habe ich mittlerweile sehr viel Übung. War richtig happy, als ich wieder auf dem Westweg stand.

Pause beim Hochmoor

Schon bald konnte ich den Feldberg sehen und es sah gar nicht mehr so hoch aus. Es war richtig kalt und es blies ein kalter Wind. Dies hielt mich aber nicht davon ab, ganz hinauf zu steigen. Das Wetter ließ es nicht zu, dass man sich lange oben aufhielt und so langsam musste ich eine Entscheidung treffen. Nach Felsberg Ort und den Bus nehmen oder Richtung Hinterzarten weiterlaufen.

Sieht doch lecker aus

Ich war bereits um 13.30 bei der Abzweigung und entschied weiterzulaufen. Ich fühlte mich gut und meine Füße schmerzten noch nicht all zu sehr. Es war windig und kalt, deshalb ging ich zügig bergab. Ich bin von 1460m auf 880m abgestiegen, dass ging ganz schön in die Beine.

Erster Blick auf den Feldberg

Ich kam zu einer wunderschönen Hütte wo ich nochmals eine Pause einlegte. Da schmerzten meine Füße schon ziemlich und ich massierte sie bevor ich mich an die letzten 7.5 km machte.

Aussicht von oben

Die Strecke inspirierte mich auch nicht besonders weil ich vor allem auf Forstwegen unterwegs war. Jedes Mal wenn es in den Wald ging freute ich mich total.

Der Humboldt Turm auf dem Feldberg

Es kommt ein Punkt wo der Körper nicht mehr mag und es nur noch das Mentale ist was einem weiterzieht. Mir ist dann mein Monsterabstieg in den Pyrenäen in den Sinn gekommen wo ich fast auf allen Vieren angekommen bin. Da war das heute nichts dagegen, ich war immer noch aufrecht😂

Die Rufenhütte, mein Rastplatz

Als ich die ersten Häuser von Hinterzarten sah war ich echt erleichtert. Jetzt musste ich nur noch das Hotel finden. Ich habe kurz jemanden gefragt und dann war ich auch schon dort.

Hier könnte man auch schlafen

Im Hotel habe ich mich einfach aufs Bett gelegt und habe mich ausgeruht bevor ich auch nur ans Duschen und Haare waschen denken konnte. Ich war froh, dass ich im Hotel essen und nirgendwohin mehr gehen musste.

Hoffe meine Füße erholen sich über Nacht denn morgen sind es auch wieder 26 km. Der große Unterschied ist aber, dass es viel weniger Höhenmeter sind die “großen” Berge liegen hinter mir.