05.03.2019 Day off

Heute habe Ich sozusagen frei😉. Was mich nicht davon abhält an einen anderen Satsang zu gehen. Der Ashram von Shanti Mayi ist gleich bei mir um die Ecke und ich habe gehört, dass es sehr schön sein soll. Alles etwas kleiner und intimer als bei Mooji Baba.

Ich habe heute morgen „ausgeschlafen“, 25 Min. meditiert und dann war es bereits Zeit für mein erstes richtiges Frühstück seit ich hier bin. Ich bin in die German Bakery und habe mir das Frühstück des Hauses genehmigt. Gewürzkartoffeln, scrambled Paneer (nein nicht Egs), 2 Toast, Butter, Marmelade und dazu natürlich Kaffee. Leider gab es nur Nescafé, da wieder einmal der Strom ausgefallen war. Das Wasser mussten sie wohl auf dem offenen Feuer erhitzen. Es war sehr lecker und dazu hatte ich noch sehr angenehme Gesellschaft von einem australischen Paar aus Queensland. Sie waren über 25 Jahre ein Paar, heute sind sie beste Freunde und haben zusammen 6 Kinder🤗.

Wir haben uns so gut unterhalten, dass ich bereits beschlossen hatte, nicht an den Satsang von Shanti Mayi zu gehen. Dann kamen sie aber irgendwie darauf zu sprechen und meinten, dass es sehr schön sei. Wobei am Montag und Dienstag mehr Leute da seien weil Mooji dann keinen Satsang abhält. Scheinbar sollte ich also teilnehmen und da es gerade „zufällig“ genau die richtige Zeit war dorthin zu gehen folgte ich der Empfehlung der Australier.

Im ganzen waren hier ca. 200 Leute. Shanti Mayi ist Amerikanerin und kam zu einer Zeit nach Rishikesh wo es hier noch keine Westler gab. Sie war die einzige weiße Frau und durfte den Männern nicht mal in die Augen schauen. Sie fand hier Ihren Meister und gibt nun selber Satsangs im Ashram ihres 2011 verstorbenen Meisters.

Es war total anders als bei Mooji. Ich kann aber nicht sagen wie. Sie ist viel mehr mit der indischen Tradition verbunden. Was mir vor allem gefallen hat war das Chanting, das Singen von Mantras. Sie hat auch Fragen beantwortet aber ich konnte mit den Antworten nicht viel anfangen. Trotzdem fand ich es schön einfach in dieser Energie zu sitzen. Ich habe sowieso das Gefühl, dass die Worte gar nicht so wichtig sind.

Mittagessen gab es heute im Ganga View. Dies ist ein sehr schönes Restaurant direkt am Ganges. Man sitzt auf dem Boden auf Kissen und blickt auf den Ganges. Sehr meditativ und dazu läuft Musik zum chillen (so im Stil von Buddha Bar).

Was mich beeindruckt ist, dass man in diesem chaotischen, lauten, zum Teil stinkenden Indien so gut abschalten kann. Bestimmt ist es auch die Energie des Satsangs die hilft, dass man nicht diesen Drang hat ständig etwas zu tun sondern einfach sein und das Leben sich entfalten lassen kann.

Anschließend bin ich nach Hause, denn ich fühle mich etwas krank. Habe Halsschmerzen, Schnupfen und einen Reizhusten. Nicht weiter verwunderlich bei diesem ständig wechselhaften Wetter. Zudem meldet sich auch mein Darm zum ersten Mal. Ich bin aber auch nicht gerade vorsichtig muss ich sagen, habe schon zweimal Salat gegessen und Smoothies getrunken, was man in Indien natürlich nicht tun sollte… Rishikesh ist aber so eine Blase in Indien, wo es so viele Westler hat und wenn man in ein Restaurant kommt schaut man was die anderen so essen und dann weiß man ziemlich schnell ob es ok ist oder nicht. Aber das Risiko von Montezumas Rache 💩 bleibt natürlich bestehen.

Habe ich schon erwähnt, dass da wo ich wohne ständig die Affen auf dem Wellblechdach hin und her rennen? Die machen einen wahnsinnigen Lärm. Gottseidank halten sie sich an Schlafenszeiten und am Morgen rennen sie meist nicht vor 6.30h rum und dann muss ich sowieso aufstehen. Am Anfang bin ich total erschrocken, da ich keine Ahnung hatte was dieses Gepolter zu bedeuten hatte. Die Hunde mögen die Affen gar nicht und jagen sie auch. Die Affen können dafür sehr aggressiv sein wenn es darum geht einem das Essen aus der Hand zu reißen. Bei der Laxman Jhula Brücke darf man auf keinen Fall Essen dabei haben außer man möchte es loswerden😂.