02.03.2019 Rishikesh

Heute hatte ich keine Panikattacken wegen vorgeblich nicht gelöschter Kerzen. Nichts konnte mich heute aufhalten am Satsang teilzunehmen.

Ich scheine mich im Moment immer in die falsche Reihe zu stellen. Ich habe mir aber in der Zwischenzeit ein Kissen gekauft und somit macht es auch nichts aus wenn ich weiter hinten sitze. Ich hatte trotzdem gute Sicht auf Mooji und ich glaube nicht, dass es wichtig ist möglichst weit vorne zu sitzen. Seine Energie erreicht den letzten Winkel😉.

Heute kamen die Fragen vor allem vom Verstand deshalb war es etwas kopflastig. Ich bewundere Mooji wie geduldig er ist und immer versucht jeden der Wahrheit etwas näher zu bringen.

Am Nachmittag ging ich auf meinen üblichen Spaziergang dem Ganges entlang. Täglich finden hier Kremationen statt. Für die Hindus ist der Ganges ein heiliger Fluss. Es gibt auch eine entsprechende Göttin dazu: Ganga. Nach dem Tod hier am Fluss verbrannt zu werden ist wohl der Wunsch jedes Hindus. Die Asche wird dann anschließend in den Ganges geworfen. Leider haben arme Leute meist nicht genug Geld um ausreichend Holz zu kaufen. Deshalb landet oft nicht nur die Asche im Fluss. Er wirkt aber sehr sauber und hat eine schöne Farbe. Die Hindus glauben ja an die reinigende Kraft des Flusses, deshalb Baden sie darin.

Der Ganges entspringt irgendwo im Himalaya und von hier aus gibt es Touren wo man zur Quelle des Ganges wandern kann. Der Satsang endet am 10. März, vielleicht ist das etwas was ich dann unternehmen könnte. Habe aber auch gehört, dass es ziemlich hoch hinauf geht und leider werde ich höhenkrank.

Um 18.30 war ein Konzert von der Gruppe Prem Leela. Diese Gruppe ist innig verbunden mit Mooji Baba und lebt in Monte Sahaja, dies ist der Ort wo Mooji mit der Sangha (Gemeinschaft) lebt. Es war richtig gut und die Menschen haben getanzt und gesungen. In dem Raum war so eine hohe Energie, dass man förmlich mitgerissen wurde. Mooji war übrigens auch da und hat mitgesungen, nein getanzt hat er nicht.

Da ich alleine hierher gekommen war musste ich ein paar andere Leute finden, die mit mir nach Tapovan (Ortsteil wo ich wohne) zurück fuhren. Es ist gefährlich hier nachts alleine unterwegs zu sein, vor allem als Frau. Vor dem Ashram sprach ich dann eine Frau und einen Mann an und hatte Glück. Sie warteten noch auf andere ihrer Gruppe. Ich war auf die Sangha von Estonien gestoßen, dies liegt irgendwo zw. Finnland und Russland. Wir liefen zusammen zurück zur Hauptstraße und nahmen dort ein TukTuk. Der normale Preis ist 10 Rupien habe ich erfahren. Somit habe ich gestern nicht nur 10x soviel bezahlt sondern 30x👿! Na ja die Inder sind Meister im Business und ist ja klar, dass sie von den reichen Westlern mehr nehmen. Man darf einfach nicht sagen, dass man zu Mooji will.

Das letzte Stück bin ich dann alleine gelaufen. War aber ok, es waren noch genug Leute unterwegs um 21.30h. Aber mulmig war es mir schon, vor allem hatte es Abschnitte, die kaum beleuchtet waren.

Ich bin dann noch ins Restaurant da ich seit 13.30h nichts gegessen hatte und ich nicht hungrig ins Bett wollte. Ich habe ja praktisch vor meiner Haustür richtig gute Restaurants😉.

Zuhause gab es dann noch eine Kübeldusche und dann ging es mit vollem Bauch und rundum zufrieden ins Bett😴.