5. Tag, Markina-Xemein

Ich liege im Bett der Albergue weil ich auf Monika warten muss und es so kalt ist. Ich könnte gerade wieder eine ganze Wildsau verspeisen wie Obelix, dermaßen  habe ich Hunger. 

Heute Morgen sind wir wieder zusammen gestartet. Wenn wir zusammen laufen treffen wir irgendwie immer die falschen Entscheidungen. Anstatt wie es in meinem Buch steht dem Camino zu folgen, haben wir den GR 121 nach Mutriku gefolgt. Dabei hatten sie extra die Schilder übermalt damit man nicht dort runter geht. Wenn ich alleine gelaufen wäre hätte ich den Camino genommen und Monika wohl auch. Na ja so mussten wir halt zu runter ins Tal laufen und auf der anderen Seite auf der Asphaltstraße wieder nach oben bis Olatz wo wir wieder auf den Jakobsweg gestoßen sind. Wahrscheinlich war das ein kleiner Umweg, denn alle anderen waren bereits in der Bar. Wir sind eigentlich als erste los aber das ist nur ein kleines Detail…😁. 
Wir beschlossen dann wieder getrennt zu laufen unsere Energien scheinen einfach nicht zu harmonieren. Aber mittlerweile ist es ok und ich habe die Situation so akzeptiert wie sie ist. 
Wir sind heute viel Asphalt gelaufen und die Füße tun dementsprechend weh aber ich fühle mich sehr gut. Die Strecke war heute nicht so atemberaubend wie gestern aber trotzdem sehr schön. Es ging viel durch den Wald.
Das Wetter fängt an sich zu ändern und heute Morgen war es bitterkalt. Morgen soll es gemäß Wetterbericht regnen aber wir werden sehen. 
So werde jetzt zusammen mit Monika das Menü Peregrino essen gehen, sie hat mittlerweile abends doch Hunger. 

Es geht vor allem durch den Wald. 

Ein hungriges Maultier…

Das ist eine Kirche… Die Kirche ist rund um drei riesige Felsen aufgebaut. 

4. Tag, Deba

Das What a day. Extrem schön aber auch ausgesprochen anstrengend. Ein ständiges auf und ab. Eigentlich gar nicht so viele Kilometer, ich glaube 22km, aber unendlich viele Höhenmeter. 

Um 8.00h gab es Frühstück im Hostel und anschließend ging es um 8.30 los. Alles dem Strand entlang und dann 4km der Straße entlang bis zum Hafenort Getaria. Dort gab es nochmal einen Cafe con leche, ein Croissant und als Dessert eine heiße Schokolade. Von da an gingen Monika und ich wieder getrennte Wege. Das funktioniert ganz gut wenn wir nicht zusammen laufen. Ich bin es halt auch nicht wirklich gewohnt zusammen zu laufen, da muss die Chemie schon 100% stimmen. 
Nach Zumaia kam ich zu einem schönen Picknickplatz und Monika kam wenig später auch dazu. Dort trafen wir die Entscheidung wieder mal dem GR 121, dem Camino de la Costa, zu folgen. Auf dem Schild stand 3.5 Std. für 9km. Das gab mir schon zu denken. Aber der Senor an der Bar meinte es sei der schönere Weg und zudem 1km kürzer als der Jakobsweg. Manchmal ist es besser man weiß nicht was auf einem zukommt… 
Wir verlassen die Stadt gemeinsam. 

Straße in Getaria. 

Unterwegs nach Zumaia. 

Es geht den Berg runter nach Zumaia. 

Zumaia 

4 verschiedene Zeichen für das Gleiche. 

Rückblick auf Zumaia. 

So schlafen Schafe. 

Ein Hohelied auf die baskischen Kühe und die Milch. 

Schöne Ausblicke…

Auf dem Camino della Costa

Es ist so atemberaubend schön, dass man vergisst zu gehen. 

Wie soll man da NICHT stehenbleiben?

Unglaublich!

Es geht in den Tunnel. 

Noch mehr schöne Aussichten. 

Ein Schäfer bringt seine Schäfchen nach Hsuse.

Der Hirtenhund hatte Angst vor meinen Stöcken und hat seine Hütepflicht vernachlässigt. Plötzlich wollten alle Schafe nach links ausbrechen…

Heute ist die erste Nacht in einer richtigen Pilgerherberge. Sie ist gut belegt und man fragt sich wo plötzlich all diese Pilger herkommen. Haben einen schönen Abend mit Alain und Valerie bei einem Pilgermenu, viel Vino tinto und Orucho di Crema (schmeckt wie Baileys) verbracht. Wir haben viel gelacht und endlich kam dieses Gefühl von Miteinander auf was zw. Pilgern entsteht, wenn man zusammen den Camino geht. Die soziale Seite des Caminos, die ich bis anhin so vermisst habe. 
Buenos noches😴.