148. Tag, Stehekin, Meile 2569.4, Höhe 

Heute Morgen bin ich erst um 7.00 aufgestanden und um 8.00 war ich abmarschbereit. Ist auch mal schön wenn es bereits beim Aufwachen draußen hell ist. Bis zur High Bridge, dem Trailhead von wo der Bus nach Stehekin fährt, waren es ja nur noch 5 Meilen und ich benötigte dafür zwei Stunden. 

Dort hatte es eine Ranger Station und auch Picknicktische. Idealer Ort für das zweite Frühstück. Es galt jetzt nur noch die Zeit totzuschlagen bis der Bus um 12.30 nach Stehekin fährt. Von der Brücke aus beobachtete ich die Lachse, die sich im Fluss gesammelt haben. Wahrscheinlich ruhten sie sich gerade aus bevor sie weiter den Fluss hochschwimmen würden. Ich hätte sie gerne springen sehen aber den Gefallen taten sie mir nicht. Es waren viele Angler unterwegs, kein Wunder, ich hätte auch gerne einen frisch gefischten Lachs auf dem Teller gehabt😋. Der Ranger informierte uns schon mal über das Feuer welches hier in der Nähe wütet. Seit gestern ist es auch wieder diesig. Zudem kommt ab Morgen Schnee auf uns zu für die letzten 4.5 Tage. So kalt wie es die letzten Tage teilweise war, wundert mich das nicht. Ich teile mir das Zimmer mit Kimbi, welche ich im Bus wieder getroffen habe. Wir werden zwei Nächte hierbleiben und am Dienstagmorgen den letzten Abschnitt in Angriff nehmen. Da die Straße am Hartspass wegen dem Feuer gesperrt ist, werde ich wohl direkt nach Kanada laufen. Von Vancouver kann ich immer noch versuchen wieder zurück nach Amerika zu gehen und wenn sie mich nicht mehr reinlassen muss ich wohl meinen Flug vorverschieben. 

Mit dem kultigen roten Bus ging es dann nach Stehekin, natürlich nicht ohne in der Bäckerei anzuhalten. Die offiziellen 10 Min. Aufenthalt mussten noch etwas gedehnt werden bis alle Hiker ihre Backwaren hatten. Wir saßen dann alle selig im Bus und mampften vor uns hin. In Stehekin angekommen ging es direkt in die Lodge wo ich ein Zimmer reserviert hatte. Wir änderten die Reservierung für ein Zweibettzimmer und zwei Nächte anstatt einer. Auf dem Trail habe ich mir gewünscht zwei Nächte zu bleiben aber alleine war mir das zu teuer. The trail provides, einmal mehr. 

Kimbi hat anschließend unsere Wäsche zum Laundromat gebracht und ich lag derweil genüsslich im Bett und trank den Kaffee den ich mir gerade frisch gebrüht hatte. Da ich keine Kleider zum Anziehen hatte blieb mir auch gar nicht viel anderes übrig als im Bett zu bleiben😉. 

Kimbi kam ca. 1.5 Std. später mit der sauberen und trockenen Wäsche zurück und das hieß, dass wir endlich ein Bier trinken gehen konnten. Es hat angefangen zu regnen und war recht kühl, ein Vorgeschmack auf was uns die nächsten Tage erwarten wird. 

Um 19.15 gingen wir im Restaurant essen. Jetzt dürft ihr 3x raten was es wohl gab? Richtig: frischen wilden Lachs aber nicht von hier sondern aus Alaska!

5 Antworten auf „148. Tag, Stehekin, Meile 2569.4, Höhe 

  1. Françoise, du bist im Endspurt, du bist es tatsächlich 😉 !!!! Ich hab einmal mehr ein Grinsen im Gesicht und muss an unsere Probe- und Vorbereitungshikes denken , an all unsere Gespräche, deine Vorfreude, deine Zweifel, deine ganzen Vorbereitungen und sorgfältigen Planungen, deine Zuversicht, deine Françoise-like Arte die Dinge zu betrachten etc.etc. und nun durfte ich dich auf diese Art und Weise begleiten und bin einfach nur hammerstolz und voller Achtung für dich und für deine vielfältige Leistung ; physisch und mental.Danke für all das was du hier mit uns geteilt hast , für deine Transparenz ,für deine Natürlichkeit und deine Authentizität ! Ich freue mich auf dich wenn du zurück bist und aufs gemeinsame Unterwegssein. Drücke dich ! Sandy
    PS. Heidi landet heute in der Schweiz ;-))

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  2. Liebe Françoise,
    Herzlichen Dank für das, was du uns bis jetzt berichtet hast. Auch dafür, dass du uns an deinen Erlebnissen und Gefühlen teilhaben liessest. Einfach super, meine ganz grosse Bewunderung dafür. Ich geniesse es richtig deinem Block zu folgen.
    Ganz viel Glück auf deinem restlichen Weg und weiterhin tolle Erlebnisse.
    ganz liebi Griessli, Marianne

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  3. liebe francoise
    da schließe ich mich meinen Vorschreiberinnen gerne an

    Es ist ein Erlebnis mit dir unterwegs sein zu dürfen
    und von dir detailliert mitgenommen zu werden
    mit allen Gefühlen die du mit uns teilst

    nun sind wir auf dem endspurt
    freue mich mit dir auf das finale

    sei gedrückt
    ganz lieben Gruss

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  4. Hallo Françoise,
    Wir „kennen“ uns ja eigentlich nur über ein Jakobsweg-Forum…
    Ich lese von Anfang an (sehr gespannt) mit. Von Anfang an und voller Bewunderung!
    Im letzten Sommer bin ich den GR10 in Frankreich (Pyrenäenweg von Hendaye nach Banjuls) gelaufen – ein läppischer Klacks verglichen mit dem, was Du da gerade schaffst!
    Sämtliche Hüte ab!
    Dir einen guten Endspurt. Und das Genießen können des selbigen. Aber da wird der Weg Dir ebenfalls das geben, was Du dafür brauchst 😉
    Grüße aus Brüssel,
    Fatma

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