108. Tag, Tuolumne Meadows, Camping, Meile 942.5, Höhe 2616m

Seit heute sind wir auf dem atemberaubend schönen John Muir Trail im Yosemite Nationalpark! Dieses Teilstück sticht raus wie ein Diamant auf dem ganzen PCT. Wenn ihr mir nicht glaubt googelt es mal und klickt auf Bilder😜. 
Heute wurde es nichts mit trockenen Füßen und ich nahm auch noch ein unfreiwilliges Bad. Den ersten (kleinen) Fluss haben wir auf einem nassen Baumstamm überquert. Wir haben die Microspikes angezogen, weil Romana mir diesen Tipp gegeben hat. Hat sehr gut funktioniert und wir waren froh immer noch trockene Füße zu haben. Der zweite Fluss, ganz unten im Tal, wo sich das ganze Wasser sammelt war ein ganz anderes Kaliber. Wir liefen zuerst den Fluss hinunter und da wir keine sichere Stelle zum überqueren fanden gingen wir flussaufwärts. Der Fluss verengte sich in eine Schlucht aber leider nicht eng genug, dass wir ihn hätten überspringen können. Wir gingen weiter hoch und fanden endlich eine seichte Stelle wo wir rüber waten konnten. Die Socken habe ich ausgezogen und die Einlagen entfernt. Dann barfuß in die Schuhe und durch den Fluss waten. Das ging ganz gut aber ich war trotzdem froh drüben zu sein wenn ich an die Schlucht dachte, die weiter unten lag. Auf der anderen Seite haben wir die Schuhe so gut es ging ausgewrungen, Einlagen rein,  Goretex Socken anziehen und in nasse Schuhe schlüpfen. Ja ist genau so eklig wie es tönt aber die Goretex Socken helfen wirklich. Nach dieser Anstrengung beschlossen wir gleich noch zu früstücken. 

Wir fanden gleich wieder zurück auf den Trail und wollten grade durchstarten als wir sahen, dass es noch einen zweiten Fluss zu überqueren galt. Oh nein! Am Anfang war  ein schmaler nasser Baumstamm, welchen wir mit Microospikes in Angriff nehmen wollten. Das zweite, seichtere Stück wollten wir wieder durchwaten. Dummerweise bin ich auf dem Baumstamm ausgerutscht und ins Wasser gefallen😱. Ich konnte mich Gottseidank am Baumstamm festhalten und wieder aufrichten. Dann bin ich durch die Strömung rüber gewatet. Auf der anderen Seite haben wir erst mal ein sonniges Plätzchen gesucht damit ich trockene Kleider anziehen konnte. Es war heute nämlich herbstlich kalt. Brrrr! Die nassen Kleider verteilten wir auf unsere beiden Rucksäcke und befestigten sie mit Sicherheitsnadeln damit sie trocknen konnten. 

Uns kamen Nobos entgegen und sie versprachen uns, dass es keine weiteren nassen Füße geben würde für heute. Gottseidank!

Der Trail war heute sehr einfach, er schlängelte sich eben durch grüne Graslandschaften. Wir kamen dementsprechend gut voran. 

Beim Mittagessen musste ich meine Kleider in der Sonne trocknen und auch das Zelt auslegen. Ich hatte heute Nacht sehr viel Kondenswasser im Zelt. Gottseidank hatte ich mein Handy in einem wasserfesten Beutel verstaut. 

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