16.6. – 1.7.08 von Moissac bis St. Jean-Pied-de-Port

St. Jean Pied-de-Port, 1.7.2008
Heute war den ganzen Tag wunderschönes Wetter aber für Morgen haben sie leider Regen angesagt, ich scheine kein Glück mit den Pyrenäen zu haben oder zumindest was die Aussicht betrifft. Sonst kann ich mich ja nicht beklagen.
Wir werden Morgen zu dritt loslaufen darauf freue ich mich sehr. Roger hat sich entschieden die Pyrenäen nochmals zu überqueren und Bridget hat sich uns auch noch angeschlossen. Leider ist für sie in Ronceveaux Endstation da sie nach Hause zurück muss. Sie schreibt Kinderbücher und im August kommt ihr erstes Buch heraus. Schade und immer wieder muss man loslassen.
Charles ist gestern gegen 22.00 auch noch hier angekommen, wollte gerade die Fensterläden im Zimmer schliessen um ins Bett zu gehen und da kam er gelaufen. Wir haben uns noch kurz unterhalten und uns für heute verabredet. Letzte Nacht haben Gwen, Christine, Charles und ich das Zimmer geteilt und sind aufs Thema schnarchen gekommen. Ich habe dann gemeint er solle mich doch einfach auf die Seite drehen falls ich loslegen sollte. Christine, Gwen und ich haben uns halb tot gelacht bei der Vorstellung. Er ist total sympathisch und ich habe Lust ein bisschen mit ihm zu flirten. Leider hat er vor die Pyrenäen in 3 Etappen zu überqueren, das heisst leider, dass ich ihn auch zurück lassen muss denn ich werde die Etappe in einem Tag machen. Kann nur hoffen, dass in Hunto und Orisson alles voll ist und er bis Ronceveaux weiterlaufen muss.
Werde meine alten Schuhe im Esprit du Chemin an die Fassade zu den anderen Wanderschuhen hängen. Roger und Charles werden mir dabei helfen. Es ist gut zu wissen, dass die Schuhe welche mich von der Schweiz bis zur spanischen Grenze getragen haben, hier einen Ehrenplatz erhalten. Das haben sie verdient.
St. Jean Pied-de-Port, 30.6.2008 (20.5 km)
Ich bin hier am Fuss der Pyrenäen und total glücklich soweit gekommen zu sein! Meine neuen Schuhe sind auch angekommen und ausser dass die Sohlen noch etwas steif sind total bequem. Werde sie Morgen im Städtchen etwas einlaufen.
Heute hatte ich eine ganz leichte und kurze Etappe mit nur wenig Steigung und Gefälle. Bin die meiste Zeit mit Bridget gelaufen, die super schnelle, kleine Engländerin. Ich habe ja schon einen flotten Gang drauf wenn ich gut unterwegs bin aber sie schlägt mich noch.
Habe Roger hier wieder getroffen, den ich auf der berühmt, berüchtigten Etappe von Lectoure (Moskito- und Sumpfalarm!!!) kennengelernt habe. Eigentlich müsste er schon lange in Spanien sein, da er ja 2 Tage Vorsprung auf mich hatte. Er ist am 28.6. bis Orisson gelaufen und am nächsten Tag Richtung Ronceveaux aufgebrochen. In der Herberge in Ronceveaux hat ihn dann plötzlich eine irrationale Angst gepackt und dann hat er am nächsten Tag den Bus zurück genommen. Er kann nur französisch und fühlte sich in Spanien völlig verloren und isoliert weil er die Sprache nicht spricht, der Mut hatte ihn komplett verlassen. Als ich ihn traf war er gerade auf dem Weg zum Bahnhof wo er eine Fahrkarte nach Hause kaufen wollte. Habe mir die Geschichte angehört und gemeint er solle zuerst mal mit mir und den anderen was trinken gehen. Wir haben dann alle mit ihm geredet und versucht ihn behutsam wieder aufzubauen. Er hat geweint und sich auch für seine Ängste geschämt. Was ich völlig unnötig finde, schliesslich kommen wir alle an unsere Grenzen auf diesem Weg und ich habe gelesen, dass auch jeder mindestens einmal weint (bei mir war es öfter…). Er darf doch jetzt nicht aufgeben wo er doch schon so weit gekommen ist.
Er wird heute Abend in den Esprit du Chemin zum Essen kommen und mir mitteilen was er entschieden hat. Mein Gefühl sagt mir, dass ich ihn gerade noch im rechten Moment getroffen habe und dass St. Jacques mich geschickt hat um ihn aufzuhalten. Habe ihm auch angeboten, die Pyrenäen zusammen zu überqueren, was für mich ja auch eine Unterstützung ist, da man immer wieder hört wie anstrengend diese Etappe ist. 1260 m Höhenunterschied bis man auf dem Pass ist und dann wieder 500 m runter bis Ronceveaux, tönt ja nicht gerade nach einem Spaziergang.
Die Herberge in Ronceveaux soll ja sehr speziell sein, Roger hat nicht gerade davon geschwärmt. Ein bisschen militärisch aber vielleicht muss das so sein mit diesen Menschenmassen. Lasse mich einfach überraschen und Morgen gibt es erst einmal Ruhetag!
Wünsche mir von tiefstem Herzen schönes Wetter für die Pyrenäenüberquerung damit ich vielleicht endlich etwas sehe von dieser Herrlichkeit. Bis jetzt wurde ich ja nicht gerade mit schönen Aussichten verwöhnt.
Christine und Gwen haben mich heute verlassen, sie mussten plötzlich ganz schnell auf den Zug weil sie sonst keinen anderen mehr gehabt hätten.

Ostabat, 29.6.2008 (23 km)
Bin in Ostabat, mitten im wunderschönen Baskenland. Mir gefällt die Ecke hier sehr und die Leute sind auch sehr nett. Würde gerne mal hier Ferien machen. Der Monsieur von der Gîte hat uns gleich mal einen Begrüssungsschnaps aufgetischt. Irgendeine Spezialität aus dem Baskenland.
Bridget ist hier, eine junge Engländerin welche ich in Auvillar zum ersten Mal getroffen habe, Christine und Gwen, ja und natürlich der ewige Jean-Claude mit Betty. Ausserdem habe ich noch Charles kennengelernt einen Belgier der auch den ganzen Weg von zu Hause gemacht hat. Ein bisschen verrückt aber sehr nett! Bridget, Carl und ich sind gleich mal ein Bier trinken gegangen. Abends wollen wir uns den Fussballmatch Spanien – Deutschland anschauen, mal sehen ob es hier irgendwo einen Fernseher gibt in einem Restaurant. Hoffe sehr, dass die Spanier Europameister werden, dann ist die Stimmung bestimmt richtig gut im Land…;-).
Morgen werde ich also in St. Jean Pied-de-Port ankommen und ich bin fast ein bisschen aufgeregt. Dies wird meine letzte Etappe in Frankreich sein, nach 2 Monaten! Soviele Bilder und Berichte habe ich über dieses Städtchen am Fuss der Pyrenäen gesehen oder gelesen. Bin gespannt wie es ist da anzukommen. Ob es wohl in Spanien mit den 4-Gang Menues weitergehen wird? Ich glaube kaum, vor allem werde ich wahrscheinlich auf die Käseplatte nach dem Essen verzichten müssen. Hatte die letzten 2 Monate einen richtigen Querschnitt der französischen Käse auf dem Wege.
Aroue, 28.6.2008 (18 km)
Heute war ein wunderschöner Tag wenn auch gegen Mittag heiss, ich bin aber schon um 14.00 Uhr in Aroue angekommen. Die Strecke war wunderschön und oft ging es durch den Wald. Habe mich total glücklich gefühlt, mich an den Rand eines Feldes gesetzt und indische Bajans gesungen. Ich lasse immer mehr los und das macht mich unbeschwert und glücklich.
Ich glaube Spanien wird wieder ganz anders und vor allem ist da fertig mit reservieren, nicht dass ich in Frankreich immer reserviert hätte aber die Angst kein Bett zu finden ist unterschwellig doch immer da, mehr oder weniger. Ich möchte einfach drauf los laufen können ohne daran zu denken wo ich am Abend schlafen werde. Einfach völlig loslassen und auf Gott vertrauen, da er es meistens sowieso viel besser hinkriegt wie ich. Im Moment ist das Vertrauen manchmal da und manchmal nicht.
Agnes ist schon in Ronceveaux, sie hat es in St. Jean Pied-de-Port nicht mehr ausgehalten, da sie sich wieder einmal verliebt hat und ihr Weggefährte zurück nach Genf ist. So eine süsse Maus und immer unglücklich verliebt.
Freue mich auf das neue Abenteuer in Spanien aber zuerst gibt es einen Ruhetag in St. Jean Pied-de-Port. Hoffe, dass meine Schuhe angekommen sind und sie passen aber ich bin zuversichtlich.
Navarrenx, 27.6.2008 (22 km)

Maslacq, 26.6.2008 (23.5 km)
Liege auf dem Bett und draussen zieht gerade ein Gewitter vorbei. Was bin ich doch froh, jetzt nicht draussen sein und laufen zu müssen! Bis jetzt hatte ich immer Glück und das Gewitter kam erst abends.
Habe letzte Nacht sehr schlecht geschlafen, konnte nicht einschlafen. Habe mir auf dem i-Pod Eckhart Tolle angehört und das hat mich eher wach wie müde gemacht und zudem war das Bett viel zu weich und ich zu faul die Matratze auf den Boden zu hieven.
Am Morgen bin ich dann ziemlich lust- und energielos losmarschiert. Alle 5 Minuten kam ein Bänkchen und da habe ich mich dann auch hingesetzt. Muss noch anmerken, dass ich mal wieder ohne Kaffee gestartet bin und dann fehlt mir sowieso der morgendliche Energieschub. Dafür war es ein wunderschöner Morgen, ein bisschen neblig und die Sonne war gerade aufgegangen. In Pomps bin ich dann endlich zu meinem wohlverdienten Kaffee gekommen, habe gleich zwei getrunken da man nie weiss wann man den nächsten bekommt. Die Ladenbesitzerin hat extra für mich den Laden schon früher aufgemacht da sie wahrscheinlich gesehen hat wie mir der Laden runter ging als sie gesagt hat es sei noch geschlossen. Habe mich dann noch mit Lebensmitteln eingedeckt und dann ging es etwas flotter weiter wie vorher. Habe mir Eckharts Worte zu Herzen genommen und einfach akzeptiert, dass ich heute keine Lust hatte, müde war und mich nur so dahin geschleppt habe. Dann wurde es von Schritt zu Schritt einfacher.
Nach Arthez de Bearn war es dann wieder sehr drückend heiss und Schatten gab es auch nicht viel.

Uzan, 25.6.2008 (25.5 km)
Heute war es wieder den ganzen Tag bedeckt und ich habe die Pyrenäen schon wieder nicht gesehen. Scheine kein Glück zu haben mit diesen Bergen. Es war aber sehr angenehm zum Laufen heute, nicht so schwül wie die letzten Tage. Der heutige Tag war aber sehr lange und gegen Ende sogar etwas mühsam da Uzan einfach nicht kommen wollte. Zuerst hiess es noch eine Stunde bis Uzan und da habe ich mich schon gefreut, dass es weniger lange war als ich gedacht habe. Dann kam nach langer Zeit endlich das Ortsschild und ich dachte na endlich! Dann stand darunter, dass es noch 2 km sind bis zum Ortskern von Uzan, Puuuhhh. Dies hat mir auf einen Schlag alle Kraft geraubt und die Motivation war weg. Wer jetzt meint dies sei ein grösserer Ort hat weit gefehlt. Uzan ist ein kleines Nest mit keinen 100 Einwohnern! Habe gegen Schluss Gwen und Christine wieder getroffen als ich völlig vernichtet auf einem Bänkchen sass welches man extra für die Pilger hingestellt hatte. Wahrscheinlich genau deshalb weil alle nach diesem Ortsschild so deprimiert sind. Sie waren auch fix und fertig und wir haben nur noch rumgeblödelt und dumme Sprüche gemacht. Ca use de marcher à Uzan…;-). Auf dem letzten Stück war ich wie betrunken vor Lachen, ich glaube ich habe hyperventiliert, und ich habe es gerade noch bis zur Herberge geschafft.
In der Herberge haben wir auch wieder Jean-Claude und Betty getroffen und ich habe sogar ein eigenes Zimmer! Was für ein Luxus, der einzige Wermutstropfen ist, dass mein Bett völlig durchhängt und ich mir schon überlege die Matratze auf den Boden zu legen. Jetzt werden wir noch zusammen was kochen und dann werde ich nur noch müde ins Bett sinken und hoffen, dass der morgige Tag wieder etwas einfacher wird.
Sensaq, Maison Marson, 24.6.2008 (22.5 km)
Letzte Nacht habe ich trotz der Hitze und Feuchtigkeit relativ gut geschlafen. Bin erst um 3.00 Uhr morgens zum ersten Mal aufgewacht als ich aufs Klo musste. Bin um 6.15 aufgestanden, schnell ins Casino zum einkaufen (nicht zu empfehlen da sehr teuer!) gegangen und habe dann gefrühstückt. In Aire sur l’Adour macht der Supermarkt extra für die Pilger von 6.15 – 6.45 auf und schliesst dann wieder bis 8.00 Uhr. Wenn das kein Dienst an den Pilgern ist…;-).
Um 7.30 bin ich los und die Strecke war ziemlich eintönig und langweilig. Ausser kurz nach Aire sur l’Adour ging man durch ein Naturschutzgebiet an einem See entlang. Es war total idyllisch und ruhig, man hörte nur die Vögel zwitschern. Als ich zur Strasse hochkam sass ein Päarchen mit einer Tasse Kaffee in der Hand vor dem Wohnmobil und blickte auf den See. Diese Szene hatte so etwas friedliches und es machte mir richtig Lust auch einmal im Wohnmobil rum zu kurven und anzuhalten wo ich gerade Lust habe. Wer weiss vielleicht mache ich das ja mal.
In Miramont Sensacq hätte man bei schönem Wetter zum ersten Mal die Pyrenäen sichten können nur leider war es zu dunstig und man hat nichts aber auch gar nichts sehen können. Schade, wäre bestimmt ein schöner und berührender wenn nicht zu sagen historischer Moment gewesen.
Meine rechte Brust ist heute angeschwollen und juckt erbärmlich, hat sie mich doch voll getroffen diese bedauernswerte Biene. Die anderen Pilger meinen sicher ich habe Läuse und werden ein grossen Bogen um mich machen..;-).
Morgen mache ich mal wieder eine etwas längere Etappe und hoffe, dass das Wetter hält und es keine Gewitter gibt aber bis jetzt hält ja Gott sein schützendes Händchen über mich.
Mein rechter Fuss schmerzt heute mal wieder sehr. Dieser Fersenschmerz begleitet mich fast schon den ganzen Weg, ich glaube die ersten 2 Wochen hatte ich noch Ruhe aber seitdem Schmerzen ohne Ende. Am linken Fuss habe ich absolut keine Probleme.
Aire sul l’Adour, 23.6.2008 (20 km)
Es ist so schwül, ich könnte schon wieder duschen. Das Gewitter welches man den ganzen Tag erwartet hat ist bis jetzt nicht gekommen. Habe mir mal wieder unnötige Sorgen gemacht. Hoffe, dass es heute Nacht kommt und nicht Morgen. Bis jetzt hatte ich ja immer Glück bin noch nie in ein Gewitter gekommen.
Heute bin ich um 7.15 los und es war so schwül und feucht, dass es sehr unangenehm war. Die Moskitos haben mal wieder zugeschlagen und es waren wieder schlammige Wege zu meistern. Aber nach Lectoure kann mich in Sachen Sumpf und Moskitos so leicht nichts mehr erschüttern. Wobei ich die Moskitos nach wie vor ein Plage finde. Frage mich immer wie Gott nur so unnütze Kreaturen erschaffen konnte. Irgendwie muss er halt schon ein Sadist sein oder warum sonst gibt es Moskitos?
Hatten den ganzen Tag Angst vor dem Gewitter welches bis jetzt nicht gekommen ist. Der Verstand ist immer damit beschäftigt sich Sorgen zu machen anstatt einfach im gegenwärtigen Augenblick zu bleiben. Erst im Nachhinein sieht man wie unnötig das Ganze eigentlich ist.
Weiss noch nicht, ob ich Morgen bis Pimbo oder bis Uzan laufe, kommt ganz darauf an ob ich in der Gîte noch ein Plätzchen zum Schlafen finde. Mal schauen was Gott morgen mit mir vor hat.
Heute Nachmittag hat mich eine Biene in meine rechte Brust gestochen. Ich war gerade am picknicken und sie hatte sich in meinen Haaren verheddert. Ich werde dann immer ganz hektisch und habe sie aus den Haaren geschüttelt. Daraufhin ist sie so aggressiv geworden, dass sie mich in die Brust gestochen hat. Es hat aber nur kurz weh getan und es ist kaum geschwollen. Nicht wirklich schlimm wenn man bedenkt, dass die arme Biene wahrscheinlich ihr Leben lassen musste.
Maison Labarbe, 22.6.2008 (22 km)
Heute bin ich um 6.30 losmarschiert. Es war fast bis 13.00 Uhr bedeckt und dunstig. Es war sehr angenehm zum laufen. Erst ab 13.00 Uhr hat es angefangen heiss zu werden aber da war ich schon fast am Ziel.
Die Gîte hier ist sehr schön. Es ist ein umgebauter Hühnerstall aber von dem merkt man nichts mehr. Wir sind wieder alle vereint: Jean-Claude, Betty, Christine und Gwen. Ein richtiges Kontrastprogramm zu gestern Abend.
Heute habe ich den ganzen Tag niemanden gesehen wahrscheinlich weil ich so früh los bin. War irgendwie komisch, hatte das Gefühl im falschen Film zu sein oder auf dem falschen Weg.
Habe nach dem Duschen ein kleines Nickerchen gemacht und hatte meine Ohrstöpsel in den Ohren. Habe gar nicht bemerkt wie alle rein gekommen sind und plötzlich waren alle da. Wir haben geredet, gelacht und ein Gruppenfoto gemacht. Schön wieder andere Leute um mich zu haben.
Agnes hat mir heute in der Kirche von l’Hôpital einen Gruss hinterlassen das hat mich total gefreut. Sie ist mir immer noch drei Tage voraus. Dann habe ich noch gesehen, dass Heribert und Irène, welche ich auf dem Weg von Genf nach Le Puy kennengelernt habe, fast 10 Tage vor mir sind. Nimmt mich Wunder ob sie immer noch so schwere Rucksäcke haben oder ob sie inzwischen Sachen zurückgeschickt haben. Ich scheine ja wirklich eine lahme Ente zu sein aber es läuft halt jeder in seinem Tempo und ich habe ja auch keinen Grund mich zu beeilen.
Die Kirche bei l’Hôpital ist übrigens ein ganz verwunschener und wunderschöner Ort. Da kann man gut eine Weile bleiben und die Ruhe geniessen. Guter Ort zum meditieren. Total schöne Energie.

Sauboires, 21.6.2008 (24 km)
Heute ist Sommeranfang und das Thermometer ist wirklich auf ca. 35 Grad geklettert! Was für eine Tortur bei so grosser Hitze zu laufen. Ich hatte solche Angst zu verdursten, dass ich mir noch eine Flasche Wasser dazu gekauft habe. Bei jedem Brunnen habe ich gleich wieder meine Flaschen aufgefüllt und mich zuerst noch an den Wasserhahn gehängt.
Ich bin heute mit Christine und Gwen um 6.45 gestartet und gleich zum Anfang haben wir uns verlaufen. Ist schon komisch, dass dies immer passiert wenn ich mit anderen zusammen unterwegs bin. Alleine verlaufe ich mich fast nie! Irgendwie scheine ich meinen Instinkt zu verlieren sobald andere Menschen um mich rum sind oder ich vertraue einfach auf die anderen. Wir sind den gleichen Weg dreimal hin und her gelaufen bis wir an Hand von den Karten und unserem abhanden gekommenen Orientierungssinn den richtigen Weg doch noch gefunden haben. Dann wollte ich eine Abkürzung über die Strasse nehmen und habe prompt die Abzweigung verpasst, da ich nicht mehr geschaut habe da zwei andere Pilger vor mir liefen. Schon wieder ist mir mein Instinkt verloren gegangen…;-). Christine und Bee, welche hinter mir liefen sind dann irgendwann umgekehrt, ich habe sie plötzlich nicht mehr gesehen.
Es war erst 8.00 Uhr morgens und schon sehr heiss, einen kurzen Moment bin ich fast in Panik gekommen beim Gedanken mich bei dieser Hitze zu verlaufen und zu wenig Wasser dabei zu haben. Habe dann meine negativen Gedanken auf die Seite gewischt und sehr resolut ein Auto angehalten und nach dem Weg gefragt. Es war gut, dass ich nicht umgekehrt bin denn ein kurzes Stück später bin ich wieder auf den GR 65 gestossen. Habe mich dann erst mal im Schatten ausgeruht und dann kamen auch Christine und Bee wieder. Sie hatten sich auch verirrt. Gibt schon komische Tage, scheint manchmal kollektiv zu sein.
Beim Pilgerfritz in Lamothe habe ich dann einen Kaffee getrunken und ziemlich viel Zeit verloren. Scheinbar hat mich Roland von der Maison des Pelerins in Condom gesucht da er einen Todesfall in der Familie hat und zurück nach Deutschland muss. Hat mich gefragt ob ich in der Zeit seine Gîte in Condom führen möchte. Habe ihm auf die Mailbox geredet aber bis jetzt nichts von ihm gehört. Vielleicht hat er das Problem ja anders lösen können. Ich möchte im Moment auch nicht anhalten da ich spätestens am 3. Juli in St. Jean-Pied-de-Port sein muss um meine neuen Wanderschuhe auf der Post abzuholen.
Habe in Eauze erst mal ausgiebig Pause gemacht und mich im Office de Tourisme erkundigt ob die Gîte in Saubois überhaupt offen hat, da ich niemanden erreicht habe. In Eauze war gerade ein Musikfestival und Christine, Bee und der Besitzer der Bar wollten mich überzeugen hier zu bleiben und das Fest zu geniessen. War am hin und her überlegen aber eigentlich hatte ich keine Lust auf ein Fest mit vielen Menschen, irgendetwas in mir zieht mich einfach immer weiter. Bin dann bei grösster Backofenhitze weitergelaufen und musste bei jedem Baum oder noch so kleinen Schatten anhalten um Pause zu machen und mich runterzukühlen.
Bei der Abzweigung Richtung Saubois bin ich an einer schönen Farm vorbeigekommen und ein schöner junger Mann stand auf dem Feld und hat Gemüse geerntet. Er hat mich gefragt ob ich in die Gîte wolle und ich habe ja gesagt. Er hat gemeint er sei der Betreuer der Gîte und hat mich erst einmal auf ein kühles Bier eingeladen, seine Frau kommt auch aus der Schweiz. Anschliessend hat er mir noch aus dem Hühnerstall ein paar frische Eier geholt für mein Abendessen und mich dann in die Gîte gefahren. Bei der Hitze habe ich nicht Nein gesagt, vor allem nicht wenn ich schon ein Bier getrunken habe. Das hat mich nämlich gleich umgehauen.
Bin seit langem wieder mal ganz alleine in der Herberge und geniesse es mich so richtig ausbreiten zu können. Werde mir Spiegeleier brutzeln und Tomaten und Brot essen. Morgen werde ich auch wieder früh loslaufen, denn es soll wieder heiss werden. Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf Spanien!
Man kommt auf diesem Weg schon immer wieder einmal an seine Grenzen, manchmal bin ich sogar richtig verzweifelt und dann tut sich wieder eine Türe auf. Ich kriege immer Hilfe wenn ich es nötig habe aber manchmal ist es auch ganz schön schwer zu vertrauen. Bin sehr stolz auf mich, dass ich diesen Tag geschafft habe trotz aller Irrwege und überhaupt dass ich schon soweit gekommen bin.
Seviac, 20.6.2009 (20 km)
Heute befinde ich mich an einer römischen Ausgrabungsstätte. Sitze auf einer uralten Mauer einer ehemaligen römischen Villa und geniesse den Sonnenuntergang. Der Gîte ist auf dem Gelände der Ausgrabungsstätte und jetzt am Abend haben wir den ganzen Platz für uns alleine, für die Touristen ist ab 18.00 Schluss und die Pilger können gemütlich ihre Runde drehen. Das ist schon sehr speziell! Was mich am meisten fasziniert sind die alten Bäder und die Heiztechniken welche die alten Römer schon hatten, ja und natürlich die Mosaike. Wir meinen vielleicht Bodenheizung wäre was modernes aber nein die Römer in der Antike kannten das auch schon oder besser sie sind wahrscheinlich sogar die Erfinder..;-).
Meine Schwellungen an den Armen sowie an der rechten Hand und im Gesicht sind stark zurückgegangen. Ich kann schon wieder die Venen meiner Hand sehen. Dies ist glaube ich eines der wenigen Dinge die ich nicht noch einmal erleben möchte!!!
Heute habe ich Jean-Claude und Betty wiedergetroffen. Dass ich Jean-Claude wiedersehe habe ich ja fast erwartet aber Betty war dann doch eine riesige Überraschung. Sie ist ja von Conques aus nach Hause gefahren und man hat ihr angemerkt, dass sie am liebsten geblieben wäre. Sie hatte aber private Sachen zu Erledigen und musste in die Schweiz zurückkehren. Nachdem sie ihre Sachen erledigt hatte, hat sie dann beschlossen, dass sie auf den Weg zurückkehrt und Jean-Claude hat dann in Condom auf sie gewartet. Ob das wohl eine neue Liebesgeschichte auf dem Camino ist? Wir werden ja sehen…Wir sind dann bis Montreal du Gers zusammen gelaufen und sie sind dann da geblieben. Ich wollte aber unbedingt noch weiter zu dieser Ausgrabungsstätte und habe mich bei grosser Hitze noch ca. 2 km weitergequält. Angefühlt hat es sich wie 10 km und ich bin mit hängender Zunge und völlig ausgepumpt in Seviac angekommen. Der Empfang war sehr herzlich und es hat sich wirklich gelohnt noch bis hierher weiterzulaufen.
Morgen möchte ich sehr früh starten da sie ca. 35 Grad vorausgesagt haben. Das heisst man kann ab ca. 14.00 Uhr nicht mehr laufen weil die Hitze einfach zu gross ist. Man kann sich das etwa so vorstellen wie wenn man in einem Backofen läuft….
Condom, 19.6.2008 (26 km)
Ich bin total fertig. Weiss nicht ob es die lange Etappe ist, die Sonne, die Hitze, die vielen Moskitostiche oder alles zusammen. Heute war der erste Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad. Vielleicht ein Vorgeschmack auf Spanien?
Kurz vor Condom habe ich unter einem Baum ein Schläfchen gemacht und das hat mir sehr gut getan. Anschliessend habe ich auch das letzte Stück noch gut hinter mich gebracht.
Roland von der Gîte hat gemeint, dass sie für den Monat Juli auf dem Camino Frances 25’000 Pilger erwarten. Hilfe, vielleicht sollte ich doch den Küstenweg nehmen. Ja, ja der Hape ist an allem schuld. Hätte er nicht diesen Bestseller geschrieben wäre jetzt nicht so ein run auf den Jakobsweg…;-). Habe Agnes eine sms geschickt und sie hat gemeint ich solle mir doch keinen Kopf machen. Sicher sei alles nur halb so schlimm.
Bin bei Roland in der Maison du Pelerin abgestiegen. Letztes Jahr habe ich es ja nicht geschafft deshalb bin ich um so erfreuter, dass es dieses Mal geklappt hat. Der Platz hier ist wirklich zu empfehlen und man fühlt sich hier sehr willkommen.
Heute gab es keine Katastrophen wie Sümpfe und Moskitos zu bewältigen aber ich leide immer noch von den Nachwirkungen des gestrigen Tages. Meine rechte Hand ist total geschwollen und auch meine Arme und das Gesicht. Roland hat mir gesagt, dass viele Leute in Condom das Spital aufsuchen mussten wegen den vielen Stiche und allergischen Reaktionen. Es gibt auch Leute die danach Fieber hatten.
Marsolan, 18.6.2008 (19 km)
Der heutige Tag geht unter „knapp überlebt“ ein!
Eigentlich hat der heutige Tag ganz gut damit angefangen, dass ein lieber Mensch, evt. ohne Absicht, meine total verdreckten Schuhe geputzt hat. Ich wollte meine Schuhe anziehen und traute meinen Augen nicht. Da standen sie blitz, blank sauber und haben mich angestrahlt. Habe innerlich dem unbekannte Wohltäter gedankt und bin dann frohgemut und mit einem Lied auf den Lippen losmarschiert. Die Sonne schien und alles war ganz wunderbar.
Kurz vor Lectoure habe ich José getroffen welche vor einem völlig verschlammten Feld stand und den Weg suchte. Wir standen ein paar Minuten ziemlich ratlos rum und dann kam ein Bauer und der meinte wir müssen da mitten durch. Habe geflucht über die Franzosen welche uns armen Pilger über solche Schlammpfade schicken und mich ins unvermeidliche Schicksal reingeschickt, meine Schuhe versanken fast bis zum Schaft im Schlamm. Scheisse!!! Bin anschliessend durch das feuchte Gras gelaufen um meine Schuhe wenigstens ansatzweise wieder etwas vom Schlamm zu befreien. In Lectoure habe ich dann eine ausgiebige Pause gemacht, Lebensmittel gekauft und im Park gegessen. Von hier hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft.
Heute Nachmittag war es auch zum ersten Mal so richtig heiss und prompt ist mir auch das Wasser langsam ausgegangen.
Das schrecklichste stand mir aber noch bevor kurz nach Lectoure. Am Anfang ging es noch der Strasse entlang und dann ging der Weg rechts ab in den Wald. Plötzlich war ich mal wieder mitten im Schlamm. Am Anfang konnte ich mich noch links und rechts daran vorbeizirkeln aber mit der Zeit war es so schlimm dass ich regelrecht im Schlamm versank. Ich war aber schon zu weit um noch umkehren zu können und musste wohl oder übel da durch. Der Sumpf war ja schon schlimm genug aber dann kamen noch riesige Schwärme von Moskitos dazu. Sowas habe ich echt noch nie erlebt und ich kam mir vor wie irgendwo im Dschungel. Ich habe mit den Armen wild um mich geschlagen und musste gleichzeitig aufpassen nicht auszurutschen und auf die Schnauze zu fallen. Ohne meine Stöcke hätte ich diese Strecke wohl nicht geschafft. Ich habe vor Verzweiflung geschrien und gebetet und war nahe dran total in Panik zu verfallen. Ich habe geschnaubt wie ein Pferd um mir die Moskitos aus dem Gesicht zu blasen aber es hat alles nicht viel genutzt.
Als ich endlich aus dem Sumpf rauskam und wieder auf der Strasse war hat mich so eine eiskalte Wut überkommen, dass ich wie eine Furie weitermarschiert bin. Ich hatte echt Mordgedanken und nur gut ist mir niemand über den Weg gelaufen. Die Moskitos haben mich noch lange verfolgt und irgendwann habe ich meinen Rucksack auf den Boden geknallt und das Moskitorepellent ausgepackt welches natürlich ganz unten in meinem Rucksack war. Ich habe mich von Kopf bis Fuss eingesprüht und habe mich dann erst mal völlig erschöpft hingesetzt. Dies ist wirklich mit Abstand das schlimmste was mir bisher auf diesem Weg wiederfahren ist. Von diesem Schock musste ich mich erst einmal erholen. Wenn ich wieder zu Hause bin werde ich dem Tourismusbüro in Lectoure einen Brief schreiben, denn dieser Weg gehört einfach gesperrt. Man hätte die Strecke auch auf der Strasse laufen können und es ist wirklich nicht zuviel verlangt eine kleines Schild aufzustellen, dass der Weg momentan nicht passierbar ist. Ich weiss z.B. dass José eine Allergikerin ist und wenn sie diesen Weg nehmen würde, was sie Gott sei Dank nicht getan hat, könnte das erste Konsequenzen haben.
Beim nächsten Halt habe ich mir dann das Gesicht, Arme und Beine mit Wasser abgespühlt und anschliessend Sonnencrème aufgetragen.
Kurz vor Marsolan habe ich an einem Picknickplatz Pause gemacht und da kam ein anderer Pilger den Weg entlang. Ich musste mir nur seine Schuhe anschauen um zu wissen, dass er auch diesen Weg genommen hat. Wir haben uns dann unterhalten und zusammen gegessen und zu diesem Zeitpunkt konnte ich schon wieder lachen. José hat sich dann auch noch zu uns gesellt und wir sind alle zusammen weiter nach Marsolan gelaufen.
Mein Gesicht, meine Arme und Hände sind total geschwollen und Christine hat mir eine Crème gegeben welche ich auftragen kann. Zusätzlich habe ich auch noch Tavegyl genommen um die Allergie etwas einzudämmen. Normalerweise reagiere ich ja nicht allergisch wenn mich Moskitos stechen aber wenn man gleich von ganzen Schwärmen gefressen wird…
Gott sei Dank war meine generelle Stimmung heute wieder besser sonst würde ich nach diesem Erlebnis wohl nach Hause zurückkehren. Aber eben mein Motto ist ja: „Never give up“!!!
Castet-Arrouy, 17.6.2008 (22.5 km)
Ich sitze im Garten der Gîte und vor mir sehe ich gerade einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wenigstens Abends haben wir noch etwas von der Sonne, habe heute nämlich wieder ziemlich gehadert. Hatte die Schnauze einfach voll von diesen Schlammpfaden. Meine Schuhe sehen aus wie nach einer Schlammschlacht und ich habe sie nicht einmal geputzt, die werden ja eh gleich wieder schmutzig.
Es ist sehr friedlich hier in der Gîte. Habe mit Christine und Bee im Garten zu Abend gegessen und jetzt wollen wir uns zusammen den Match zwischen Frankreich und Italien reinziehen. Leider ist der Empfang sehr schlecht, ich glaube nicht dass ich ihn zu Ende kucken werde.
Morgen soll das Wetter besser werden aber das haben sie schon gestern gesagt und ich bin wieder im Schlamm rumgelaufen. Im Moment ist wirklich loslassen angesagt aber ich habe echt Mühe. Jetzt geht es langsam Richtung spanische Grenze und ich freue mich total auf die Pyrenäen. In knapp 2 Wochen lasse ich Frankreich hinter mir, im ganzen war ich dann 2 Monate in diesem Land.
Jetzt ist die Sonne gerade hinter einer Wolke verschwunden und es ist schon wieder bald Zeit ins Bett zu gehen. Spätestens um 22.00 Uhr bin ich immer in den Federn.
Auvillar, 16.6.2008 (19 km)

Was habe ich heute doch mit mir gekämpft und gehadert. So einen schlimmen Tag hatte ich schon lange nicht mehr.
Bin heute Morgen wieder mal bei Regen gestartet und völlig unmotiviert losmarschiert. Jean-Luc und Paulette haben noch ein Foto von mir gemacht in voller Regenmontur. Ich war völlig genervt und hatte Nullbock. Habe mich immer und immer wieder hingesetzt und Pause gemacht, am liebsten hätte ich den ganzen Bettel hingeschmissen. Hatte die Nase voll von diesem Scheisswetter und überhaupt warum tue ich mir das eigentlich an? War den ganzen Tag auf Asphalt unterwegs und dies hat meine Laune auch nicht gerade verbessert, im Gegenteil zusätzlich haben mich die Füsse noch total geschmerzt. Habe mich sogar darüber geärgert, dass es nie ein Bänkchen gibt wo man sich hinsetzten kann und wenn eines kommt dann bestimmt im falschen Moment. Hatte mich kurz vorher völlig entnervt auf den Boden gesetzt und keine 5 Minuten später kam ein Picknickplatz. Die machen sich wohl über mich lustig…;-(. Gottseidank geht alles einmal vorbei auch die schlechteste Laune!
Am Nachmittag ist dann sogar die Sonne rausgekommen und hat langsam aber sicher meine negativen Gedanken vertrieben.
Der Gîte communal von Auvillar ist neu renoviert und wunderschön. Es hat eine grosse, gut eingerichtete Küche, einen kleinen Salon, schöner Garten mit Tischen und Bänken. Bin in einem Zweierzimmer mit José, wir haben bereits in Moissac das Zimmer geteilt.
Habe mir in der tollen Küche wieder einmal Pasta gekocht, mein Leibgericht momentan. Es war auf jeden Fall total lecker. Habe unterwegs Pfefferminz gefunden und der kam dann auch noch in die Pasta.
Momentan mache ich die gleichen Etappen wie damals mit Christian nur dieses Mal alleine. Ab Condom ist dann alles wieder neu, da ich diese Strecke noch nie gelaufen bin.
Ab Morgen soll das Wetter besser werden und ab Mittwoch wird es sogar heiss. Es wird dann aber nicht gejammert, bin genug im Regen gelaufen!
Wolfgang wird morgen meine neuen Wanderschuhe zur Post bringen damit ich sie habe wenn ich in St. Jean-Pied-de-Port ankomme. Werde dann die Pyrenäenüberquerung mit neuen, noch nicht eingelaufenen Schuhen machen aber darüber mache ich mir keine Sorgen. Habe eigentlich nie Probleme mit neuen Schuhen und bis jetzt hatte ich eine einzige Blase.

Eine Antwort auf „16.6. – 1.7.08 von Moissac bis St. Jean-Pied-de-Port

  1. Hallo Francoise,wie geht es Dir, warum schreibst du nicht mehr weiter? Hast du mit Fritz betreffend Rückkehr in den Alltag eine Antwort oder ein Trost finden können? Das Buch \“Muscheln am Weg\“ von Carmen Rohrbach erzählt von einem Pilger der gerade deshalb den ganzen Weg wieder zurück gelaufen ist um innnerlich zu Hause ankommen zu können.Falls du einfach einmal Abstand brauchst verstehe ich das, fände es aber schade nichts mehr von deiner Reise lesen zu können.Gruss Michael aus Allschwil

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