Ankunft in Bayonne

Ich bereue bereits, dass ich mein Zelt zu Hause gelassen habe. Das erste Refuge welches ich morgen ansteuern wollte hat leider geschlossen. Habe aber Chambre d’Hôtes in Espelette gefunden. Morgen soll es auch regnen, also gut zu wissen, dass ich morgen ein trockenes Plätzchen vorfinden werde. In Frankreich muss man immer einen Tag vorher anrufen um sich was zum schlafen zu organisieren. In Spanien ist das Gottseidank nicht so, die Pilgerherberge ist einfach offen oder an der Türe steht eine Telefonnummer. Ich bin in die Kathedrale um mir den Pilgerstempel zu holen und die Erste Pilgerin die ich getroffen habe hat mich bereits genervt..😁. Ich habe die nette Dame in der Kathedrale gefragt wo ich den Gas für meinen Campingkocher finden könnte. Worauf sie mich völlig entsetzt angeschaut hat und darauf hingewiesen hat, dass die Pilgerherbergen alle mit einer Küche ausgerüstet seien. Ich habe gemeint,ich mache mir halt unterwegs gerne mal einen Tee oder einen Kaffee. Dann ist besagte Pilgerin dazugestossen und hat gemeint ich solle doch einfach vertrauen..🤔. Was hat das denn bitte damit zu tun? Bin sicher, dass sie zu den Pilgern gehört, die von A-Z schon alles durchreserviert haben. Habe insgeheim gehofft, dass sie nicht den gleichen Weg nimmt wie ich, denn auf solche Pilger habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Es kann ja nur besser werden…😖. 

Die Anreise war irgendwie anstrengend. Angefangen damit, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte und dann um 4.00 morgens aufstehen musste. Um 6.20 ging mein Flug und um 8.00 war ich bereits in Bordeaux. Musste dann leider Bus 12.00 warten bis mein Bus nach Bayonne fuhr. In der Zwischenzeit hätte ich ja Zeit genug gehabt für meine dreistündige Busreise nach Bayonne Proviant und Wasser zu organisieren aber irgendwie habe ich das glatt vergessen. Hatte nichts zu essen und noch ca. 2dl Wasser, welches ich auf 3 Stunden verteilen musste. Im Bus war es zudem ziemlich heiss und in Bayonne bin ich regelrecht aus dem Bus gestürzt. Habe mir bei der ersten Möglichkeit Wasser und was zu essen gekauft, mein Blutzucker war völlig im Keller. 
Habe ein Zimmer mitten in der Altstadt und fühle mich wie so meistens am Ankunftstag fremd in einer fremden Stadt. Bayonne ist aber sehr schön und ich bin die längste Zeit durch die alten Gassen flaniert. Habe mit dem iPhone leider kein Foto gemacht nur mit der Kamera. Freue mich auf Morgen wenn ich endlich loslaufen kann. Dann fühle ich mich meistens gleich besser. Ich bin einfach nicht gerne Tourist und fühle mich  irgendwie fehl am Platz. Sobald ich anfange zu laufen finde ich langsam wieder zu mir selber und es fällt mir einfacher auf andere zuzugehen. 
Muss jetzt noch meinen Rucksack umpacken und dann werde ich wohl bald schlafen gehen. Durch den Wassermangel heute habe ich leider Kopfschmerzen…😒. 

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