23.4. – 26.4.2008 von Basel nach Le Bémont

am donnerstag bin ich dann um 9.00 los und zwar nochmal eine kurze etappe bis Kleinlützel. dort bin ich im gasthaus zum engel abgestiegen und hatte ein zimmer ganz für mich alleine. war schon ziemlich früh in Kleinlützel und habe dann noch einen ausflug nach röschenz gemacht. Leider habe ich pfarrer szabo nicht angetroffen, sonst hätte ich mir von ihm noch einen pilgersegen geben lassen. das wetter hatte es bis anhin gut mit mir gemeint, nur ab und zu ein paar regentropfen aber nicht mal genug um die regenpellerine auszupacken.
am abend habe ich mir dann mit ein paar leuten vom dorf den fussballmatch YB – Luzern reingezogen und habe mich natürlich gefreut, dass YB verloren hat…;-).

am freitag morgen als ich beim frühstück sass habe ich mal kurz zum fenster rausgeschaut und es hat in strömen geregnet. es hat dann aber bald aufgehört und mehr als ein paar tropfen habe ich nicht abgekriegt. es sah aber den ganzen tag grau und trübe aus und ich habe jeden moment einen regenschauer erwartet. er kam aber gott sei dank nicht. dies war meine erste richtige etappe bis Les rangiers und abends war ich fix und fertig. eigentlich hätten es nur 20 km sein sollen aber die haben im jura die wege teilweise anderst angelegt und schlussendlich habe ich bestimmt 25 km gemacht, wenn nicht mehr. ich bin zum ersten mal an meine grenzen gestossen und habe mich mal wieder gefragt, warum ich mir das eigentlich antue. Hatte mal wieder keine antwort aber ich weiss dass so momente vorbeigehen. 
gegen schluss der etappe habe ich mich dann noch verlaufen und habe dann völlig verzweifelt im hotel angerufen wo ich ein zimmer reserviert hatte um nach dem weg zu fragen. die frau am telefon hat mir dann den weg erklärt und schlussendlich habe ich es dann doch noch gefunden. Ich habe dann noch schnell mit willi telefoniert weil ich jemanden gebraucht habe der mich aufstellt. willi bringt mich immer zum lachen und dann geht es mir gleich wieder besser. Ich war total müde und erschöpft. im restaurant habe ich dann mit einem wanderpäarchen zu abend gegessen.
Ich bin dann ins bett und habe 2 panadol geschluckt weil mir mein rücken und meine füsse so richtig weh getan haben. in diesem moment habe ich geblaubt, dass ich am nächsten tag keinen einzigen schritt mehr machen kann.

Heute morgen, am 26. april bin ich dann wieder früh los zusammen mit dem wanderpaar. es war strahlend schön aber kalt. die strecke von les rangiers nach saignelegier ist bekannt als panoramaweg und es ist wirklich sehr schön. man geht viel über weiden und durch lichte wälder. teilweise kommt es einem vor wie im Märchen. ich hatte immer mal wieder krisen zu überstehen weil mir die füsse so weh taten aber schlussendlich habe ich es dann doch bis zur jugendherberge in le bemont geschafft. so ich muss aufhören, das ist so mühsam mit dieser tastatur es ist zum verzweifeln. Ich melde mich dann wieder.

Le Bémont, 26.4.2008
endlich, endlich bin ich an einem ort wo es Internet hat. werde alles in kleinschrift schreiben da die tastatur echt mühsam ist.
Ich bin am letzten Mittwoch in basel vom Neuwilerplatz gestartet und habe nur eine kurze etappe bis Mariastein gemacht. es war ziemlich nass und rutschig, da es die tage vorher ja ausgiebig geregnet hatte. Prompt bin ich natürlich ausgerutscht und habe danach ausgesehen als hätte ich in die Hosen geschissen. dabei hatte mich ein nettes ehepaar noch gewarnt ich solle auf der strasse bleiben da es so rutschig sei aber eben wer nicht hören will muss fühlen. Ich habe mich vor biel-benken auch noch verirrt und eine ausländerin hat mir dann den weg gezeigt. war irgendwie lustig. Ich war dann um 15.00 schon in Mariastein und um 15.30 ist dann silvie mit dem bus gekommen. sie wollte zuerst die etappe mitlaufen hatte dann aber schmerzen im fuss und dann ist sie nach Mariastein gefahren um mich zu verabschieden. wir sind dann zusammen in die gnadenkapelle und ich habe eine Kerze angezündet und um Schutz auf meinem Weg gebetet.

silvie ist dann mit dem bus nach hause gefahren und ich habe noch den kurzen weg bis zur jugendherberge zurückgelegt. die jugendherberge von Mariastein-rotberg ist in einer burg untergebracht und man fühlt sich zurückversetzt ins mittelalter. Ich habe meine erste Nacht im schlafsaal gut überstanden aber ausser mir hatte es auch nur einen Mann mit 2 kindern.

4 Antworten auf „23.4. – 26.4.2008 von Basel nach Le Bémont

  1. Liebste Françoise…war die letzten Tage oft in Gedanken bei dir und habe mir vorgestellt, wo du gerade so läufst oder dich von den Strapazen ausruhst…ob du wohl immer den richtigen Weg findest. Aber ich bin sicher, dass dein Schutzengel neben dir hergeht…den Mutigen gehört die Welt sagt ein Sprichwort…oder? Nun ich würde wohl gerne auch den Mut haben ein Stück weit mit dir zu gehen…komme nicht vom Fleck und sehen meinen Weg momentan auch nicht vor mir…habe ihn schon etwas länger aus den Augen verloren. Du wirst mir fehlen…und ich hoffe, dass du guten Mutes vorankommst…lass es dir gut gehen und verzweifle nicht…ich denke an dich…habe in der Gnadenkapelle um deine sichere Heimkehrr gebieten. S.

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  2. Hallo Silvie,Um ehrlich zu sein ich habe mich schon ein paar Mal verlaufen..;-). Vielleicht kannst du ja doch noch irgendwann ein Stück mitlaufen, wer weiss. Manchmal sieht man den Weg nicht vor sich und man muss einfach den ersten Schritt tun und der Rest kommt dann von alleine. Also machs gut und es ist schön immer mal wieder von dir zu hören.Lieber Gruss Françoise

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  3. Liebe Françoise, Hoffe, Du hast meinen letzten Eintrag bekommen. Habe nichts mehr von Dir gehört undschon mache ich mir Sorgen! Denke an Dich u.wünschen Dir auch Morgeneinenguten Tag. Alles Liebe, LexiPS: Bittte, gib mir auch Antwort!

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  4. Immer noch nichts von Dir gehört via Internet! Zum Glück gibts SMS`sso weiss ich, dass es Dir gut geht.Aber es würde mich schon interessieren, ob hier zu Dir \“durchdringen\“ kann. In diesem Sinne, so hoffe ich, auf baldLexi

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