Da sitze ich also am Flughafen auf dem Weg nach Oviedo mit einem flauen Gefühl im Magen. Wollte eigentlich aus der Praxis noch eine kleine Beruhigungstablette mitnehmen um meine Flugangst zu dämpfen aber in der Hektik ist es leider untergegangen..😐. Aber ich werde wohl auch diesen überleben, hoffentlich…
Autor: sommersprossegoeswest
01.05.14 Santiago, 5km
So es ist vollbracht! Liege auf dem Bett im Parador „Hostal dos Reis Catolicos“ dem ehemaligen Pilgerhospiz. Dies ist jetzt ein 5* Hotel und es ist um einiges teurer als das Parador in Vilalba. Es liegt direkt an der Plaza do Obradoiro schräg gegenüber der Kathedrale.
Warten auf die Pilgermesse in der Kathedrale…
La Cathedral…
30.04.14 Monte do Gozo, 25km
Ich stehe vor den Toren von Santiago, ganze 4.7km muss/darf ich Morgen noch zur heiligen Stadt laufen. Heute schlafe ich zum letzten Mal in der Albergue, morgen ist ja Parador angesagt… Diese Herberge hier kann 3’000 Pilger aufnehmen, man stelle sich das mal vor, unglaublich… Ist wie eine kleine Stadt hier mit diversen Shops zum Einkaufen, Wäscherei, Krankenstation, Cafeteria und Restaurant. Ich bin in einem Zimmer untergebracht mit 8 Pilgern, alles Frauen. Habe mal wieder alle meine Mitpilger verloren, bin unter Fremden und versinke in der Anonymität. Fühle mich aber sehr gut und befreit. Habe vor ein paar Tagen einen Pilger am Straßenrand sitzen sehen, hat ausgesehen als würde er etwas vermessen oder filmen. Habe ihn daraufhin angesprochen und gefragt was er denn mache. In dem Moment habe ich gesehen, dass er nur SMS schreibt und die Frage eigentlich völlig daneben und lächerlich ist. Ich bin dann selber am Straßenrand gesessen und habe an meinem Blog geschrieben, er ist dann vorbeigelaufen und hat lachend gefragt: „what are you doing“? Ich glaube er fand mich irgendwie komisch oder lächerlich… Ich habe dann gedacht ist ja eigentlich völlig egal was andere Menschen von einem denken. Es ist auch überhaupt nicht wichtig ob einem jemand mag oder nicht. Es gibt Menschen da stimmt die Chemie und bei anderen halt nicht. Dies hatte etwas unheimlich befreiendes…
Das Friedensdenkmal auf dem Monte de Gozo. Monte de Gozo bedeutet Berg der Freude, da man von hier aus nach langer Pilgerschaft erstmals Santiago sieht. Man soll auch die Kathedrale sehen von hier aus aber dass habe ich auch im zweiten Anlauf nicht geschafft.
29.04.14 Salceda, 33km
Heute war der erste richtige Regentag! Es hat praktisch den ganzen Tag genieselt oder geregnet. Aber trotzdem war es wunderschön, teilweise wie im Märchen. In diesen alten Wäldern würde es mich nicht wundern Elfen oder Feen zu sehen. Leider ist mir keine von beiden begegnet… aber gespürt habe ich sie, da bin ich mir ganz sicher. Wenn ich will kann ich morgen in Santiago sein, es kann aber auch sein, dass ich meine Ankunft noch einen Tag hinauszögere. Es ist nämlich schön am Morgen früh anzukommen. Falls es Platz hat werde ich mir wahrscheinlich noch mal eine Nacht im Parador leisten. Das Hotel steht nämlich direkt bei der Kathedrale und war früher ein Pilgerhospiz. Auch heute noch werden täglich 10 Pilger gratis verköstigt.
Die Monolithen sind mehr und mehr verziert und sehen teilweise aus wie ein kleiner Altar. Meistens werden von Pilgern Steine oben drauf gelegt aber oft auch Blumen oder persönliche Dinge.
Ich liebe diese Wegsteine. Wenn man bedenkt, dass man anhand von gelben Pfeilen und eben diesen Monolithen halb Europa durchqueren kann ohne sich zu verirren, ist das schon verrückt oder?
28.04.14 Sobrado dos Monxes, 26km
Diesem Wegweiser ist schlecht geworden, wie mir heute zeitweise auch…
26.04.14 Vilalba, 22km
Der Friedhof von Goiliz. Sehr speziell sind die grossen markanten Steinkreuze.
27.04.14 Miraz, 35km
Was für ein Tag! Eine Mammutetappe von 35km. Ich musste heute oder morgen eine lange Etappe einlegen sonst schaffe ich es nicht nach Santiago. Oder sagen wir es mal so, ich will nicht erst am Freutagabend in Santiago ankommen und am Samstagmorgen gleich abreisen.
Abschiedsfoto mit Helene und Marianne aus Dänemark. Sie sind in Baamonde geblieben, Fred die norddeutsche Plaudertasche auch.
25.04.14 Gontan, 25.5km
VWhat a pretty shitty Day…. Ein harter Kampf heute vor allem gegen den sehr starken kalten Wind!
Der Weg geht unter dem Horreos hindurch.
Die schöne Kirche auf dem Weg hinaus.
Da geht das Pilgerherz auf. Zwischenhalt bei Carmen. Sie hat auch den Camino gemacht und dann entschieden ihr Leben komplett zu ändern. Sie kommt ursprünglich aus Madrid und hat ein Haus 2km nach Mondoniedo gekauft. Man kann auch bei ihr übernachten und essen. Alles auf Spendenbasis. Sie hat ihr ganzes Herzblut da drin.
Wie aus einer anderen Zeit.
Kleiner Aufsteller am Wegesrand. Man sieht es nicht auf dem Foto aber ich habe ziemlich zu kämpfen gegen Kälte, Regen und vor allem Wind der meistens von vorne kommt.
24.04.14 Vilanova de Lourenzo, 28.5km
Heute Morgen ging gerade die Sonne auf als ich zur Albergue raus bin.
Diese süsse Albergue in Gondan hatte leider zu.
23.04.14 Ribadeo, 22km
UVon Portugalete, da wo ich gestartet bin, sind es 683km bis Santiago. Von diesen 683km bin ich von Deva nach Gijon 8km mit dem Bus gefahren und 40km mit dem FEVE. Das sind stolze 635km die ich zu Fuss unterwegs war und noch bin bis Santiago! Nicht schlecht oder? Besser wäre es natürlich jeden einzelnen Meter des Caminos zu laufen aber dies ist aus Zeitgründen leider nicht möglich. Heute regnet es zum ersten Mal so richtig und ich sitze in der Bar und esse mein Frühstück. Die Spanier scheinen alle in der Bar zu frühstücken bevor sie zur Arbeit gehen aber auch die alten Leute. Es wird palavert und lautstark gestikuliert, die spanische Lebensart fängt mir an zu gefallen…







































































































































