28.08.12 Montegut – Clermont: Die Leichtigkeit des Seins

Heute morgen früh um 5.30 hat es ein heftiges Gewitter gegeben und der Regen ist auf das Dach meines Wohnwagens geprasselt. Das war so laut, dass an Schlafen nicht mehr zu denken war. Eigentlich liebe ich das total, nur musste ich dringend aufs Klo und das war leider draußen. Das dringende Bedürfnis musste warten, bis der Regen sich gelegt hatte.
Heute habe ich ein paar Abkürzungen genommen, da es auf dem GR (Grand Randonnée) immer wieder unnötige Umwege gab. Bin froh, dass ich eine Karte dabei habe, so geht das relativ einfach. Habe damit jene Kilometer gespart. Schließlich bin ich Pilger und kein Wanderer.
Zudem gab es heute zum ersten Mal (!) die Möglichkeit, unterwegs einen Kaffee zu trinken. Es erstaunt mich immer wieder, wie weitläufig dieses Land ist, wie wenig Menschen man antrifft und dass man fast nie eine Bar findet wo man einen Kaffee trinken könnte.
Heute Abend bin ich in einem typischen alten (1885) Landhaus bei ehemaligen Pilgern untergekommen. Total schöne Gegend hier. Gemüse und Früchte waren alle aus dem eigenen Garten. Habe ein riesengroßes Zimmer mit eigenem Bad. Was ich auf dem Jakobsweg so liebe ist, dass man jeden Abend wo anders schläft und es jedes Mal völlig anders ist.
Jetzt bin ich so richtig drin im Pilgern und es macht total Spass. Der Anfang war schon sehr hart aber dies dauert meist nur 2-3 Tage. Die Ängste sind weg und ich fühle mich von Tag zuTag leichter und unbeschwert.

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