30.07.2018, Arrens-Marsous, Camping, 15km, 900m⬆️, 1300m⬇️, höchster Punkt Col de Tortes 1799m

Heute war fast schon ein Erholungstag. Auf meinem Plan war eigentlich der Lac d’Estaing aber nach dem gestrigen harten Tag wollte ich es gemütlicher angehen. Habe gut geschlafen letzte Nacht und bin heute Morgen erst um 8.00 losgelaufen. Meine Füße schmerzten zwar immer noch aber es war viel besser als gestern Abend. Ja und sobald ich die Wanderschuhe anhabe kann ich auch wieder laufen😉.

In meinem Reiseführer stand etwas von leichter Etappe aber der Weg den Berg hinauf war schon wieder recht heftig und man musste teilweise klettern. Natürlich war ich noch müde von gestern und deshalb war der Aufstieg besonders schwer. Kurz vor dem Col de Tortes, ich war bereits 1.5 Std. unterwegs, hatte ich plötzlich das Gefühl auf dem falschen Weg zu sein. Ich sah zwar die rot/weißen Markierungen aber es hätte ja auch ein andere GR sein können. Ich war schon bereit zum Umkehren, da kamen mir Ritchard, Paul und Ann entgegen. Die haben dann nochmals auf dem GPS kontrolliert, es war alles in bester Ordnung. Vor allem war ich froh, dass ich nicht 1.5 Std. vergebens den Berg hochgeklettert bin.

Kurze Zeit später waren wir auf dem Pass und genossen die Aussicht. Auf dem Weg hinunter schmerzten mich wieder meine Füße und Knie und ich beschloss heute mehr Pausen einzulegen. Ich ließ Ritchard und Paul ziehen und machte es mir gemütlich. Ich aß Brot und Chorizo. Später gesellte sich noch Ann dazu und teilte ihre Cavaillon Melone mit mir. Hmmm lecker😜.

Unten kamen wir auf die Straße und ich beschloss eine Abkürzung zu nehmen und auf der Strasse zu laufen. Der GR führte runter ins Tal um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Ich beschloss, dass ich heute Ruhetag habe. Thierry und Pascale hatten sich auch für die Straße entschieden. Was ich nicht bedacht hatte war, dass es auf der Straße Tunnels haben könnte und die hatte es nämlich zwei. Beim ersten habe ich tapfer meine Stirnlampe angezogen und bin durch den Tunnel marschiert. Am Ende habe ich sogar noch einen Velofahrer erschreckt, der meinte wohl es kommt ihm etwas entgegen. Beim zweiten Tunnel habe ich kurzerhand ein Auto angehalten und gefragt ob sie mich durch den Tunnel mitnehmen würden. Das haben sie dann auch getan und mich kurz vor Thierry und Pascale wieder raus gelassen.

Es ging dann noch ein kurzes Stück der Straße entlang und dann zweigte der GR 10 ab zum nächsten Pass. Ich beschloss vorher noch eine Pause im Schatten zu machen. Als ich mich dann kurze Zeit später wieder auf den Weg machte, hatte sich eine ganze Kuhherde in Bewegung gesetzt und stand mitten im Weg auf dem Pass. Ich habe mich dann durch sie durch geschlängelt. Eigentlich wollte ich auf dem Pass Wasser nachfüllen aber die Wasserstelle war von den Kühen beschlagnahmt. Da bin ich dann doch lieber weitergegangen. Meine Angst vor Kühen hat sich ziemlich gelegt. Ich musste auf diesem Weg schon soviel an Kühen vorbei, dass ich mich langsam daran gewöhnt habe.

Es folgte noch der Abstieg nach Arrens-Marsous, der gegenüber gestern recht einfach war. Unterwegs hielten wir an einem Bach an um die Füße zu baden und zu essen. Ritchard und Paul kamen den Hang hinunter und waren ganz erstaunt, dass wir schon da waren. Die Straße war eindeutig schneller als der GR😂.

In Arrens-Marsous mussten wir uns bei einem Bier von Ritchard und Paul verabschieden, die heute die letzte Etappe gelaufen sind.

Ich bin auf dem Campingplatz und freue mich endlich wieder einmal im Zelt zu schlafen. Thierry und Pascale sind auch hier gleich nebenan. Heute gab es Cous Cous mit Chorizo und Emmentaler. War echt lecker😊.

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