22.07.2018, Les Chalets d’Iraty, 20km, 1400⬆️, 700⬇️, höchster Punkt Sommet d’Occabé 1456m

Heute Morgen ging es um 7.10 los. Olivier wollte gestern Abend noch etwas weiterlaufen, da er nicht im Gîte übernachten wollte. Ich habe ihn aber nirgends gesehen und bin dann alleine weitergezogen.

Es fing gleich mal mit einem kurzen Anstieg an und oben angekommen war ich bereits im Nebel. Ich habe mich dann auch prompt verlaufen. Anstatt links abzubiegen bin ich geradeaus gelaufen. Ich bin dann auf der Straße gleich zwei Autofahrern begegnet und die haben mich wieder auf den richtigen Weg gebracht. Es ging dann auf einer nicht befestigten Straße leicht aber stetig hinunter. Ich bin an mehreren Wildzeltern vorbeigekommen aber Olivier war nicht darunter.

Dann ging es steil hinauf zum Col d’Irau. Es war ziemlich anstrengend und aufpassen musste man auch da es auf der rechten Seite steil hinunterging. Stolpern verboten! Wenigstens war die Sicht gut und es hatte keinen Nebel. Vom Col d’Irau ging es weiter den Berg hinauf und dieser Teil war wieder im Nebel versunken. Man musste gut auf die rot/weißen Zeichen achten. Habe mich da kurz gefragt, ob ich nicht doch besser die Straße hätte nehmen sollen. Sich im Nebel zu verirren ist nämlich keine besonders gute Idee. Ich habe dann beschlossen, solange ich die Zeichen sehe weiterzulaufen und wenn nicht abzuwarten bis sich der Nebel etwas lichtet. Wie mehr ich hoch kam, wie mehr sah ich von der Umgebung und jetzt war ich richtig froh, nicht die Strasse genommen zu haben. Es war wunderschön und teilweise hatte ich richtig gute Sicht. Ich kam an uralten Steinkreisen vorbei und an alten Steingräbern. Über allem kreisten wie immer die Geier.

Ich fühle mich von Tag zu Tag besser, zuversichtlicher und auch stärker. Kein Gedanke mehr daran aufzugeben.

Ich kam in den Wald von Iraty und da begann auch der Abstieg. Der Weg war ziemlich verschlammt durch den vielen Regen und meine Schuhe fühlten sich ca. ein Kilo schwerer an. Unten kam ich auf die Straße und zum Chalet Pedro. Dort traf ich Pierre und Marie-Andrée und ich genehmigte mir ein Panache.

Ich hatte noch zwei Auf- und Abstiege zu bewältigen bevor ich bei den Chalets von Iraty ankam. Ich musste auch an mehreren Kuhherden vorbei heute fühlte mich aber nicht so ängstlich. Ich rede einfach immer mit den Kühen. Im Sinne von ich tue euch nichts und ihr tut mir nichts😉. In der Zwischenzeit hatte ich auch noch mein Zelt getrocknet aber ich beschloss dann doch in den Gîte zu gehen. Der Campingplatz wäre in der anderen Richtung gewesen und dann hätte ich am nächsten Tag mehr laufen müssen. Zudem sah es gewittrig aus

Ich habe dann in der Gîte meinen Cous Cous gegessen und eine heisse Schokolade getrunken. Hier war es am Abend empfindlich kühl und ich musste meine Daunenjacke anziehen. Ich habe ein Zweierzimmer ganz für mich alleine für 15 Euro. Das heißt ich kann morgen in aller Ruhe Zusammenpacken und störe niemanden.

So das wars für heute. Ich werde mich in mein Bett verkrümeln und meine Ohren mit Ohropax verschließen weil sie hier ständig die Türen schletzen.

4 Antworten auf „22.07.2018, Les Chalets d’Iraty, 20km, 1400⬆️, 700⬇️, höchster Punkt Sommet d’Occabé 1456m

  1. Hoi Sommersprosse, wie lange bist du unterwegs? Wünsch dir eine unvergesslich schöne Zeit und grüss dich ❤️-lich… Jackie

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