75. Tag, Cabin Creek Trailhead, Meile 1482.5, Höhe 812m

Gestern hatte Big Sky beim Einkaufen an der Kasse Jane kennengelernt und mit ihr geflirtet. Dabei hat er sich so gut angestellt, dass sie uns heute Morgen zum Trailhead an der Soda Creek Road gefahren hat😉. 

Um 8.30 sind wir dann gestartet. Wir kamen sogleich an einer Box Trail Magic vorbei mit Fruchtsäften und Crackers. Da war auch noch eine Flasche mit gefrorenem Wasser. Da ich noch Wasser zum kochen benötigte habe ich die mitgenommen. Mir kam leider zu spät in den Sinn, dass diese Flasche wohl nur zum Kühlen gedacht war. Ich habe mich dann gefragt, wie alt dieses Wasser wohl ist und ob da noch was anderes drin ist damit es länger gefroren bleibt. Ich habe das Wasser aber dennoch zum Vorbereiten meines Frühstücks benutzt und ich bin immer noch gesund😄. Beim Frühstück wurde ich dafür von hunderten Moskitos belästigt, diese elenden Blutsauger😖. Eigentlich wollte ich vorher schon anhalten. Ich hatte schon alles ausgepackt und wollte gerade Wasser heiss machen, als es im Wald hinter mir ziemlich laut geknackt hat. Da bewegte sich was größeres im Wald und wenn es viel Lärm macht ist es meistens ein Bär. Ich beschloss deshalb, das Frühstück auf später zu verschieben. Fand es keine gute Idee mit offenem Foodsack einem Bären gegenüber zu stehen. 

Die ersten 10 Meilen ging es nur hinauf bis wir wieder auf ca. 1600m waren. Es war nicht sehr anstrengend da es nicht steil war. Der PCT ist ja bekannt für seine Serpentinen und ich bin sehr froh darüber. 

Es gab heute nicht viele Möglichkeiten anzuhalten, da der Weg sehr schmal den Berg entlang führte. Da geht es immer auf der einen Seite steil hinunter und auf der anderen hinauf. Das Mittagessen haben wir bei einer Verzweigung eingenommen und uns einfach auf dem anderen Trail breit gemacht. Da Big Sky die Lime Chili Shrimps nicht mochte, hatte ich sogar eine doppelte Mahlzeit😊. 

Unterwegs haben wir Dennis getroffen, ein Amerikaner aus Memphis, der heute, nach zwei Wochen Pause wider auf dem PCT eingestiegen ist. Er muss erst wieder seine Trailbeine finden und läuft langsamer als ich. Ich fand es ganz angenehm, nicht immer die Letzte zu sein😉. Seit ich wieder alleine laufe werde ich immer schneller. Es ging dann nur noch hinunter. Der Weg war ziemlich eben und deshalb konnte ich seit langem wieder mal den Trail runterrennen. Mein verstauchter Fuß hatte dies lange nicht zugelassen. 

Jetzt liege ich im Zelt, neben mir rauscht ein Bach und es ist schön warm. Hat lange gedauert, bis wir abends nicht mehr frieren aber seit Anfang Juli ist es soweit. 

Mermaid hat auf den Oregon Coast Trail gewechselt wegen dem Schnee. Die Chance, dass ich sie wiedersehe ist also nicht all zu groß. Schade! 

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